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Alexander Pietsch punktet in Seidnitz doppelt

Galopp: Filip Minarik bleibt auf Augenhöhe Alexander Pietsch punktet in Seidnitz doppelt

Lächelnd verließ Alexander Pietsch am Sonnabend seine alte Heimat. Beim fünften Saisonrenntag auf der Galopprennbahn in Seidnitz konnte sich der gebürtige Dresdner im Kampf ums diesjährige Jockey-Championat gegenüber seinem Rivalen Filip Minarik zumindest einen kleinen Vorteil verschaffen. Mit jeweils 55 Siegen waren beide angereist. Pietsch verließ Elbflorenz mit 57 Erfolgen, der Tscheche mit 56.

Alexander Pietsch holte auf Süße Maus seinen ersten Tagessieg.

Quelle: Matthias Rietschel

Dresden. Mit einem Lächeln im Gesicht verließ Alexander Pietsch am Sonnabend seine alte Heimat. Beim fünften Saisonrenntag auf der Galopprennbahn in Seidnitz konnte sich der gebürtige Dresdner vor rund 5000 Zuschauern im Kampf ums diesjährige Jockey-Championat gegenüber seinem unmittelbaren Rivalen Filip Minarik zumindest einen kleinen Vorteil verschaffen. Mit jeweils 55 Siegen waren die beiden Reiter angereist. Pietsch verließ Elbflorenz mit 57 Erfolgen, der Tscheche mit 56. „Klar, das ist ein Zweikampf geworden, der es für die Zuschauer zusätzlich spannend macht“, weiß Pietsch, der 2015 schon einmal Champion war, aber nichts gegen eine Wiederholung hätte: „Sicher würde ich noch mal gern den Titel gewinnen.“

Wichtig ist dem 45-Jährigen aber viel mehr, dass die Chancen, möglichst viele gute Ritte zu bekommen, durch dieses Spitzenduell steigen. Dabei hatte er in diesem Jahr auch schon eine kurze Durststrecke meistern müssen, als ihm das Gestüt Auenquelle bei Trainer Jens Hirschberger kündigte. Drei Wochen habe er da erstmal in der Luft gehangen, was ihn in diesem Jahr seinen Urlaub kostet. Doch dann fand er beim erfahrenen Mario Hofer in Krefeld eine neue Anstellung. „Bei ihm habe ich den sogenannten ersten Ruf und seit einiger Zeit in Dresden bei Stefan Richter den zweiten. Stefan ist ein interessanter junger Trainer. Seine Pferde sind top in Schuss, da macht es Spaß, für ihn zu reiten“, meinte Pietsch, der seinen ersten Tagessieg für Richter mit der fünfjährigen 75:10-Außenseiterin Süße Maus im engen Zweikampf gegen Pangania mit Filip Minarik im Sattel erkämpfte.

Kurz zuvor war es genau umgekehrt ausgegangen – Minarik hatte seinen einzigen Tagestreffer mit Saxone vor dem Richter-Pferd Sir Theodore unter Pietsch gelandet. Der konnte im vorletzten Rennen noch einmal nachlegen, galoppierte mit Lomasi für die Hallenser Trainerin Angelika Glodde als Erster ins Ziel. „Es läuft einfach gut“, freut sich Alexander Pietsch, der früher auch schon andere Zeiten erlebte. „Zuletzt habe ich auch in Frankreich bei einem Gruppe-Rennen einen dritten Platz geholt“, berichtete er nicht ohne Stolz. Dass er „nebenbei“ mit seiner Frau seit einigen Monaten in Weilerswist noch ein altes Haus umbaut, aber keine Abstriche an seinem Job macht, kommentiert er lächelnd: „Wenn man Vollprofi ist, fällt das alles etwas leichter. Auch fit zu sein, immer auf das Gewicht zu achten“, meint er lächelnd. Und ans Aufhören denke er noch lange nicht, schickt er gleich hinterher. So können die Dresdner Fans den aus heimischen Gefilden stammenden Reiter sicher noch oft in Seidnitz erleben.

Der Sieg von Süße Maus war an diesem Renntag nicht der einzige Erfolg der Lokalmatadoren. Denn wie erwartet, lief es auch für Claudia Barsig sehr gut. Sie feierte mit Tilara eine gelungene Titelverteidigung. Die fünfjährige Stute wiederholte als 90_1ß-Außenseiterin im Hauptrennen, dem mit 10 000 Euro dotierten Großen Preis der Landeshauptstadt über 1400 m ihren Vorjahreserfolg und verwies die gleichaltrige Stallgefährtin Universal Star auf Rang zwei. „Ich hätte zwar gedacht, es geht umgekehrt aus, aber Tilara kam der weiche Boden entgegen“, verriet Barsig, die sich dann auch noch über den Sieg von Chalcot freuen durfte. Zufrieden zeigten sich nach den sieben Rennen mit 58 Pferden auch die Verantwortlichen des Rennvereins, denn mit 113 351,84 Euro lag der Umsatz um mehr als 12 000 Euro höher als im Vorjahr.

Und wie gut die Stallform bei den Seidnitzer Trainern ist, bewies gestern in München Stefan Richter, der mit Fort Good Hope und Winola zwei weitere Siege und dazu noch zwei dritte Plätze verbuchen konnte.

Dass die Spannung im Jockey-Championat erhalten bleibt, dafür sorgte in Dortmund Filip Minarik, der mit Cadmium seinen nächsten Erfolg landete und nun wieder zu Pietsch aufschloss.

Von Astrid Hofmann

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