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Kein Heimsieg beim Weltcup-Turnier in Leipzig

Pferdesport Kein Heimsieg beim Weltcup-Turnier in Leipzig

Die deutschen Springreiter haben beim Turnier in Leipzig in den wichtigen Prüfungen keine Sieg gefeiert. Der Bundestrainer war trotzdem zufrieden.

Der Belgier Gregory Wathelet reitet in Leipzig auf Coree durch den Parcours.

Quelle: Hendrik Schmidt

Leipzig. Sieben deutsche Reiter im Stechen, aber kein Heimsieg: Das mit 160 000 Euro dotierte Weltcup-Springen von Leipzig gewann der Belgier Gregory Wathelet.

Vorjahressieger Niklas Krieg verpasste einen erneuten Triumph, war als Dritter dennoch zufrieden. "Natürlich war es das Ziel, erneut zu gewinnen, aber ich bin auch so sehr glücklich", sagte der 23-Jährige aus Villingen.

Der 36 Jahre alte EM-Zweite Wathelet setzte sich vor 8000 Zuschauern mit Coree in 41,77 Sekunden vor dem Franzosen Kevin Staut mit Reveur (41,94) durch. Krieg kam mit Carella (43,76) als bester deutscher Starter auf Rang drei. Damit lag der junge Reiter direkt vor dem routinierten Ludger Beerbaum aus Riesenbeck mit Casello (44,22). "Das war das Optimum für mich", sagte Beerbaum zu Platz vier. "Da waren viele schnelle Pferde am Start."

Im Weltcup-Ranking der Westeuropa-Liga baute Staut seine Führung nach der zehnten von 13 Stationen aus. Auf den Plätzen sechs und sieben liegen Marcus Ehning aus Borken und Beerbaum. "Ich habe die entscheidenden Punkte für Omaha geholt", sagte Beerbaum, der nun wie Ehning die Qualifikation für das Weltcup-Finale in den USA sicher hat.

Immerhin sieben einheimische Starter kamen mit fehlerfreien Runden im Normalparcours in das 16 Starter umfassende Feld des Stechens. "Das ist ein Super-Ergebnis", meinte Bundestrainer Otto Becker. Er verwies auf die Nachwuchsreiter wie Krieg und Guido Klatte aus Lastrup, der mit Qinghai auf Rang sieben kam. "Schön, dass die Jungen sich so gut gezeigt haben."

Am Start war auch der in der Qualifikation gestürzte Daniel Deußer, der mit Epleaser 16. wurde. Der Weltranglistenerste hatte nach eigenen Angaben am Tag nach dem Unfall "noch ein bisschen Kopfschmerzen. Ich bin ja auf den Hinterkopf gefallen." Ansonsten gehe es ihm aber gut, versicherte der in Belgien lebende Hesse.

Einige der deutschen Topreiter scheiterten bereits im Normalparcours, verpassten das Stechen und konnten sich im Weltcup-Ranking nicht verbessern. Christian Ahlmann aus Marl kassierte mit Epleaser neun Strafpunkte, Ehning mit Gin Chin acht.

Beim zweitwichtigste Springen in Leipzig hatte Andreas Kreuzer einen starken Auftritt gezeigt. Der deutsche Meister aus Herford ritt im "Championat von Leipzig" mit Quick Jumper in 41,57 Sekunden auf Platz drei. Besser waren nur der Franzose Simon Delestre im Sattel von Chadino (41,14) und der Brite Scott Brash mit M'Lord (41,31). "Ich bin super-happy", sagte Kreuzer.

Der 26 Jahre alte Reiter hatte eine schwierige Ausgangsposition, weil er als Erster ins Stechen mit 13 Startern gehen musste: "Es war nicht einfach, da kamen noch viele gute Reiter nach mir", kommentierte Kreuzer. "Natürlich will man gewinnen, aber es überwiegt die Freude, dass ich solche Jungs unter Druck setzen kann", sagte er mit Blick auf Delestre und Brash. Beide gehören zur Spitzenklasse und waren bereits Erste der Weltrangliste.

dpa

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