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Überraschungstour von Hanfmann in München vorbei

Tennis Überraschungstour von Hanfmann in München vorbei

Eine aufregende Woche endet für Tennis-Newcomer Yannick Hanfmann. Bei den BMW Open in München verpasst der Qualifikant das Halbfinale. Die Lust auf mehr hat Hanfmann gepackt.

Yannick Hanfmann ist in München ausgeschieden.

Quelle: Angelika Warmuth

München. Nach der stärksten Turnier-Woche seiner Karriere hat Qualifikant Yannick Hanfmann bei den BMW Open in München das Halbfinale verpasst. Der 25-jährige Karlsruher unterlag dem an Nummer zwei gesetzten Spanier Roberto Bautista Agut klar mit 3:6, 3:6.

Nach seinen ersten beiden Siegen überhaupt auf der ATP-Tour konnte Hanfmann seine anfängliche Nervosität im Viertelfinale zwar ablegen und an Sicherheit gewinnen. Gegen die Nummer 18 der Tenniswelt hatte er beim mit 540 310 Euro dotierten Sandplatz-Turnier jedoch am Ende keine Chance.

"Ich bin jetzt ein bisschen erleichtert, da waren viele Emotionen diese Woche", sagte die Nummer 273 der Welt, die einen deutlichen Sprung in der Rangliste machen wird. "Ich nehme mit, dass ich auf diesem Level mitspielen kann, das ist das Wichtigste." Man habe aber gegen Agut gesehen, "dass es schon ein Unterschied ist zwischen Leuten, die in den Top 20 stehen, und mir. Es ist eine tolle Erfahrung und ich kann darauf aufbauen."

Als nächstes wird Hanfmann ein deutlich niedriger dotiertes Turnier in Usbekistan spielen. Die Lust auf die großen Veranstaltungen hat den Badener jedoch längst gepackt. "Ich will da umso mehr spielen, der Ehrgeiz ist gewachsen", versicherte Hanfmann.

In seinem erst dritten Spiel bei einem großen Turnier begann Hanfmann nervös und gab gleich sein erstes Aufschlagspiel ab. Der 25-Jährige brauchte eine Weile, um in die Partie auf dem Center Court zu finden. Erst allmählich gewann Hanfmann in seinen Schlägen Sicherheit und konnte mit dem fast fehlerlosen Grundlinienspiel Aguts mithalten.

Zu einem Comeback im ersten Durchgang reichte es aber nicht. "Ich war vielleicht ein bisschen nervös, aber das gehört bei mir auch dazu, dass ich vor den Matches eine gewisse Anspannung verspüre", sagte Hanfmann, der sich durch die Qualifikation gemüht hatte.

Wie in seinen ersten beiden Partien im Hauptfeld steigerte sich der frühere College-Student und überstand zunächst selbst brenzlige Situationen mit Breakbällen gegen sich. Beim Stand von 2:2 gab Hanfmann jedoch trotz dreier Spielbälle seinen Aufschlag noch ab. Nachdem er einen Breakball zum 4:4 nicht nutzen konnte, war seine Niederlage nach 67 Minuten vorgezeichnet.

dpa

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