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Uwe Saegeling: „Sportlich eine neue Qualität“

HC Elbflorenz Uwe Saegeling: „Sportlich eine neue Qualität“

Bei jedem Heimspiel und oft auch auswärts hat Uwe Saegeling mit seinen Handball-Jungs gefiebert. Als der HC Elbflorenz am vergangenen Sonnabend den Zweitliga-Aufstieg perfekt machte, strahlte der 51-Jährige vor Glück. Seit 2011 trägt er als Präsident und Mäzen die Verantwortung. Nun will er den Etat um 300.000 Euro erhöhen.

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Uwe Saegeling erntet mit dem Aufstieg des HC Elbflorenz derzeit die Früchte seines Engagements und blickt optimistisch in die Zukunft des Dresdner Handballs.

Quelle: Steffen Manig

Dresden. Bei jedem Heimspiel und oft auch auswärts hat Uwe Saegeling mit seinen Handball-Jungs gefiebert. Als der HC Elbflorenz am vergangenen Sonnabend den Zweitliga-Aufstieg perfekt machte, strahlte der 51-Jährige vor Glück. Seit 2011 trägt er als Präsident und Mäzen die Verantwortung und er ist zudem Initiator und Finanzier der 15 Millionen teuren Ballsport-Arena, die in dieser Woche eröffnet wird. Die DNN sprachen mit dem Unternehmer.

Frage: Wie haben Sie den Aufstieg gefeiert?

Uwe Saegeling: Relativ kurz, denn ich bin ja am nächsten Tag beim Oberelbe-Marathon mitgelaufen. Und mir haben die Augen noch von den Sektduschen gebrannt (lacht).

Wenn Sie zurückblicken auf den Saisonstart – waren Sie nach den drei Niederlagen geschockt?

Geschockt nicht, aber sicher konsterniert. Allerdings darf man ja nicht vergessen, dass wir einen neuen Trainer und auch neue Spieler zu integrieren hatten. Zudem war es ein Hammer-Auftaktprogramm. Doch ich bin seit 26 Jahren Unternehmer, kann auch mit solchen Situationen umgehen. Ich denke, was dann die Mannschaft geleistet hat, wie sie von Spiel zu Spiel sich gesteigert und die Spannung hoch gehalten hat, war umso erstaunlicher. Es war auf jeden Fall eine sehr aufregende Saison.

Wie sind Sie eigentlich zum Handballsport gekommen?

Ich bin ja bekanntlich seit meiner Kindheit Dynamo-Fan. Im Jahr 2008 hat mich der damalige Geschäftsführer von Elbflorenz, Volkmar Köster, angesprochen, ob ich nicht auch den Handball ein wenig unterstützen könnte. So bin ich dazu gekommen und die Dynamik dieses Sports hat mich immer mehr gepackt und gefesselt.

Elbflorenz ist in den beiden Jahren zuvor knapp am Aufstieg gescheitert. War die Verpflichtung von Trainer Christian Pöhler im Sommer der „Königstransfer“?

Von Königstransfer würde ich nicht sprechen. Natürlich spielt der Trainer eine ganz entscheidende Rolle, aber dazu gehören auch die Spieler und viele Leute im Verein einschließlich zahlreicher Ehrenamtlicher, die zum Erfolg beigetragen haben. Dabei sind wir noch ein junger Verein. Wir lernen jeden Tag dazu, müssen noch professioneller werden.

Wird mit dem Aufstieg und der Eröffnung der Halle eine neue Ära im Handballsport in Dresden eingeläutet?

Neue Ära will ich nicht sagen, aber wir haben sportlich eine neue Qualität erreicht und schaffen mit der Halle professionelle Bedingungen. Und wie man zuletzt an den Zuschauerzahlen gesehen hat, gelingt es uns zunehmend, den Enthusiasmus auf immer mehr Leute zu übertragen. Ich denke, da gibt auch die zweite Liga noch mal einen Schub mit attraktiven Gegnern und einigen schönen Derbys.

Wie sehen Ihre Planungen für die 2. Bundesliga aus? Wie lautet das Ziel für die nächste Saison?

Wir müssen natürlich aufstocken, werden den Etat um 300 000 Euro auf 1,4 Millionen Euro erhöhen. Man muss ja mehr Reisekosten und auch einen größeren Kader einplanen. Vier Verstärkungen haben wir ja bereits verkündet. Jetzt müssen wir uns noch nach einem weiteren Torhüter umsehen und auch der Rückraum und auf Außen sind noch Baustellen. Das Ziel kann nur Klassenerhalt heißen, alles andere wäre vermessen. Wir wollen in dieser Liga ankommen und ich hoffe, dass wir es hinbekommen, dass wir relativ früh nichts mehr mit dem Abstieg zu tun haben.

Mit wie vielen Zuschauern planen Sie im Schnitt?

Wir wollen 1500 pro Heimspiel in die Halle locken. Das ist ein ehrgeiziges Ziel, aber es ist auch Aufgabe der Hallenbetreiber, für einen Eventcharakter der Spiele Ideen zu entwickeln.

Die zweite Mannschaft ist jetzt in die Mitteldeutsche Oberliga aufgestiegen und sächsischer Pokalsieger geworden. Wie sieht das Konzept für dieses Team aus?

Das soll in Zukunft die Basis für die erste Mannschaft werden. Wir wollen es als Juniorteam entwickeln, in dem sich Perspektivkader anbieten und verletzte Spieler wieder Spielpraxis sammeln können. Da kommen wir also an einer extremen Verjüngung nicht vorbei.



Interview: Astrid Hofmann

Von Astrid Hofmann

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