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Sport Regional 0:3-Klatsche für DSC-Damen im CEV-Cup-Viertelfinale gegen Stuttgart
Sportbuzzer Sport Regional 0:3-Klatsche für DSC-Damen im CEV-Cup-Viertelfinale gegen Stuttgart
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13:17 11.03.2018
DSC-Libero Myrthe Schoot streckt sich vergeblich nach dem Ball, während die Stuttgarterinnen auf der anderen Seite schon jubeln. Quelle: Foto: Matthias Rietschel
Dresden

Das war eine bittere Lehrstunde für die DSC-Volleyballerinnen. Sie verloren das erste innerdeutsche Duell im Viertelfinale des CEV-Cups gegen Allianz MTV Stuttgart glatt mit 0:3 (23:25, 16:25, 17:25). Damit sind die Chancen auf das Erreichen des Halbfinales auf ein Minimum gesunken, denn der Tabellenführer der Bundesliga wird sich den Einzug ins Halbfinale nächste Woche in eigener Arena kaum mehr nehmen lassen.

„Das war ein ernüchterndes 0:3. In Stuttgart wird es ganz schwer, das Ruder noch herumzureißen“, gab Zuspielerin Mareen Apitz zu. Auch Trainer Alexander Waibl sagte klipp und klar: „Jetzt bereiten wir uns aufs Pokalfinale in Mannheim vor. Das Rückspiel in Stuttgart nehmen wir so mit, da können wir gucken, was geht. Aber es macht Sinn, unsere Planungen auf das Finale auszurichten.“

Schon im ersten Satz starteten die Gäste aus Stuttgart vor 2500 Zuschauern in der Margon-Arena hochkonzentriert und bissig. Sie setzten sich schnell auf 10:4 ab. Alexander Waibl reagierte und wechselte für Mareen Apitz im Zuspiel Madison Bugg ein. Langsam kamen die Elbestädterinnen nun etwas besser ins Spiel, kämpften sich auf 11:13 heran. Und als Piia Korhonen ein Ass servierte, war der 17:17-Ausgleich perfekt. Nun war es ein Duell auf Augenhöhe. In der Schlussphase unterliefen den DSC-Damen jedoch zwei leichte Fehler, die der MTV („Männerturnverein“) zum Satzgewinn nutzte.

Im zweiten Abschnitt gerieten die Dresdnerinnen erneut deutlich ins Hintertreffen. Beim 6:9-Rückstand wechselte Alexander Waibl Marrit Jasper für Eva Hodanova ein, die es in dieser Partie nur auf acht Prozent Angriffsquote brachte. Allerdings wurde auch die Niederländerin beim ersten Angriffsversuch vom gut postierten Stuttgarter Block gestoppt. Da in diesem Satz auch die Annahme immer wackliger wurde, lief bei den Gastgeberinnen gar nichts mehr zusammen. Beim 8:17 kam Mareen Apitz zurück aufs Feld. Dominika Strumilo ersetzte Katharina Schwabe im Außenangriff. Am Ende nutzte alles nichts, der Gegner sicherte sich souverän die 2:0-Satzführung.

Auch im dritten Durchgang setzten sich die Gäste beizeiten ab, führten bei der zweiten technischen Auszeit mit 16:11. Auch weitere Wechsel halfen nicht. Der Bundesliga-Spitzenreiter zeigte sich den DSC-Damen in nahezu allen Belangen klar überlegen. Bei den Waibl-Schützlingen fehlte es einmal mehr an der Durchschlagskraft im Angriff, auch in der Block- und Feldabwehr erwiesen sich die Gäste an diesem Abend als stabiler. Bereits nach 77 Minuten verwandelte Michaela Mlejnkova den zweiten Matchball zum Sieg.

Als einzige Angreiferin des DSC konnte Piia Korhonen zweistellig punkten (17), ihr am nächsten kam noch Ivana Mrdak mit acht Zählern. Bei den Gästen überzeugten vor allem Deborah van Daelen mit 16 Punkten und Grace McCage (10). Alexander Waibl konnte nach dieser Niederlage ebenfalls nur konstatieren: „Was der Gegner zu bieten hat, war heute alles besser. In dieser Verfassung ist es derzeit die beste Mannschaft der Bundesliga. Sie haben auch personell noch mal nachgelegt. Man muss das anerkennen, aber wirtschaftlich können wir uns das nicht leisten.“

Dennoch richtete der Coach den Blick wieder nach vorn: „Wir kennen unsere Defizite und werden weiter hart arbeiten. Sicher fehlt uns derzeit etwas die Leichtigkeit, die wir in dieser Saison schon hatten, doch wir lassen uns davon nicht entmutigen, werden den Kopf nicht hängen lassen.“ Auch Kapitän Myrthe Schoot meinte: „Wir haben trotzdem nie aufgegeben.“ Und sie fügte kämpferisch an: „Ich denke, wir haben bei jedem Spiel die Chance, zu gewinnen, auch in Stuttgart.“

Von Astrid Hofmann

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