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19:23 03.08.2016
Andrasch Starke reitet am Sonnabend in Dresden. Quelle: dpa
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Dresden

Auf ein besonderes Spektakel können sich die Turffreunde an diesem Sonnabend freuen. Beim vierten Galopp-Renntag treffen auf der Bahn in Seidnitz die beiden aktuellen Champion-Jockeys aufeinander. Der gebürtige Dresdner Alexander Pietsch und der aus Stade bei Hamburg stammende Andrasch Starke hatten sich Ende 2015 mit jeweils 86 Siegen das deutsche Championat geteilt. Während es für den 44-jährigen Elbestädter der erste Titel war, feierte der zwei Jahre jüngere Wahl-Kölner bereits seinen achten Erfolg. In diesem Jahr gibt es allerdings zwischen den beiden Reitern bislang kein Kopf-an-Kopf-Rennen, denn Starke hatte sich Pfingsten das Schlüsselbein gebrochen und konnte sieben Wochen lang keinen Wettkampf bestreiten. Erst Mitte Juli stieg der auch als „Jahrhunderttalent“ bezeichnete Starke, der über 2000 Siege auf seinem Konto hat und schon siebenmal das Deutsche Derby gewann, wieder in den Sattel. In der Bestenliste liegt der Stalljockey von Peter Schiergen mit 16 Treffern derzeit nur auf Rang 16. Alexander Pietsch kann dagegen schon auf 36 Erfolge verweisen und rangiert damit hinter dem führenden Ex-Champion Filip Minarik (43 Siege) auf Platz zwei.

Besonders prickelnd dürfte das Duell der beiden aktuellen Champions im Hauptrennen werden. Denn im bwin Sachsenpreis, einem mit 25 000 Euro dotierten Listenrennen über 1900 Meter, reiten beide für Trainer Peter Schiergen. Starke geht mit dem vierjährigen Wallach Lovato an den Start, Pietsch mit dem gleichaltrigen Stallgefährten Rogue Runner, der mit 60 kg allerdings vier Kilo mehr tragen muss als sein Konkurrent.

Doch die Fans können sich nicht nur auf das Duell dieser beiden Spitzenreiter freuen. Auch fast alle anderen in Deutschland arbeitenden Könner sitzen im Sattel, darunter Filip Minarik, der „fliegende Holländer“ Adrie de Vries, Eduardo Pedroza, Jozef Bojko oder Michael Cadeddu.

Insgesamt stehen an diesem Renntag acht Rennen mit 79 Pferden auf dem Programm. Rennvereins-Geschäftsführer Uwe Tschirch freut sich: „Wir hatten 104 Nennungen und haben jetzt ein tolles Starterfeld beisammen. Der Termintausch mit dem Auktionsrennen, das diesmal früher stattfand, zahlt sich jetzt für den Sachsenpreis aus. Er ist so gut besetzt wie schon lange nicht mehr.“ Bereits zum neunten Mal steht diese Prüfung unter dem Patronat von Wettanbieter bwin.

Ein besonderes Highlight wird zudem das „Georg Sowa Erinnerungsrennen“, mit dem der Rennverein anlässlich des 125. Geburtstages der Dresdner Bahn in diesem Jahr eine herausragende Seidnitzer Turfpersönlichkeit ehren möchte. Der 1993 verstorbene Spitzentrainer war 1992 erstes Ehrenmitglied des Rennvereins geworden. Sein Sohn Michael, der inzwischen seine Trainer-Laufbahn beendet hat, meint dazu: „Ich freue mich, dass es im Jubiläumsjahr ein Rennen mit dem Namen meines Vaters gibt. Ich sehe es als Hommage an diese Generation, die sich nach 1945 um die Erhaltung unseres Sports gekümmert hat. So wie der Zwinger gleich wieder aufgebaut wurde, war es auch wichtig, dass der Rennbetrieb wieder ins Rollen kam.“

Von Astrid Hofmann

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