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Sport Regional 28 Dresdner Sportvereine sind von der Flut betroffen
Sportbuzzer Sport Regional 28 Dresdner Sportvereine sind von der Flut betroffen
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18:11 09.09.2015
Als sich das Hochwasser aus den Sportanlagen wie hier im Ostragehege und anderswo zurückzog, wurden die Schäden mehr und mehr sichtbar. Quelle: Dynamo Dresden

Wie KSBD-Geschäftsführer Robert Baumgarten auf DNN-Anfrage mitteilte, waren zwölf Wassersportvereine, neun Fußball-Abteilungen, zwei Tennisklubs und zwei Hundesportvereine von der Flut direkt betroffen. Drei weitere Vereine erlitten Verluste an Ausrüstungsgegenständen, die sie in vereinsfremde Gebäude ausgelagert hatten.

Eine exakte Schadenshöhe kann Baumgarten noch nicht nennen: "Manche Vereine haben uns noch keine Zahlen genannt, weil noch Gutachter unterwegs sind." Zwar fallen die Schäden aller Voraussicht nach geringer aus als bei der Jahrhundertflut 2002, doch eine stattliche Gesamtsumme dürfte dennoch zusammenkommen. Anhaltspunkte dafür bieten erste Schätzungen, die von einigen Vereinen bereits vorgelegt wurden. So setzte Blau-Weiß Zschachwitz für die Beseitigung der Schäden am überfluteten Vereinsheim und am gleichfalls überschwemmten Kunstrasenplatz rund 125 000 Euro an. Der Segelklub Wachwitz braucht bis zu 80 000 Euro für Reparaturen an den unterspülten Bootshallen.

Dynamo Dresden beziffert die Schäden an den Plätzen im Ostragehege, die vor allem von den Nachwuchsmannschaften genutzt werden, gar auf knapp 700 000 Euro. "Wir haben zwei Gutachten eingeholt, die sind fast deckungsgleich", berichtet Nachwuchsleiter Marcus Jahn. Die Erneuerung des Kunstrasenplatzes koste allein etwa 230 000 Euro, neue Ballfangzäune mit Erdung würden 100 000 Euro verschlingen, Rasenpflege und Granulat verursachten weitere Kosten, das Beachvolleyball-Feld müsse wieder komplett mit Kies befüllt werden, ging Jahn ins Detail. Er hofft sehr, dass die Stadt den Schwarz-Gelben hilft. Gespräche seien längst angelaufen: "Gemeinschaftlich gibt es hier aber noch kein Vorwärtskommen." Jahn hofft, dass sich schnell etwas tut, denn die momentan nicht nutzbaren Trainingsflächen werden dringend gebraucht. Auf Dauer könne man nicht auf den Kunstrasenplatz am Glücksgas-Stadion oder in den Großen Garten ausweichen, wo jetzt die Profis wieder trainieren. Der Bedarf an Plätzen dürfte sogar steigen, wenn nach der B-Jugend am Sonnabend auch die A-Jugend den Sprung in die Bundesliga schafft. "Die Anforderungen, die man als Verein mit zwei Junioren-Bundesligisten abdecken muss, wird man nicht allein schaffen. Die Verankerung der Bundesliga muss auch das Ziel der Stadt Dresden sein", ist Jahn überzeugt. Fast alle Mannschaften hat er eher als sonst in die Sommerpause entlassen. Wie es danach weitergeht, weiß er noch nicht.

Hilfe muss aber nicht nur von der öffentlichen Hand kommen. Auch Spenden aus der Wirtschaft oder von Privatleuten sind bei den geschädigten Vereinen gern gesehen. Sie können vor allem rasch Linderung bringen, da Antragsverfahren entfallen. Weil es laut KSBD anders als für Firmen und Privatpersonen keine Soforthilfe für Sportvereine gibt, können sie hier und da deren Funktion übernehmen. Der Kreissportbund vermittelt Hilfsangebote, von denen auch bereits einige eingegangen sind. So haben die Dresdner Wohnungsgenossenschaften 20 000 Euro bereitgestellt. Das Geld war ursprünglich für den Sport- und Familientag geplant. "Den mussten wir ausfallen lassen wegen widriger Witterungsbedingungen. Da haben wir gesagt, dass wir aus dem Budget eine Spende für von der Flut betroffene Sportvereine leisten", sagte Jürgen Hesse, Vorstand der Eisenbahner-Wohnungsbaugenossenschaft Dresden eG. Aufgeteilt wird das Geld auf zwei Vereine: "Wir sind gerade in der Findungsphase", so Hesse. Heute soll die Entscheidung fallen.

Woanders ist sie schon gefallen: Auf Vermittlung des KSBD erhält der Dresdner Ruderverein 5000 Euro von der Parfümerie Douglas. Heike Apitzsch-Friedrich, Vertriebsleiterin im Bereich Ost: "Wir hatten eine Neueröffnung in der Altmarktgalerie. Das Geld, was wir sonst für den Empfang unserer Kunden ausgeben, wollten wir diesmal lieber Flutopfern spenden. Da ich selbst aus dem Sport komme, haben wir an diesen Bereich gedacht, zumal wir so auch was für die Jugend tun können."

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 26.06.2013

Jochen Leimert

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