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USV TU wird Dritter beim Schach-Pokal

Schach USV TU wird Dritter beim Schach-Pokal

Die Dresdner Schachfreunde erlebten am Wochenende hochklassigen Sport im Dresdner Rathaus. Beim Finale um den Pokal des Deutschen Schachbundes setzten sich die Favoriten aus Baden-Baden durch, Gastgeber USV TU Dresden konnte sich Bronze sichern.

Die Dresdner Organisatoren Dirk Jordan (l.) und Tilman Barthel (2.v.r.) beglückwünschten das siegreiche Team aus Baden-Baden vor der Goldenen Pforte am Dresdner Rathaus.

Quelle: USV TU Dresden

Dresden. Der Favorit und Deutsche Meister OSG Baden-Baden hat sich auch bei der Endrunde der Deutschen Pokal-Mannschaftsmeisterschaft im Dresdner Rathaus durchgesetzt. Gastgeber USV TU Dresden konnte sich unterdessen über einen Sieg im kleinen Finale freuen. Die Auslosung am Samstag meinte es zunächst nicht gut für die Dresdner, die sich gleich im Halbfinale mit Baden-Baden auseinandersetzen mussten. Die Elbstädter traten nicht mit ihren besten auswärtigen Spielern an, sondern mit jungen Spielern um Mannschaftsleiter Hans Möhn, die bereits in den vorausgegangenen Runden die Qualifikation geschafft hatten. Somit gingen alle TU-Spieler als klare Außenseiter in ihre Partien, war Baden-Baden doch immerhin mit vier starken Großmeistern angereist: Arkadij Naiditsch und Jan Gustafsson waren bereits bei der Dresdner Schacholympiade Teil der deutschen Nationalmannschaft, Georg Meier gehört dem aktuellen Nationalkader an und der in Prag lebende Sergej Movsesian ist einer der stärksten Spieler der Schachnation Armenien. Eine Überraschung lag nie in der Luft, da die Dresdner an mehreren Brettern schon in der Eröffnung in die Defensive gerieten; trotz Kampfgeist und langer Verteidigung gingen sogar alle Partien zum 0:4-Endstand verloren.

Im anderen Halbfinale tat sich Vizemeister SV Hockenheim wesentlich schwerer gegen den Außenseiter SK Norderstedt und lief lange einem 1:2-Rückstand hinterher. Im mit sechs Stunden längsten Spiel des Tages glich Dennis Wagner jedoch nicht nur aus, sein Sieg an Brett 2 wog auch schwerer als der Sieg des Norderstedters Michael Kopylow an Brett 4 und brachte die Rennstädter ins Finale.

Die OSG Baden-Baden dominierte dann auch das Finale gegen Hockenheim. Gustafsson sorgte für die Führung, Movsesian remisierte bei großem Zeitvorteil in leicht gedrückter Stellung gegen Dennis Wagner. Somit konnte der Ausrutscher von Naiditsch bei Vorteil gegen Rainer Buhmann keine Gefahr mehr bringen, zumal Naiditsch doch noch den Remishafen erreichte. Denn Meier verwertete einen lange anhaltenden Vorteil zum 3:1.

Unbeeindruckt vom Vortag zeigte sich die Mannschaft vom USV TU Dresden im kleinen Finale gegen den SK Norderstedt. Möhn hielt eine schwierige Stellung zusammen und spielte ebenso remis wie Roven Vogel in einem ausgeglichenen Spiel. Der erst 16-jährige Theo Gungl besiegte den am Vortag noch erfolgreichen Großmeister Kopylow im Läuferendspiel. Fast gleichzeitig bezwang auch Maximilian Neef in einem spektakulären Spiel den bekannten Schachkommentator Lawrence Trent, wobei eine Springergabel von König und Dame eine schöne Kombination abschloss. Mit dem 3:1 und dem Bronzeplatz holte TU erstmals eine Medaille im Männerbereich auf deutscher Ebene und empfing gleichzeitig viel Lob für Spielort und Organisation.

Von Tilman Barthel

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