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U21 muss sich trotz geglückten EM-Starts steigern

Fußball U21 muss sich trotz geglückten EM-Starts steigern

Die deutsche U21 startet erfolgreich in die Europameisterschaft in Polen. Der 2:0-Erfolg gegen Tschechien ist zwar letztendlich souverän - doch mit Blick auf das große Ziel EM-Titel muss sich das Team steigern. Viel Zeit bleibt Trainer Stefan Kuntz dafür nicht.

Stefan Kuntz ist der Trainer U21-Nationalmannschaft.

Quelle: Jan Woitas

Krakau. Den geglückten Start in ihre Titel-Mission hakten Max Meyer und Co. schnell ab. Für den deutschen Fußball-Nachwuchs zählte nach dem 2:0 zum EM-Auftakt gegen Tschechien vor allem das Ergebnis, U21-Nationaltrainer Stefan Kuntz war schon bei der Analyse der Fehler seiner Elf.

"Die Jungs sind selbstkritisch und wissen, was wir nicht gemacht haben von dem, was wir uns vorgenommen haben. Das ist die ideale Vorlage für die Analyse", sagte Kuntz. Und Torschütze Meyer mahnte: "Der erste Schritt ist getan, aber mehr auch nicht."

Das 2:0 zum EM-Auftakt war letztendlich zwar souverän, allerdings war Gegner Tschechien auch viel zu harmlos vor dem Tor und nutzte die Nachlässigkeiten der deutschen Elf nicht aus. "Der letzte Pass hat gefehlt, und defensiv haben wir den Gegner dann auch noch zu hundertprozentigen Torchancen eingeladen", gab Verteidiger Yannick Gerhardt zu. Kapitän Maximilian Arnold wurde noch deutlicher: "Wir haben viele Chancen zugelassen." Abwehrchef Niklas Stark sagte: "Natürlich wissen wir, dass wir uns noch steigern müssen."

Die deutsche Elf startete trotz ihrer Erfahrung von 1122 Bundesliga- Spielen des gesamtes Kaders nervös und unsicher in die Partie. Erst eine Einzelaktion von Meyer (44. Minute) brachte das 1:0, nach dem eine "große Erleichterung" in der Mannschaft zu spüren war, wie Kuntz berichtete. "Das war schon eine kleine Befreiung", gab Meyer zu. Der starke Neu-Münchener Serge Gnabry legte dann direkt nach der Pause (50.) das 2:0 nach und sorgte für die Vorentscheidung.

Das große Ziel der deutschen U21 ist der erste EM-Titel seit 2009, als Manuel Neuer, Mats Hummels und Co. triumphierten. Doch auf dem Weg ins Finale nach Krakau am 30. Juni dürften noch ganz andere Kaliber warten. Gruppengegner Italien gewann 2:0 gegen Dänemark, Spanien setzte mit dem 5:0 gegen Mazedonien ein Ausrufezeichen. "Die Mannschaft ist der Topfavorit", sagte der Schalker Meyer. "Aber wenn wir das Turnier gewinnen wollen, müssen wir Spanien schlagen."

Bis dahin liegt noch reichlich Arbeit vor der talentierten deutschen Elf. Und Coach Kuntz bleibt nur wenig Zeit, schon am Mittwoch steht das zweite Gruppenspiel gegen Dänemark an. "Man hat nicht viel Zeit zu schwächeln, man muss von Anfang an da sein und beinahe jedes Spiel gewinnen", sagte Gerhardt. Meyer versprach: "In den nächsten Spielen wird es sicher besser, weil wir so noch nie zusammen gespielt haben."

Vor allem an der Chancenverwertung und dem Ausspielen von Kontersituationen will Kuntz noch arbeiten. "Den letzten Pass haben wir nicht konsequent gespielt", urteilte er. "Insgesamt hätten wir noch ein, zwei Tore mehr machen müssen." Dazu kam der verschossene Handelfmeter von Stürmer Davie Selke, der sich den Ball von dem eigentlich als Schützen vorgesehenen Arnold geschnappt hatte. Meyer mahnte mit Blick auf das möglichweise entscheidende Torverhältnis: "Die Chancen müssen wir dann nutzen. Das kann am Ende wichtig sein."

Und auch die Wackler des Zweitliga-Torhüters Julian Pollersbeck, der erst sein drittes U21-Länderspiel machte, wird Kuntz registriert haben. "Julian hat nach diesem Spiel seine Nervosität erstmal abgelegt", sagte der Trainer. Der 22-Jährige gab zu: "Das darf nicht sein, das muss ich besser lösen. Das weiß ich auch." Er versprach: "Im nächsten Spiel bin ich besser gewappnet."

dpa

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