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VC Dresden kämpft mit Personalsorgen

Dem Zweitliga-Absteiger gehen die Spieler aus VC Dresden kämpft mit Personalsorgen

Dresdens Volleyballer sortieren sich nach dem unglücklichen Abstieg aus der 2. Bundesliga neu. Sportdirektor Sven Dörendahl hat dabei Probleme, eine Mannschaft aufzustellen, die in der 3. Liga mithalten kann. Nur für die Regionalliga melden, das wollte das VC-Urgestein aber nicht.

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Sven Dörendahl

Quelle: Archiv/soocerfoto

Dresden. Für Jubel sorgten am vergangenen Wochenende die Nachwuchs-Volleyballer des VC Dresden. Bei den Deutschen U14-Meisterschaften in Achim erkämpften sich die Jungs den Titel. Darüber freute sich natürlich auch Sportdirektor Sven Dörendahl, der nach dem Abstieg der Männer-Mannschaft aus der 2. Bundesliga derzeit nicht so viel zu lachen hat.

Frage: Was sagen Sie zum überraschenden Titelgewinn der U14-Jungs?

Sven Dörendahl: Das hat mich wirklich unheimlich gefreut. Es zeigt, da kommen wieder talentierte Spieler nach. Es hat mir gerade jetzt Kraft gegeben.

Was meinen Sie mit „gerade jetzt“?

Natürlich ist der Abstieg aus der 2. Liga nicht spurlos an uns vorüber gegangen. Kürzlich standen wir sogar am Scheideweg, ob wir überhaupt für die 3. Liga melden. Denn wenn man nur mit sechs oder sieben Spielern dasteht, war die Überlegung, lieber eine starke Regionalliga-Mannschaft zu bilden. Aber uns ist klar geworden, dass das keine Option ist, sondern dass wir zwei höherklassige Mannschaften brauchen, um die Entwicklung unseres Nachwuchses weiter vorantreiben zu können.

Heißt das, nach dem Abstieg laufen die Spieler davon?

So hart will ich das nicht formulieren, aber ein gewisser Aderlass ist offensichtlich nicht zu vermeiden. Einerseits hatte ich schon damit gerechnet, aber zugleich auch gehofft, dass es nicht passiert. Deshalb bin ich schon etwas enttäuscht, wenngleich ich bei fast allen die Gründe nachvollziehen kann.

Können Sie schon Namen nennen?

Bei Zuspieler Daniel Schmitt ist es im Prinzip sicher, dass er die Herausforderung bei einer guten Zweitliga-Mannschaft sucht. Martin Kroß und Christian Heymann werden den VC wohl ebenfalls verlassen. Richard Peemüller will seine ganze Kraft künftig in den Beachvolleyball stecken. Manche Spieler sind noch unentschlossen. Wie es mit Lukas Maase weitergeht, ist zum Beispiel nicht endgültig entschieden. Auf jeden Fall steht bei uns die Tür für jene Spieler, bei denen alles korrekt und fair abläuft, jederzeit wieder offen.

Mit welchem Kader soll dann die Drittliga-Mannschaft antreten?

Alles Schlechte hat meist ja auch eine gute Seite. So werden wir den einen oder anderen Jugendspieler schon früher als geplant Einsätze in der Männermannschaft geben.

Ist unter diesen Umständen der sofortige Wiederaufstieg möglich?

Nein, das sehe ich unter den genannten Umständen als eher unwahrscheinlich an. Es wird auf jeden Fall eine schwere Saison.

Ist Liga zwei für den VC zwei in absehbarer Zeit unrealistisch?

Natürlich wollen wir irgendwann wieder in der 2. Bundesliga spielen. Doch jetzt müssen wir uns erstmal von den Folgen des Abstiegs erholen.

Den Kader mit fremden Spielern aufzufüllen, ist nicht möglich?

Zumindest nicht über finanzielle Zuwendungen. Was wir zu bieten haben, ist eine schöne Stadt, in der man gut studieren kann und wir haben einen intakten Verein, wollen in der neuen Saison sogar noch mehr Training als bisher anbieten.
 

 Interview: Astrid Hofmann

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