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NFL: New England und Atlanta im Super Bowl

American Football NFL: New England und Atlanta im Super Bowl

Die New England Patriots und die Atlanta Falcons hatten in ihren NFL-Playoff-Halbfinals keine Probleme. Patriots-Quarterback Tom Brady ist auf Rekordjagd. Die Falcons sehnen sich nach dem ersten Super Bowl.

Quarterback Tom Brady erreichte mit New England erneut den Super Bowl.

Quelle: Matt Slocum

Atlanta. Nur "Matty Ice" kann Rekordmann Tom Brady noch seinen fünften Super-Bowl-Ring streitig machen.

Das Endspiel der National Football League (NFL) am 5. Februar in Houston wird zum prickelnden Duell zwischen den erfolgsverwöhnten New England Patriots um Quarterback-Superstar Brady mit den von Matt Ryan angeführten Atlanta Falcons, die endlich ihr Verlierer-Image ablegen wollen. Die Patriots ließen im Halbfinale den Pittsburgh Steelers beim 36:17 keine Chance und stehen bereits zum neunten Mal im Super Bowl. Atlanta sicherte sich durch das beeindruckende 44:21 gegen die Green Bay Packers die zweite Finalteilnahme nach 1999.

Die beiden Quarterbacks waren dabei wieder einmal prägende Figuren bei den deutlichen Siegen ihrer Teams. Brady steht bereits zum siebten Mal im Super Bowl und stellte damit eine Bestmarke auf. Als erster Stamm-Passgeber könnte er zum fünften Mal den Titel gewinnen. Im Alter von 39 Jahren wird er nur einige Monate jünger sein als im Vorjahr Peyton Manning, der die Denver Broncos 2016 als bislang ältester Stamm-Quarterback zum Endspiel-Triumph führte. "Jetzt werden wir sehen, ob wir ein perfektes Ende schreiben können", sagte Brady.

Für den Superstar geht es in dieser Saison auch um Genugtuung. Brady war in den ersten vier Spielen des Jahres wegen seiner Verwicklung ins Deflate-Gate gesperrt, die Affäre um zu weich aufgepumpte Spielbälle, die dem Quarterback Vorteile verschaffen sollten. Seit seiner Rückkehr ins Team haben die Patriots nur eine von 14 Partien verloren, Brady präsentierte sich auch gegen die Steelers als Kandidat für den Titel des wertvollsten Spielers der Saison.

Favorit für diese Ehre allerdings ist sein Falcons-Rivale Ryan. Der 31-Jährige dirigiert in diesem Jahr die aufregendste Offensive der NFL. Dem Spitznamen "Matty Ice" aus seinen frühen Karrieretagen wurde er in diesem Jahr mit kühler Präzision und genialen Spielzügen endlich auch in den Playoffs gerecht. "Wir werden das genießen, weil es sehr schwer ist, so weit zu kommen. Das weiß ich aus Erfahrung", sagte Ryan, betonte aber: "Unser großes Ziel liegt immer noch vor uns."

Mit vier Touchdown-Pässen und einem selbst erlaufenen Touchdown avancierte Ryan erneut zum Star des Abends im Georgia Dome. Nicht Aaron Rodgers, der zuletzt überragende Quarterback der Packers, sondern Ryan war nicht aufzuhalten. "Wir müssen unseren Job jetzt erledigen", sagte der Spielmacher, der den Falcons nach der klaren Endspiel-Pleite 1999 gegen Denver endlich den Traum vom ersten NFL-Titel erfüllen will. "Keiner kann uns stoppen, nur wir selbst", meinte Wide Receiver Julio Jones, der trotz einer Zehenverletzung für zwei Touchdowns sorgte.

Gegen die Patriots jedoch dürfte Atlanta die schwerste Prüfung erwarten. Brady ist in Bestform, wie er auch gegen die Steelers bewies. "Er hat uns auseinandergenommen", sagte Pittsburghs Verteidiger Stephon Tuitt. Neben Brady war Chris Hogan die entscheidende Figur auf dem Feld, der zwei Touchdowns fing. "Daran werde ich mich selbst noch meine gesamte Karriere erinnern, vielleicht sogar mein ganzes Leben lang. Wahnsinn", sagte Hogan euphorisiert. Es ist angerichtet für den 51. Super Bowl.

dpa

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