Volltextsuche über das Angebot:

-5 ° / -12 ° wolkig

Navigation:
Google+
Bob- und Skeletonzirkus gastiert in Altenberg

Auf dem Weg zur Olympiaform Bob- und Skeletonzirkus gastiert in Altenberg

Der Countdown läuft: In fünf Wochen werden im koreanischen Pyeongchang die Olympischen Winterspiele eröffnet. Für die Bobfahrer und Skeletonis stehen zuvor noch drei Weltcups auf dem Plan, bei denen sie letzte Form- und Materialtests absolvieren können.

Voriger Artikel
Karl Braun träumt von der WM in Baku
Nächster Artikel
Dresdner Eislöwen starten mit Sieg ins neue Jahr

Testen ihren Bob in Altenberg: Francesco Friedrich (l.) und Thorsten Margis.

Quelle: dpa

Altenberg. Der Countdown läuft: In fünf Wochen werden im koreanischen Pyeongchang die Olympischen Winterspiele eröffnet. Für die Bobfahrer und Skeletonis stehen zuvor noch drei Weltcups auf dem Plan, bei denen sie letzte Form- und Materialtests absolvieren können. An diesem Wochenende gastieren sie im sächsischen Altenberg, es folgen die Stationen im schweizerischen St. Moritz und am Königssee.

Für die Wettkämpfe im Kohlgrund haben 51 Skeletonis und 75 Bob-Teams aus 22 Ländern gemeldet. Nicht dabei sind die Bob-Athleten aus dem olympischen Gastgeberland Südkorea, die aus taktischen Gründen die letzten Weltcups komplett weglassen. Ob sich das Pokerspiel auszahlt, wird man bei den Wettbewerben in Pyeongchang sehen.

Die deutschen Asse wollen natürlich den Heimvorteil nutzen, zugleich aber wichtige Materialfragen klären. Insbesondere die beiden Lokalmatadoren Francesco Friedrich und Nico Walther (beide Oberbärenburg) sind dabei bisher nicht am Ziel ihrer Wünsche. So läuft ausgerechnet beim viermaligen Zweier-Weltmeister Friedrich der kleine Schlitten trotz seines Sieges in Innsbruck noch nicht optimal. Deshalb steigt der 27-Jährige jetzt auf der Heimbahn erstmals in diesem Winter um, testet ein Gerät aus der Berliner FES-Schmiede. Bis zum 24.  Januar, wenn die Schlitten in Richtung Korea auf die Reise geschickt werden, muss die Entscheidung gefallen sein, mit welchem Gerät die Piloten bei Olympia antreten. Bisher war Friedrich mit Bobs aus der Werkstatt des Österreichers Hannes Wallner unterwegs.

Bei Teamkollege Nico Walther, der komplett mit FES-Material unterwegs ist, läuft der Zweier. „Da will ich nicht mehr zu viel zerfriemeln“, sagt der Pilot und ist zuversichtlich: „Die schwierige Altenberger Bahn liegt mir eher als die Starterbahnen in Winterberg und Innsbruck. Ich bin in guter Verfassung und hoffe, dass ich da wieder vorn mitfahren kann.“ Allerdings gilt der 27-Jährige eher als Spezialist für den großen Schlitten. „Deshalb ist es schon ärgerlich, dass der noch nicht perfekt läuft. Da sitzt uns jetzt auch ein wenig die Zeit im Nacken“, gesteht er.

Bundestrainer René Spieß geht jedoch davon aus, dass Nico an diesem Wochenende einen Schritt nach vorn macht. „Ansonsten müssen wir nach einer Lösung suchen“, lässt Spieß die Frage nach einem Materialwechsel bei Walther offen. Aus den Erwartungen an die deutschen Lokalmatadoren – dazu zählt auch Vierer-Weltmeister Johannes Lochner – macht der Bundestrainer keinen Hehl: „Im Zweier und Vierer sollten wir schon um den Sieg mitfahren.“

Während die Herren in beiden Disziplinen zu den absoluten Top-Favoriten gehören, ist der Druck bei den Damen nicht so groß. Dabei konnte gerade die für Oberbärenburg startende Stephanie Schneider zuletzt mit zwei Weltcup-Siegen und dem EM-Titel positiv überraschen. „Ich bin da ganz realistisch. Der Spaß ist jetzt vorbei, die Frauen aus Nordamerika werden jetzt richtig Gas geben“, dämpft Schneider ein wenig die Euphorie. Sie hat sich auf die Fahne geschrieben, mit Anschieberin Lisa Buckwitz „zwei solide Läufer abzuliefern“. In der Weltcup-Gesamtwertung ist Team-Kollegin Mariama Jamanka als Vierte am besten platziert. Bis zum 14. Januar möchten die drei Frauenbob-Teams – dazu zählt noch die Winterbergerin Anna Köhler – in der Weltrangliste Rang eins oder zwei erkämpfen, um sich den dritten Startplatz für Olympia zu sichern.

Bevor aber die Bobs durch den Altenberger Eiskanal düsen, starten morgen zum Auftakt die Skeletonis. Vor allem der Oberbärenburger Axel Jungk, derzeit Vierter im Gesamt-Weltcup, will auf seiner Heimbahn angreifen.

Zeitplan: Freitag, 10 Uhr: Skeleton Frauen; 14 Uhr Skeleton Männer, Sonnabend, 13 Uhr: Zweierbob Frauen; 17.15 Uhr: Zweierbob Männer, Sonntag, 13.45 Uhr: Viererbob Männer

Von Astrid Hofmann

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Sport Regional
  • Semperopernball
    Semperopernball

    Alle Infos, alle Highlights, die schönsten Bilder - der Semperopernball in Dresden. mehr

  • 13. Februar

    Ob Gedenken, Täterspuren oder Menschenkette: Alle Infos finden sie in unserem Special zum 13. Februar in Dresden mehr