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Zwei Volleyball-Welten prallen aufeinander

Champions-League-Spiel gegen Vakifbank Istanbul Zwei Volleyball-Welten prallen aufeinander

Wenn die DSC-Volleyballerinnen am Mittwochabend in der Champions League bei Vakifbank Istanbul aufschlagen, prallen zwei Welten aufeinander. Das Team von Trainer Alexander Waibl tritt am Bosporus eher als Underdog an.

Die Istanbuler Spielerin Zhu Ting sichert einen Ball.

Quelle: imago/Xinhua

Dresden. Wenn die DSC-Volleyballerinnen am Mittwochabend in der Champions League bei Vakifbank Istanbul aufschlagen, prallen zwei Welten aufeinander. Während der deutsche Double-Gewinner in den letzten Jahren hierzulande sportlich und auch beim Zuschauerzuspruch der Liga-Krösus ist, tritt das Team von Trainer Alexander Waibl am Bosporus eher als Underdog an. Denn Vakifbank gehört zu den bestbezahlten und hochkarätigsten Mannschaften der Welt. „Die Voraussetzungen könnten nicht unterschiedlicher sein. Die finanziellen Rahmenbedingungen, die Infrastruktur mit Spielstätte und Trainingsbedingungen und die daraus resultierende Ausstattung von Mannschaft, Staff und Umfeld differiert um mehr als ein Vielfaches“, verdeutlicht DSC-Geschäftsführerin Sandra Zimmermann.

So ist zwar der DSC mit einem Etat von 1,6 Millionen Euro für Bundesliga-Verhältnisse gut aufgestellt, aber die Verantwortlichen von Vakifbank erreichen mit einem geschätzten Budget von über 15 Millionen Euro völlig andere Dimensionen. Sie können sich damit die Top-Stars der Welt und damit auch den Erfolg kaufen. Zweimal schon gewann das vom ehemaligen deutschen Bundestrainer Giovanni Guidetti betreute Team die Champions League (2011 und 2013), wurde zudem 2013 Klubweltmeister – damals übrigens mit der ehemaligen DSC-Nationalspielerin Christiane Fürst im Aufgebot.

Auch in Sachen Infrastruktur sind die Türken der Bundesliga Lichtjahre voraus. Während man sich in Deutschland in den vergangenen Jahren über die Eröffnung neuer Volleyball-Hallen freute, gibt es in Bursa, Ankara, Izmir und natürlich Istanbul die Kombination moderner Hallen mit angeschlossenem Vier-Sterne-Hotel. Die DSC-Damen erwartet morgen aber ein ganz besonderes Highlight. Denn im November eröffnete mit dem „Raumschiff“ namens „Vakifbank Spor Sarayi“ der neue Volleyballtempel des Vereins. Der 33 500 Quadratmeter große und neunstöckige Palast, vom Hauptsponsor finanziert, wurde in nur 15 Monaten hochgezogen. Er beherbergt eine Spielhalle, zwei Trainingshallen, eine Schwimmhalle, Dampfbad, Fitness-Center, Ruhe- und Physioräume, Konferenzräume und Büros. Auch die Volleyball-Nachwuchsschule von Vakifbank ist hier untergebracht.

Von solchen Bedingungen kann der DSC nur träumen. Seit 1998 spielt der Meister in der Margon-Arena, die nach fast 20 Jahren zwar immer noch eine eine schöne Heimspielstätte ist, aber in punkto Ausstattung mittlerweile selbst im nationalen Vergleich hinterherhinkt. Zudem ist der DSC fast an seiner Auslastungsgrenze angelangt. „Zu 93 Prozent sind unsere Spiele ausverkauft. Im Zuge des internationalen Wettbewerbes und der größer werdenden Konkurrenz in der Liga müssen und wollen wir wachsen, stoßen aber an Grenzen. Wir können keine neuen Marketing-Strategien starten oder den Sponsoren attraktivere Konditionen bieten“, stellt Sandra Zimmermann klar.

Deshalb wird der Ruf nach einer neuen Multifunktionsarena immer lauter. „Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht. Der Bedarf für eine neue Arena mit 6000 bis 7000 Zuschauern ist da und ich weiß, dass auch die Kultur- und Konzertveranstalter Signale gegeben haben. Mit diesem Schritt wäre eine weitere Entwicklung für uns möglich“, betont auch der Vorstandsvorsitzende Jörg Dittrich.

Von Astrid Hofmann

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