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DSV-Springer bejubeln Rang zwei bei Team-Weltcup

Skispringen DSV-Springer bejubeln Rang zwei bei Team-Weltcup

Erstmals seit fünf Jahren schaffen es Deutschlands Skispringer im Team-Skifliegen wieder auf ein Weltcup-Podium. Nur Norwegen ist in Planica zu stark. Garniert wird der Erfolg durch den deutschen Rekord von Markus Eisenbichler.

Markus Eisenbichler flog 248 Meter weit.

Quelle: Markus Eisenbichler

Planica. Zum ersten Teamsieg im Skifliegen seit 17 Jahren reichte es für die deutschen Ski-Adler um den neuen Rekordmann Markus Eisenbichler zwar nicht, doch auch Platz zwei beim Weltcup in Planica löste große Freude aus.

Im vorletzten Saison-Wettbewerb musste das DSV-Quartett am Samstag nur Norwegen den Vortritt lassen und stand erstmals seit 2012 an gleicher Stätte wieder auf dem Podium. "Das ist super. Wir waren in den vergangenen Jahren weit weg. Toll, wie die Jungs sich verkauft haben", lobte Bundestrainer Werner Schuster. "Wir konnten zwar mit den Norwegern nicht ganz mithalten, aber für uns ist das ein schöner Erfolg."

Mit 1502,6 Punkten lagen Eisenbichler, Richard Freitag, Karl Geiger und Andreas Wellinger um 49,0 Zähler hinter den Norwegern. "Es war ein cooler Auftritt. Wir freuen uns, mal wieder gemeinsam auf dem Podest zu stehen", sagte Wellinger. Dritter wurde Polen (1493,8) um Vierschanzentourneesieger Kamil Stoch, der im zweiten Durchgang mit 251,5 Metern einen Schanzenrekord aufstellte.

Schon der Auftakt verlief aus deutscher Sicht spektakulär: In der Probe segelte Eisenbichler auf 248 Meter und verbesserte damit den von Severin Freund und Wellinger gehaltenen deutschen Rekord um drei Meter. "Ich habe meinem Vater mal gesagt, dass ich den Rekord haben möchte. Für mich ist das schon etwas Besonderes und extrem wertvoll", sagte Eisenbichler.

Im Wettkampf war beim WM-Dritten auf der Normalschanze dann aber die Luft raus. 227 und 225,5 Meter waren für seine Ansprüche zu wenig. "Ich habe es leider nicht geschafft, perfekte Sprünge zu zeigen, die ich drauf habe", erklärte Eisenbichler. Genauso erging es Freitag, der mit 216,5 und 213 Metern deutlich abfiel.

Dafür hatte dann Geiger seinen großen Auftritt. Der Bayer flog im ersten Versuch auf 243,5 Meter - persönliche Bestleistung. "Ich war beim Absprung ziemlich spät. Aber der Flug hat sich dann richtig gut angefühlt", berichtete Geiger. Im Finale legte er 231 Meter nach. "Er hat heute eine Topleistung geboten", lobte Schuster.

Das galt einmal mehr auch für Wellinger, der im Finale trotz eines um zwei Luken verkürzten Anlaufs auf 240 Meter flog und damit Rang zwei sicherte. "Es war ein sehr starker Auftritt von ihm", stellte Schuster fest.

In der hochklassigen Konkurrenz wurde der alte Schanzenrekord des Slowenen Peter Prevc (248,5) gleich dreimal verbessert. Erst flog der Norweger Robert Johansson in der Probe auf 250 Meter, dann Weltrekordler Stefan Kraft aus Österreich im Finale auf 251 Meter, ehe Stoch den Schlusspunkt der Weitenjagd setzte.

dpa

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