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Crowdfunding-Aktion erfolgreich: Biathlet Michael Rösch hat Etat zusammen

Wintersport Crowdfunding-Aktion erfolgreich: Biathlet Michael Rösch hat Etat zusammen

Michael Rösch hat es geschafft. Der Altenberger Biathlet kann sich optimal auf seine zweite Olympia-Teilnahme vorbereiten. Denn der Staffel-Olympiasieger von 2006 hat bei seinem Crowdfunding-Projekt nach kurzer Zeit genug Unterstützer und damit die notwendige Summe von 20.000 Schweizer Franken zusammen.

Michael Rösch (r.) hat sich den Sommer über topfit gehalten.

Quelle: imago/Jan Huebner

Dresden. Michael Rösch hat es geschafft. Der Altenberger Biathlet, der seit drei Jahren für Belgien startet, wird sich optimal auf seine zweite Olympia-Teilnahme vorbereiten können. Denn der Staffel-Olympiasieger von 2006 hat bei seinem einzigartigen Crowdfunding-Projekt nach kurzer Zeit genug Unterstützer und damit die notwendige Summe von 20 000 Schweizer Franken zusammen.

Zur Erinnerung: Der 34-Jährige, der in den vergangenen Jahren viele Höhen und Tiefen durchlebte, will im Februar in Pyeongchang noch mal unter dem Symbol der fünf Ringe antreten. Doch eine Saison kostet ihn rund 60 000 Euro. Dabei gehen allein 25 000 Euro für Reise- und Übernachtungskosten drauf. Deshalb kam er auf eine grandiose Idee. Wer ihn auf seinem Weg zu den Olympischen Spielen unterstützt, wird für einen Einsatz von 50 Franken mit seinem Bild auf seiner Waffe in Südkorea mit am Start stehen. Unter dem Motto „I believe in you“ (Ich glaube an dich) läuft sein Crowdfunding-Projekt, für das er mit Freunden auch ein Video drehte. Und wie groß die Popularität des bodenständigen, ehrlichen und oft witzigen Typen ist, zeigte sich in den letzten Wochen. Schon nach der Hälfte der Zeit kam die benötigte Summe zusammen. „Ich bin überwältigt, stolz, motiviert, glücklich und unendlich dankbar für eure Hilfe und Begeisterung, mich bei diesem Projekt zu unterstützen“, schrieb Rösch auf seiner Facebook-Seite.

Doch der Skijäger aus dem Erzgebirge war noch nie einer, der nur an sich denkt. Deshalb erweitert er jetzt seine Aktion, will selbst spenden. Jetzt gehe es auch um die, die wirklich Hilfe brauchten, so schreibt er und erläutert: „Ich bin gesund und kann das tun, wofür ich lebe und was ich liebe – den Sport.“ Als er vergangene Saison nach langer Durststrecke erstmals wieder einen sechsten Platz im Weltcup erreichte, war es aus ihm herausgebrochen und er hatte unter Tränen vor allem seinem verstorbenen Trainer Klaus Siebert gedankt, der ihn dazu animiert habe.

Deshalb will Michael Rösch jetzt von allen Mehreinnahmen, die den Betrag von 20 000 Franken übersteigen, zehn Prozent an die Stiftung Deutsche Krebshilfe spenden. „Viele Menschen kämpfen wie er damals gegen den Krebs. Mit meiner Spende will ich diesen Menschen helfen und zugleich meinen alten Trainer ehren“, begründet er seine Entscheidung. Wer das Anliegen unterstützen möchte, kann dies unter www.ibelieveinyou.ch online tun. Noch 23 Tage ist Zeit dafür.

Von Astrid Hofmann

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