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Spannung bei U21-Team vor EM-Auftakt

Fußball Spannung bei U21-Team vor EM-Auftakt

Das Warten hat ein Ende: Am Sonntag startet die deutsche U21 gegen Tschechien in die EM. Nach dem Turnier in Polen soll der erste Titel seit acht Jahren stehen. Der Auftaktgegner gilt als unbequeme Mannschaft - doch für die Kuntz-Auswahl ist ein Sieg Pflicht.

Stefan Kuntz ist der Coach der deutschen U21-Nationalmannschaft.

Quelle: Andreas Gebert

Krakau. Den Start der U21-EM in Polen erlebten Deutschlands Nachwuchs-Fußballer auf der Couch. Frisch geduscht nach dem Training verfolgten Serge Gnabry, Max Meyer und Co. die Niederlage von Gastgeber Polen vor dem Fernseher im Hotel.

Am Sonntag geht es dann endlich auch für die Auswahl von Trainer Stefan Kuntz los. "In dem Modus und bei den Gegnern gibt es keinen langsamen Aufgalopp", sagte Kuntz vor der Auftaktpartie in der Gruppe C gegen Tschechien am Sonntag (18.00 Uhr). "Wir brauchen volle Konzentration."

Denn die U21-Nationalspieler möchten die Chance auf den ersten großen internationalen Titel ihrer Karriere nutzen und es der Goldenen Generation von 2009 nachmachen. Mesut Özil und Co. holten damals den bislang einzigen deutschen U21-Titel und wurden fünf Jahre später in Rio Weltmeister. "Wir wissen, welchen Stellenwert das Turnier hat", stellte der Neu-Berliner Selke klar. "Hier beim DFB steht ein ganz, ganz wichtiges Turnier für uns an mit einer Riesen-Aufmerksamkeit." Der Wolfsburger Yannick Gerhardt sagte: "Als kleiner Junge hat man immer auf so ein großes Turnier hingearbeitet. Deshalb bin ich umso glücklicher und motivierter, dass es morgen endlich losgeht."

DAS PERSONAL: Lange tüftelte Trainer Stefan Kuntz an seiner Aufstellung, drei Positionen waren noch offen. Jetzt steht fest: Die zuletzt angeschlagenen Max Meyer und Niklas Stark können spielen, Julian Pollersbeck wird im Tor stehen. "Alle Spieler sind einsatzfähig", sagte Kuntz. Die Aufstellung habe sich daher "mehr oder weniger von alleine ergeben". Über das Fehlen von gleich acht U21-Profis wie Timo Werner und Leon Goretzka, die mit der A-Naionalelf zum Confed Cup gereist sind, will niemand mehr reden.

DIE KONSTELLATION: Verlieren verboten - das gilt für die DFB-Auswahl zum EM-Auftakt. Wegen des neuen Modus - bei zwölf Teams kommen nur die Gruppensieger und der beste von drei Gruppenzweiten weiter - kann eine Niederlage schon eine zu große Hypothek sein. "Wir wissen, dass wir schlechte Karten haben, wenn wir mit einer Niederlage starten", sagte Selke. "Jedes Spiel gewinnen, das ist die einfachste Rechnung." Es werde kein lockeres Reinkommen in das Turnier geben, mahnte Kuntz. "Wenn man mit dieser Einstellung reingeht, wird man wichtigen Boden verlieren."

DER GEGNER: Die Tschechen qualifizierten sich in ihrer Gruppe klar vor Belgien für das Turnier und gelten als unbequemer Gegner. "In erster Linie schauen wir auf uns", sagte Selke. "Wenn wir unsere Qualitäten auf den Platz bringen, dann bin ich sehr optimistisch". Doch vor allem auf Tschechiens Torjäger Patrik Schick muss die DFB-Defensive aufpassen: Der als großes Talent geltende Stürmer traf in neun EM-Quali-Spielen zehnmal. "Vermeintliche Favoritenrollen sind in dem Moment, wo der Schiedsrichter anpfeift, vorbei", warnte Kuntz.

DAS ZIEL: Die Mannschaft will den Titel - das haben fast alle Profis und der Trainer mehrmals zum Ausdruck gebracht. "Wir haben das Ziel, Europameister zu werden", kündigte Kapitän Maximilian Arnold an. "Unser Ziel sind fünf Spiele, fünf Siege." Allerdings ist die Konkurrenz groß: Rekordchampion Italien und Favorit Spanien sind mit Stars wie Torwart Gianluigi Donnarumma und Saúl Ñíguez angereist. Auch Bayerns Europameister Renato Sanches ist für Portugal dabei.

dpa

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