Volltextsuche über das Angebot:

24 ° / 12 ° heiter

Navigation:
Google+
Spaziergang für Nadal, Schwerstarbeit für Djokovic

Tennis Spaziergang für Nadal, Schwerstarbeit für Djokovic

Das Traum-Halbfinale rückt näher. Doch auf dem Weg dorthin mussten Rafael Nadal und Novak Djokovic in Paris unterschiedlich hart arbeiten. Während Nadal schnell Feierabend hatte, stand Djokovic kurz vor dem Aus.

Rafael Nadal ließ seinem Gegner Nikolos Bassilaschwili beim 6:0, 6:1, 6:0 nicht den Hauch einer Chance.

Quelle: Petr David Josek

Paris. Mit einer eindrucksvollen Machtdemonstration hat Topfavorit Rafael Nadal seine Ambitionen auf den zehnten Titel bei den French Open unterstrichen, sein potenzieller Halbfinalgegner Novak Djokovic musste dagegen mächtig kämpfen.

Erst nach 3:19 Stunden und fünf Sätzen rang der Titelverteidiger den Argentinier Diego Schwartzman in Paris mit 5:7, 6:3, 3:6, 6:1, 6:1 nieder.

Nadal hatte zuvor leichtes Spiel. Der Spanier deklassierte seinen georgischen Gegner Nikolos Bassilaschwili mit 6:0, 6:1, 6:0 und zog damit im Schnelldurchgang ins Achtelfinale ein. Die Partie auf dem Court Philippe Chatrier dauerte gerade einmal 90 Minuten.

"Ich weiß nicht, ob es die Perfektion war. Aber natürlich bin ich sehr, sehr zufrieden. Es war ein sehr gutes Match von mir, sicherlich eines der besten seit einer Weile", sagte Nadal nach dem Spaziergang auf dem Centre Court. Der Mallorquiner, der am Samstag seinen 31. Geburtstag feiert, trifft beim mit 33,8 Millionen Euro dotierten Tennis-Spektakel nun auf seinen Landsmann Roberto Bautista Agut. Für Nadal war es im 21. Spiel auf Sand in diesem Jahr der 20. Sieg.

"Ich bin sehr, sehr glücklich, ich fühle mich richtig gut, das ist wichtig für mich", sagte Nadal, der das sechste 6:0, 6:0, 6:0 in der Grand-Slam-Geschichte nur knapp verpasste. An seinen nächsten Gegner mochte die Nummer vier der Welt noch nicht denken. "Heute genieße ich erst einmal, wie ich gespielt habe", sagte Nadal, der im Stade Roland Garros "La Décima", den zehnen Titel, anstrebt.

Anders als Nadal musste Djokovic Schwerstarbeit verrichten. Gegen den zunächst wie im Rausch spielenden Schwartzman lag der Serbe bereits 1:2 nach Sätzen zurück, ehe er sich am Ende doch noch ins Achtelfinale rettete. "Diego hat unglaublich gut gespielt", lobte Djokovic seinen Kontrahenten.

Schwartzman, Nummer 41 der Welt, überraschte Djokovic immer wieder mit seinem druckvollen und unbekümmerten Spiel. Nach 54 Minuten nutzte der Argentinier seinen fünften Satzball zum Gewinn des ersten Durchgangs. Doch Djokovic blieb zunächst erstaunlich ruhig und sicherte sich den zweiten Abschnitt mit 6:3.

Die Wende bedeutete das aber noch nicht. Denn Schwartzman steigerte sich wieder und spielte gegen Ende des dritten Satzes sein bestes Tennis. Beim Stand von 5:3 wehrte er vier Breakbälle von Djokovic ab, einen mit einem ganz frechen Stopp, einen mit einer krachenden Vorhand. Im zweiten Versuch holte sich der Außenseiter dann den dritten Satz, die Sensation lag in der Luft.

Doch danach ging Schwartzman die Kraft aus. Djokovic nutzte das sofort und schaffte im Schnelldurchgang den Satzausgleich. Die Entscheidung musste so im fünften Durchgang fallen, in dem Djokovic seinem nun immer müder werdenden Gegner sofort das Service abnahm und schließlich doch noch gewann.

Bei den Damen erreichte Titelverteidigerin Garbiñe Muguruza ohne große Mühe das Achtelfinale. Die Spanierin setzte sich gegen Julia Putinzewa aus Kasachstan mit 7:5, 6:2 durch. Dabei hatte Muguruza nur im ersten Satz ein paar Probleme.

Muguruza bekommt es jetzt mit der Französin Kristina Mladenovic zu tun. Der Publikumsliebling rang die Amerikanerin Shelby Rogers mit 7:5, 4:6, 8:6 nieder. Dabei machte Mladenovic im dritten Satz einen 2:5-Rückstand wett. "Es ist einfach unglaublich", sagte sie nach ihrem Erfolg in 2:45 Stunden.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Sport News
  • Semperopernball
    Semperopernball

    Alle Infos, alle Highlights, die schönsten Bilder - der Semperopernball in Dresden. mehr

  • 13. Februar

    Ob Gedenken, Täterspuren oder Menschenkette: Alle Infos finden sie in unserem Special zum 13. Februar in Dresden mehr