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Sport Regional Benesch wechselt zum Verband
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12:07 20.09.2018
Matthias Benesch Quelle: Foto: Daniel Förster
Dresden

Matthias Benesch sucht noch einmal eine neue Herausforderung. Seit knapp elf Jahren war der Bob-Europameister von 2001 als Geschäftsführer der Wintersport Altenberg (Osterzgebirge) GmbH für die Belange der Rennschlitten- und Bobbahn im Kohlgrund verantwortlich. Jetzt bat der 50-Jährige bei den Gesellschaftern, ihn zum nächstmöglichen Zeitpunkt von seiner Funktion abzuberufen. Denn der gebürtige Merseburger will die Seiten wechseln, hat sich für den frei werdenden Posten als Geschäftsführer des Rennrodel-, Bob- und Skeletonverbandes Sachsen (RBSV) beworben.

Der bisherige Geschäftsführer Wolfgang Strauß geht im Frühjahr in Ruhestand und deshalb musste die Stelle neu ausgeschrieben werden. „Ich habe den Job jetzt sehr lange gemacht und deshalb hat mich ein Tapetenwechsel gereizt. Ich möchte einfach wieder näher an den Sport und die Athleten heran“, begründet „Benni“ – wie er von den meisten genannt wird – seinen Entschluss. Wolfgang Landt, sein Vorgänger als WIA-Geschäftsführer und Vizepräsident des RBSV, befürwortet das: „Wir hatten mehrere Bewerbungen für die Nachfolge von Wolfgang Strauß, haben Matthias Benesch favorisiert und freuen uns, dass auch der Kreistag ,Benni’ keine Steine in den Weg legt und der Abberufung zustimmt.“

Viele Ansprechpartner bleiben für Benesch gleich. „Ich kenne seit vielen Jahren die Nöte des Bahnbetriebes und die Wünsche der Sportler. Da ist natürlich ein großes Netzwerk entstanden, das ich auch in Zukunft nutzen werde“, erklärt der frühere Leichtathlet, der 1987 zum Bobsport wechselte und 2003 seine Laufbahn beendete. Danach holte er das Abitur nach und studierte an der Berufsakademie Sachsen in Riesa Sportevent-Management und Marketing. Im Jahr 2007 nahm er seine Arbeit bei der WIA auf.

Der Wechsel wird allerdings erst im Frühjahr nach der Winter-Saison über die Bühne gehen. „Wolfgang Strauß will Ende März die Geschäfte übergeben und mir noch zwei Monate bei der Einarbeitung zur Seite stehen“, fasst Matthias Benesch die Planung zusammen. Demnächst wolle der Landkreis nur die Stelle des WIA-Geschäftsführers neu ausschreiben. Zudem bewilligte jetzt der Kreistag die zusätzlichen Mittel in Höhe von rund 70 000 Euro zur Finanzierung des Bahnumbaus an den Kurven elf bis 13. Aufgrund der vorliegenden Kostenrechnung von 3,3 Millionen Euro muss der Landkreis zehn Prozent, also 330 000 Euro, zum Umbau beisteuern, der andere Teil soll von Bund und Land finanziert werden. Notwendig wird das Projekt, weil die Bahn als eine der schwierigsten der Welt gilt und es in der Vergangenheit einige schwere Stürze von Athleten gab. Deshalb hatte der internationale Verband darauf gedrängt, dass besonders die besagten Kurven entschärft werden. Im Jahr 2020 ist der Eiskanal im Osterzgebirge erneut Schauplatz der Bob- und Skeleton-Weltmeisterschaft.

Für Benesch steht jetzt erst einmal die kommende Saison im Vordergrund: „Wir vereisen ab 13. Oktober, bereits am 18. Oktober haben sich Rodler aus ganz Europa zum Training angesagt.“

Von Astrid Hofmann

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