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Debakel für deutsche Tennisspieler bei French Open

Tennis Debakel für deutsche Tennisspieler bei French Open

Paris und die deutschen Tennisprofis - das passt in diesem Jahr nicht zusammen. Auch am Dienstag schieden wieder reihenweise Deutsche aus. Vor allem die Niederlage des großen Hoffnungsträgers kam völlig aus dem Nichts.

Für Jan-Lennard Struff war ebenfalls in der ersten Runde Endstation.

Quelle: Petr David Josek

Paris. Die deutschen Tennisprofis haben bei den French Open das schlechteste Grand-Slam-Ergebnis seit neun Jahren zu verkraften.

Sogar Deutschlands großer Hoffnungsträger Alexander Zverev flog in Paris in der ersten Runde raus. Insgesamt verabschiedeten sich in Paris sechs weitere Deutsche in der ersten Runde und setzten die am Sonntag mit dem Ausscheiden von Angelique Kerber begonnene Pleitenserie damit fort.

Letztmals hatte 2008 in Sabine Lisicki bei den French Open nur ein deutscher Profi die erste Runde eines Grand Slams überstanden. Seitdem waren in Melbourne, Paris, Wimbledon oder New York stets mindestens fünf deutsche Damen oder Herren in die zweite Runde eingezogen.

Für den einzigen Lichtblick am dritten Tag in Paris sorgte Tatjana Maria. Die 29-Jährige gewann ihre Erstrunden-Partie gegen die Chinesin Ying-Ying Duan mit 6:4, 6:1 und schaffte damit als zweite Deutsche nach Carina Witthöft den Sprung in die zweite Runde. "Ich bin einfach überglücklich, dass ich heute gewonnen habe und eine Runde weiter bin - auch für Deutschland", sagte Maria.

Die übrigen Deutschen knüpften dagegen an die bislang frustrierenden Vorstellungen im Stade Roland Garros an. Vor allem der Auftritt von Alexander Zverev war eine gewaltige Enttäuschung. Der mit großen Erwartungen angereiste Shootingstar verlor seine erste Partie gegen den Spanier Fernando Verdasco mit 4:6, 6:3, 4:6, 2:6, womit der Höhenflug des 20 Jahre alten Hamburgers jäh gestoppt wurde.

Immerhin suchte Zverev danach nicht nach Entschuldigungen. "Ich habe einfach großen Mist gespielt, so einfach ist das", sagte Zverev nach seiner insgesamt schwachen Vorstellung über 2:53 Stunden. "Es lag an keinem anderen als an mir. Schade, dass ich bei einem Grand Slam so schlecht spiele."

Der Weltranglisten-Zehnte muss damit weiter auf sein erstes Achtelfinale bei einem Grand-Slam-Turnier warten. Um wirklich zu den Großen der Branche zu zählen, hatte unter anderem Boris Becker zuletzt ein solches Ergebnis gefordert. Doch nach der Niederlage gegen Verdasco nahm Deutschlands Tennis-Legende Zverev in Schutz. Die Erwartungen seien einfach zu groß gewesen. "Er ist die Nummer zehn der Welt, er hat Rom gewonnen, alle klopfen ihm auf die Schulter und sagen, du bist der nächste Superstar, du musst gar nicht mehr spielen. Und das glaubt man natürlich auch schnell, wenn man 20 Jahre alt ist", sagte Becker als TV-Experte bei Eurosport.

Schon nach dem ersten Match wieder beendet waren die French Open auch für Philipp Kohlschreiber. Der Augsburger verlor gegen den Australier Nick Kyrgios mit 3:6, 6:7 (4:7), 3:6. "Heute war einfach nicht mehr drin. Er hat eine Klasse besser gespielt als ich", sagte der 33 Jahre alte Davis-Cup-Profi. Ohne Chance war auch Dustin Brown, der dem französischen Publikumsliebling Gael Monfils beim 4:6, 5:7, 0:6 außer ein paar Zauberschlägen nichts entgegenzusetzen hatte. Jan-Lennard Struff verlor gegen den Tschechen Tomas Berdych mit 1:6, 1:6, 6:4, 4:6.

Bei den Damen verabschiedete sich etwas überraschend auch Mona Barthel in der ersten Runde. Die Schleswig-Holsteinerin musste sich der Bulgarin Tsvetana Pironkova mit 0:6, 4:6 geschlagen geben und konnte dabei nicht an ihre zuletzt starken Leistungen anknüpfen.

Im Vorfeld der French Open hatte sie mit dem Titelgewinn beim Turnier in Prag für Furore gesorgt. Doch gegen die Bulgarin lief anfangs nichts zusammen, der ersten Satz war schnell mit 0:6 weg. "Das ist als Start natürlich der Worst Case", sagte Barthel. Danach steigerte sie sich zwar und lag im zweiten Abschnitt mit 4:1 vorne. Aber dann konnte sie weitere Breakbälle nicht nutzen und verlor wieder ihren Rhythmus. "Ich bin mit meiner Entwicklung in den vergangenen Wochen dennoch sehr zufrieden", sagte Barthel.

Für Annika Beck setzte es dagegen eine weitere Niederlage. Gegen die Lettin Anastasia Sewastowa war die Bonnerin beim 2:6, 4:6 völlig ohne Chance.

dpa

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