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Vettel beim Training in Kanada zweimal hinter Hamilton

Motorsport Vettel beim Training in Kanada zweimal hinter Hamilton

Es sagt noch nicht all zuviel aus. Beim ersten Freitags-Training kommt Vettel im Ferrari an Hamilton im Mercedes nicht vorbei, beim zweiten auch nicht. Schnellster ist Räikkönen im zweiten Ferrari.

Sebastian Vettel musste sich beim Training zum Großen Preis von Kanada zweimal Lewis Hamilton geschlagen geben.

Quelle: Paul Chiasson

Montréal. Schon im Training zum Großen Preis von Kanada haben sich Ferrari und Mercedes die ersten Duelle geliefert - mit Nachteilen für WM-Spitzenreiter Sebastian Vettel.

Nachdem der 29-Jährige im Wagen der Scuderia in der ersten Session Zweiter hinter seinem WM-Verfolger Lewis Hamilton geworden war, setzte sich Vettels Teamkollege Kimi Räikkönen am Freitagnachmittag in Montréal an die Spitze vor Hamilton. Vettel musste sich erneut Hamilton geschlagen geben. Der viermalige Weltmeister wurde auf Rang drei geführt vor Valtteri Bottas im zweiten Silberpfeil.

Das deutsche Werksteam könnte also seine Mini-Krise von Monaco überwunden haben. Im ersten Training hatte Bottas Rang drei vor Räikkönen belegt, Hamiltons Vorsprung auf Vettel hatte 0,198 Sekunden betragen. Im zweiten Durchgang lagen die beiden Titelfavoriten gerade einmal 50 Tausendstelsekunden auseinander.

"Sollten wir hier auf dem Niveau von Mercedes sein, wäre das klasse", hatte Vettel vor dem Training bekundet. Seit Wochen versucht der Heppenheimer, die ohnehin deutlich gestiegenen und weiter ansteigenden Erwartungen an Ferrari nach einem glänzenden Saisonbeginn nicht noch weiter anzuheizen.

Dass er nach 2013 seinen zweiten Sieg in Kanada feiern will, steht außer Frage. Dass Hamilton mit fünf Poles und fünf Siegen allerdings der mit Abstand erfolgreichste Pilot im aktuellen Feld ist, auch. Holt er am Samstag erneut Startplatz eins, zieht er mit den sechs Kanada-Poles von Michael Schumacher gleich. Bis zu dessen Siegrekord von Montréal fehlen Hamilton allerdings noch zwei Erfolge.

Was die Trainingsplatzierungen, Rundenzeiten und Rückstände der beiden jeweils 90-minütigen Einheiten wirklich bedeuten, ist noch offen. Mercedes probierte am Freitag auch einiges aus. Die Silberpfeile hoffen, den ominösen Leistungseinbruch zuvor beim Klassiker in Monaco besser ergründen und vor allem ein weiteres Mal vermeiden zu können. Dort hatten weder Hamilton (Siebter) noch Bottas (Vierter) das Podest erreicht. Dafür hatte Ferrari im Fürstentum durch Vettel und Räikkönen einen Doppelerfolg gefeiert.

Im WM-Klassement wuchs dadurch Vettels Vorsprung auf Hamilton auf 25 Punkte. Bottas ist vor dem siebten von 20 Saisonrennen Gesamtdritter mit 54 Zählern weniger als Vettel, danach folgt Räikkönen, der 62 Punkte hinter seinem Ferrari-Teamkollegen liegt.

Trotz der klar verteilten Rollen und der erfolgversprechenderen Strategie in Monte Carlo für Vettel will Räikkönen von einem Nummer-Eins-Status für den deutschen Vierfach-Weltmeister aber noch nichts wissen. "Aber wenn es zu einem Punkt in der Saison kommt, wenn der eine die Chance hat, der andere nicht, ist sowas normal", sagte Räikkönen. In 1:12,935 Minuten blieb Räikkönen dann am Freitag als einziger Fahrer unter 1:13 Minuten und stellte damit die Tagesbestzeit auf.

Für die weiteren deutschen Fahrer lief es eher mäßig auf dem 4,361 Kilometer langen Kurs auf der Île Notre-Dame. Nico Hülkenberg wurde im Renault 15. im ersten und 12. im zweiten Training. Pascal Wehrlein, der nach seinem Monaco-Crash nach eigenen Angaben wieder hundertprozentig fit ist, kam im Sauber auf den 19. und 20. Platz - von 20 Fahrern.

dpa

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