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American Football: Dresden Monarchs gewinnen bei Berlin Rebels mit 45:20

Triumph trotz Trommelverbots American Football: Dresden Monarchs gewinnen bei Berlin Rebels mit 45:20

Trommeln und Tröten verboten: Der Lärmschutz im Berliner Mommsenstadion treibt infolge von Anwohnerbeschwerden seit Saisonbeginn seltsame Blüten. Doch die Fans der Dresden Monarchs ließen sich davon nicht beeindrucken. Auch wenn das nicht so laut war wie üblich: Die „Königlichen“ siegten mit 45:20.

Berlins Gino Chongo (r.) versucht, Monarchs-Runningback Joe Bergeron abzufangen.
 

Quelle: Matthias Koch

Dresden.  Trommeln und Tröten verboten: Der Lärmschutz im Berliner Mommsenstadion treibt infolge von Anwohnerbeschwerden seit Saisonbeginn seltsame Blüten. Doch die Fans der Dresden Monarchs ließen sich davon nicht beeindrucken. Mehr als 100 reisten mit an die Spree und feuerten ihre Mannschaft kurzerhand mit Plakaten an. Auch wenn das nicht so laut war wie üblich: Die „Königlichen“ siegten in Charlottenburg auch aufgrund der Unterstützung mit 45:20.

Dabei gerieten die Schützlinge von Cheftrainer John Leijten nach vier Minuten erst mal 0:7 in Rückstand. Doch noch im ersten Viertel drehte Quarterback Garrett Safron mit zwei Läufen jeweils in die Endzone die Partie zum 14:7. Zu Beginn des zweiten Viertels verdiente sich Passverteidiger William James ein Sonderlob. Er verhinderte einen eigentlich sicheren Touchdown der Hausherren, als er an der Endzone von hinten an den gegnerischen Wide Receiver herangeflogen kam und ihm den übers ganze Feld herangeflogenen Ball aus den Armen schlug.

„Das war absolut spektakulär. Ein guter Kandidat für den Ligaspieler der Woche“, glaubt Dresdens Assistenztrainer Thomas Stantke. Die Folge: Turnover. Die Monarchs kamen dort, wo der Pass geworfen wurde, in Ballbesitz. So stand es statt 14:14 plötzlich 21:7 für die Gäste durch einen Touchdown von Hendrik Hinrichs. Ein Knackpunkt der Begegnung. Und als Florian Finke, der zuvor alle Extrapunkte verwandelt hatte, kurz vor der Halbzeit ein Fieldgoal verwandelte, ging Dresden mit einer 24:7-Führung in die Pause.

Mike Schallo und Sebastien Sagne fingen zwei Pässe von Garrett Safron über 35 und 37 Yard und vergrößerten den Vorsprung noch, bevor die Rebels gegen Ende des dritten Viertels noch mal auf 38:14 verkürzten. Erneut Schallo machte mit dem 45:14 im Schlussviertel alles klar, ein geblockter Fieldgoal-Versuch führte kurz vor Ende noch zum 45:20 für Berlin.

Nachdem im Spitzenspiel der German Football League am Sonnabend die New Yorker Lions in Braunschweig durch einen 44:26-Sieg gegen den Zweitplatzierten Kiel die Tabellenführung behaupteten, ging es am Sonntag in Berlin um Platz drei. Und den holten sich die Monarchs mit ihrem Sieg. „Wir wollten gewinnen, um zu zeigen, dass mit uns noch zu rechnen ist. Wir wollen dran bleiben an der Spitze“, macht Thomas Stantke klar. Er sah eine deutliche Leistungssteigerung der Mannschaft, die ihr großes Potenzial gezeigt habe. „Wir sind trotz unserer zwei Saisonniederlagen gegen Braunschweig und Kiel voll im Soll“ sagt Stantke. Vor allem die Pleite gegen die Lions wiege nicht so schwer, weil man davon ausgehen könne, dass gegen sie auch alle anderen Teams verlieren. Stantke: „Wir sind mit dem einen Touchdown Differenz aus der Niederlage gegen Kiel im Rennen ums Playoff-Heimrecht. Darum geht es aber erst am Ende der Saison. Jetzt sind wir froh, dass wir auf Playoff-Kurs sind!!

Von Stefan Schramm

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