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Alexander Zverev widerspricht Stich: Gibt keinen Vertrag

Tennis Alexander Zverev widerspricht Stich: Gibt keinen Vertrag

Ohne sich selbst zu Wort zu melden, bestimmte Alexander Zverev in der vergangenen Woche die Schlagzeilen. Nun äußerte sich die deutsche Nummer eins zu ihrem Verzicht auf das Turnier in Hamburg. Und sorgte für eine Überraschung.

Tennisspieler Alexander Zverev bei einer Pressekonferenz beim ATP-Turnier in Halle.

Quelle: Friso Gentsch

Halle/Westfalen. Auf dem Weg zum etablierten Top-Ten-Spieler geht Alexander Zverev konsequent seinen Weg und lässt sich dabei auch nicht von den Wünschen eines ehemaligen Wimbledonsiegers beirren.

"Mein Ziel in diesem Jahr ist es, und das sage ich heute ganz klar, im November bei den ATP-Tour-Finals in London dabei zu sein", sagte Zverev im westfälischen Halle, wo er am Dienstag mit der Erstrunden-Partie gegen den Italiener Paolo Lorenzi ins Geschehen eingreift.

Eine Teilnahme an seinem Heimatturnier am Hamburger Rothenbaum passt da für Deutschlands große Tennis-Hoffnung nicht in den Terminplan, weshalb Zverev sehr zum Ärger von Turnierdirektor Michael Stich Ende Juli nicht in der Hansestadt aufschlagen wird. Stich hatte die Absage des Zugpferdes in der vergangenen Woche heftig kritisiert und Zverev praktisch Vertragsbruch vorgeworfen. "Mit Alexander haben wir eine Fünfjahres-Vereinbarung, dass er bei seinem Heimatturnier startet. Die gilt noch bis 2018", hatte der frühere Wimbledonsieger gesagt.

Doch Zverev schilderte die Situation nun ganz anders. Er bedauere es sehr, in diesem Jahr nicht in seiner Geburtsstadt dabei sein zu können, sagte der 20-Jährige. Eine feste Vereinbarung mit Stich habe es allerdings nicht gegeben. "Nein, die gab es nie. Ich habe nie etwas unterschrieben, Michael hat auch nie etwas unterschrieben", sagte Zverev. "Wenn es einen Vertrag geben würde, würde ich auch spielen. Da es den aber nicht gibt, muss ich sehen, was für mich und meine Karriere am besten ist", sagte der gebürtige Hamburger. Stich wollte sich am Montag auf dpa-Anfrage nicht erneut zu der Thematik äußern.

Zverev wird sich statt am Rothenbaum nun beim Hartplatz-Turnier in Washington auf die kurz darauf folgenden US Open Ende August/Anfang September vorbereiten. Der Wechsel von Rasen in Wimbledon auf Asche in Hamburg und dann wieder Hartplatz in den USA sei nur sehr schwer zu verkraften. "Deshalb habe ich in den vergangenen Jahren in Hamburg auch immer in der ersten Runde verloren", meinte Zverev.

In diesem Jahr will die aktuelle Nummer zwölf der Welt deshalb einiges anders machen, schließlich will Zverev endlich einmal bei einem Grand Slam ins Achtelfinale. Zuletzt bei den French Open in Paris war bereits in der ersten Runde Schluss, wodurch Zverev plötzlich viel Zeit zum "Golfen und Angeln in Monte Carlo" hatte, wie er erzählte. Danach folgte ein erster Trainingsblock auf Rasen in London, der in der vergangenen Woche beim Turnier in s'Hertogenbosch immerhin schon einmal für den Einzug ins Halbfinale reichte.

"Ich fühle mich gut, bin gut vorbereitet", sagte Zverev in Halle, wo es im Achtelfinale zum Duell mit Philipp Kohlschreiber kommen könnte. Der Davis-Cup-Kollege gewann sein Auftaktmatch am Montag gegen den Portugiesen Joao Sousa in drei Sätzen, wozu ihm Zverev bei den direkt aufeinander folgenden Pressekonferenzen anständig gratulierte.

"Ich freue mich für dich", sagte Zverev mit einem Lachen. Er selbst muss aber erst einmal die erste Hürde gegen Lorenzi meistern, um das deutsche Duell perfekt zu machen. Auch, um seinem großen Ziel London einen weiteren, kleinen Schritt näher zu kommen.

dpa

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