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Valérie Courtois gibt gegen Baku ihr Debüt

Valérie Courtois gibt gegen Baku ihr Debüt

Der deutsche Meister ist immer für eine Überraschung gut. Nachdem am Freitag bei Libero und Kapitän Myrthe Schoot der Meniskus geglättet wurde und klar war, dass die Holländerin mindestens vier Wochen ausfällt, präsentierten die DSC-Volleyballerinnen bereits gestern einen Ersatz.

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Valérie Courtois absolvierte am Montag bereits die ersten beiden Trainingseinheiten beim Dresdner SC und bewies dabei ihr außergewöhnliches Ballgefühl.

Quelle: M.Rietschel

Dresden. Schon am Morgen landete die Belgierin Valérie Courtois in Klotzsche und eine Stunde später absolvierte die 25-Jährige, die in Bilzen in der Provinz Limburg geboren wurde, schon die erste Trainingseinheit mit ihren neuen Mannschaftsgefährtinnen in der Margon-Arena.

"Wir mussten reagieren, schließlich haben wir alle anderen Positionen auch doppelt besetzt. Zumal wir bis Weihnachten in Bundesliga, Pokal und Champions League noch acht Spiele zu absolvieren haben. Und Lisa Stock ist gerade in ihrer Ausbildung sehr eingespannt, plagte sich außerdem zuletzt ebenfalls mit Knieproblemen. Da wäre das Risiko einfach zu groß gewesen. Deshalb haben wir Valérie erst einmal bis Jahresende verpflichtet", erläutert Trainer Alexander Waibl.

Dabei hatte der Meister Glück, dass die belgische Nationalspielerin, die von 2008 bis 2012 bei Gent, danach eine Saison bei Oudegem und in der vergangenen Spielzeit beim polnischen Erstligisten Lodz unter Vertrag stand, frei war. "Die Plätze auf der Libero-Position sind im Ausland begrenzt, deshalb hatte ich keinen Vertrag", so die 1,72 Meter große Annahme- und Abwehrspezialistin, deren Eltern Volleyball gespielt haben und deren Bruder der bekannte belgische Nationaltorhüter Thibaut Courtois ist, der derzeit in der Premier League bei Chelsea im Kasten steht. "Wir haben als Kinder viel Sport gemacht, auch er spielte anfangs Volleyball, hat sich aber schnell dem Fußball zugewandt. Ich finde, es gibt einige Gemeinsamkeiten zwischen unseren Positionen. Torhüter und auch Libero sind hohem Druck ausgesetzt, bei beiden können kleinste Fehler teuer werden. Bei mir ist es ein Punkt für den Gegner, bei ihm ein Tor für den Kontrahenten", findet die Belgierin, die als Kind auch Basketball und Tennis ausprobierte.

Ihren bislang größten Erfolg feierte Valérie vor zwei Jahren bei der Europameisterschaft in Deutschland, wo sie völlig überraschend mit der Auswahl ihres Landes Bronze gewann und dazu noch als beste Libera des Turniers geehrt wurde. "Ich konnte es anfangs gar nicht glauben. Erst hatten wir gar nicht damit gerechnet, uns überhaupt für die EM zu qualifizieren und dann haben wir sogar Platz drei belegt", schwärmte sie nach dem unerwarteten Erfolg. In diesem Jahr erreichte sie bei der Heim-EM in Belgien und den Niederlanden mit ihrer Mannschaft Platz sechs, dabei zeugen ihre Top-Werte in der Statistik von ihrem Können. Das will sie jetzt voll und ganz für den DSC einsetzen. "Ich denke, es ist für beide Seiten eine Win-win-Situation. Wir haben erstklassigen Ersatz für Myrthe und Valérie kann sich bei uns optimal auf die Olympia-Qualifikation im Januar vorbereiten", meinte Alexander Waibl.

Und während der Neuzugang gestern Nachmittag schon die zweite Trainingseinheit mit den DSC-Damen absolvierte, konnte Geschäftsführerin Sandra Zimmermann verkünden, dass die Spielberechtigung für die Belgierin vom europäischen Verband (CEV) eingetroffen ist. Damit steht dem DSC-Debüt von Courtois morgen im Champions-League-Spiel gegen Telekom Baku nichts mehr im Weg.

Astrid Hofmann

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