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Jonkers Serie gerissen, Korkuts Premieren-Sieg

Fußball Jonkers Serie gerissen, Korkuts Premieren-Sieg

Tayfun Korkut schafft endlich den ersten Sieg mit Leverkusen, Pal Dardais Auswärts-Fluch hält an und die Serie von Andries Jonker reißt. In der Bundesliga stehen die Trainer im Fokus. Der Mainzer Chefcoach darf trotz der prekären Lage vorerst weitermachen.

Andries Jonker ist der Trainer des VfL Wolfsburg.

Quelle: Peter Steffen

Berlin. Erleichterung bei den einen, Verzweiflung bei den anderen: In der vorentscheidenden Saisonphase rücken zahlreiche Trainer immer mehr in den Blickpunkt.

Tayfun Korkut feierte den Premieren-Erfolg mit Bayer Leverkusen, Andries Jonker kassierte mit Wolfsburg seine erste Niederlage. Trotz der vierten Niederlage in Serie und großer Abstiegsnöte hält der FSV Mainz 05 zunächst weiter an Trainer Martin Schmidt fest. Ein Streifzug durch die Mittwochspiele der Fußball-Bundesliga:

FSV Mainz 05 - RB Leipzig 2:3 (0:0)

WEITERMACHEN I: Fünf Spiele ohne Sieg, zuletzt vier Niederlagen in Serie für den Mainzer Trainer Martin Schmidt. Sogar in seiner Schweizer Heimat wurde schon darüber spekuliert, dass die 84. Partie die letzte des 49-jährigen Wallisers als Chefcoach der Rheinhessen gewesen sein könnte. Doch nach dem Abpfiff sagte Sportchef Rouven Schröder: "Er wird am Samstag in Freiburg auf der Bank sitzen. Das kann ich definitiv sagen." Trotz der Misere sieht Schmidt im Breisgau kein Endspiel. "Endspiel? Ich glaube, wir haben noch sieben Spiele. Diese Frage stellt sich, glaube ich, nicht."

FC Augsburg - FC Ingolstadt 04 2:3 (0:2)

WEITERMACHEN II: "Die Nerven werden wir definitiv nicht verlieren", sagte Augsburgs Manager Stefan Reuter nach der Niederlage im bayerischen Abstiegsduell gegen den FC Ingolstadt. Natürlich spreche er Manuel Baum, der im Dezember das Traineramt von Dirk Schuster übernommen hatte, das Vertrauen aus, antwortete Reuter auf eine entsprechende Nachfrage und betonte: "Dafür stehen wir (in Augsburg), dass wir geschlossen an der Sache arbeiten." Baum selbst mochte sich nicht an der Diskussion um seine Person beteiligen. "Da mache ich mir gar keine Gedanken", sagte der 37 Jahre alte Coach.

Darmstadt 98 - Bayer Leverkusen 0:2 (0:1)

FRUSTLÖSER: "Ich freue mich für die Mannschaft", sagte Tayfun Korkut nach seinem ersten Sieg mit der Bayer-Elf. "Wir haben heute nicht durch Zufall gewonnen, sondern gut gespielt." In Leverkusen hoffen sie nun darauf, dass der Endspurt ähnlich erfolgreich wird wie im vergangenen Jahr. Da gab es in den letzten sieben Spielen sechs Siege für die Werkself. Bayer kann als Tabellenzehnter sogar wieder in Richtung Europa schielen. "Ich denke nicht nach oben und nach unten in der Tabelle, ich denke an Samstag. Wir sollten bei uns bleiben!", sagte Nationalspieler Julian Brandt, der in Darmstadt das wichtige Führungstor erzielt hatte. Nun wartet der Tabellenzweite RB Leipzig.

Borussia Mönchengladbach - Hertha BSC 1:0 (1:0)

VERZWEIFLUNG: 0:2, 1:3, 1:2, 0:2, 0:1, 2:4 und 0:1 - Trainer Pal Dardai kann sich mit Hertha BSC allmählich die Auswärtsreisen sparen. Bereits zum siebten Mal in Serie kassierten die Berliner in der Fremde eine Niederlage und drohen allmählich die Europacup-Plätze zu verspielen. "In der zweiten Halbzeit haben wir nicht gut gespielt. Das Ergebnis geht in Ordnung", sagte Dardai, der trotz der Personalnot auf die Einwechslung seines Sohnes Palko verzichtet hatte. "Er muss ein bisschen mehr zeigen als andere, das ist sein Schicksal." Vielleicht klappt es ja am Sonntag mit dem Debüt. Gegen den kriselnden FC Augsburg gibt es auch wieder ein Heimspiel im Olympiastadion.

VfL Wolfsburg - SC Freiburg 0:1 (0:0)

JONKER KANN AUCH VERLIEREN: Vier Spiele, acht Punkte - Nach dem starken Start musste Wolfsburgs Trainer Andries Jonker in seiner fünften Partie seine erste Niederlage mit dem VfL hinnehmen. Das lag zum einen am Gegner aus Freiburg, aber auch daran, dass Wölfe-Toptorjäger Mario Gomez und seine Kollegen trotz bester Gelegenheiten nicht ins Tor trafen. "Wir hatten genug Chancen, Freiburg vielleicht eine", sagte Verteidiger Robin Knoche. "Von daher müssen wir uns an die eigene Nase fassen."

dpa

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