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Zwei deutsche Siege beim Bob-Weltcup in Altenberg

Friedrich pulverisiert den Bahnrekord Zwei deutsche Siege beim Bob-Weltcup in Altenberg

Bei den sächsischen Bob-Piloten Francesco Friedrich und Nico Walther (beide Oberbärenburg) lagen beim Heim-Weltcup in Altenberg Freude und Frust eng beieinander. Der dreimalige Zweier-Weltmeister Francesco Friedrich durfte nach seinem Sieg im Zweier und einem dritten Platz im Vierer sehr zufrieden sein. Dagegen haderte Nico Walther nach zwei sechsten Plätzen mit der Welt.

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Francesco Friedrich (l.) und sein Anschieber Martin Grothkopp freuten sich über ihren überlegenen Sieg im Zweierbob.

Quelle: Foto: dpa

Altenberg. Bei den sächsischen Bob-Piloten Francesco Friedrich und Nico Walther (beide Oberbärenburg) lagen beim Heim-Weltcup in Altenberg Freude und Frust eng beieinander. Der dreimalige Zweier-Weltmeister Francesco Friedrich durfte nach seinem Sieg im Zweier und einem dritten Platz im Vierer sehr zufrieden sein. Dagegen haderte Nico Walther nach zwei sechsten Plätzen mit der Welt.

Ein Achtungszeichen setzte allerdings gestern im Vierer der dritte deutsche Pilot Johannes Lochner. Der für den BC Stuttgart startende Berchtesgadener fuhr mit zweimal Laufbestzeit zu seinem ersten Weltcup-Sieg im großen Schlitten und verwies den Russen Alexander Kasjanow mit 0,41 Sekunden Vorsprung auf Platz zwei. Der 26-Jährige war am Vortag im Zweier nur auf Rang elf gelandet und jubelte nun umso mehr: „Alles, was am Sonnabend nicht geklappt hat, lief heute super. Es waren zwei perfekte Läufe“, fand der Bayer. Und er bekam den Respekt von Friedrich, der anerkennend meinte: „Respekt, der Hansi war richtig gut. Wir pushen uns gegenseitig.“

Beide Piloten waren am Wochenende mit Schlitten der österreichischen Bob-Schmiede Wallner unterwegs und kommen mit diesem Material immer besser zurecht. Das zeigte auch der Auftritt von Friedrich am Tag zuvor, als er im ersten Lauf mit 54,48 Sekunden den elf Jahre alten Bahnrekord (54,64) des Russen Alexander Subkow regelrecht pulversierte und nach zwei Läufen mit deutlichen 0,64 Sekunden Vorsprung siegte. „Am Start waren wir stark und dann sind uns auch noch zwei sehr gute Läufe gelungen“, hatte Friedrich danach allen Grund zur Freude, zumal Anschieber Martin Grothkopp mit seiner Leistung den Konkurrenzkampf im Team anheizt. Bisher war der Weltmeister im kleinen Schlitten immer mit Thorsten Margis unterwegs.

Überhaupt nicht zum Lachen war gestern aber Nico Walther, der im Vierer mit einem Schlitten vom Berliner FES-Hersteller unterwegs war. Ihm stand die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben. „Meine Frustrationsstufe liegt bei einer Skala von eins bis zehn mindestens bei elf“, gab der Vierer-Vizeweltmeister von 2015 zu. „Wir sind ganz gut gestartet und fahren am Ende eine halbe Sekunde schlechter als die Konkurrenz. Ich habe doch über den Sommer nicht das Bobfahren verlernt“, haderte der Gesamt-Weltcupsieger der Vorsaison und meinte nur noch: „Das müssen wir jetzt genau analysieren.“

Co-Bundestrainer Gerd Leopold zog dennoch eine insgesamt positive Bilanz: „Wir können mit allen drei deutschen Piloten zufrieden sein. Johannes Lochner hat gezeigt, dass er sich im Vierer enorm entwickelt hat und er wird bei der Heim-WM am Königssee auf seiner Bahn zu den Favoriten gehören. Francesco Friedrich kam im großen Schlitten mit weniger Fehlern als noch im Training durch die Bahn und lieferte solide Rennen ab. Natürlich haben wir auch bei den Kufen noch einiges probiert. Nico wird in diesem Winter den FES-Vierer bis zum Schluss testen. Dieser Aufgabe muss er sich stellen, im Hinblick auf Olympia sind da auch einmal schlechtere Ergebnisse einzukalkulieren. Er wird demnächst noch einen verbesserten Schlitten bekommen und muss nach vorn schauen. Am Ende des Winters wollen wir dann beim Material klare Entscheidungen treffen. Bei Olympia möchten wir um den Sieg fahren und das ist jetzt der Weg dahin“, so die klare Ansage von Leopold. Das unterstreicht auch Cheftrainer René Spieß: „Bis Saisonende ist festgelegt, wer mit welchem Schlitten fährt. Nur so bekommen wir genaue Werte und können dann jedes Detail analysieren“, unterstrich er.

Jetzt geht es für die Bob-Elite zum nächsten Weltcup nach Winterberg. Dort wird übrigens Francesco Friedrich im Zweier wieder mit einem FES-Bob fahren.

Von Astrid Hofmann

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