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Trio aus Dresden will bei EM in Kiew angreifen

Wasserspringen Trio aus Dresden will bei EM in Kiew angreifen

Die erfahrensten Athleten des Dresdner SC fehlen zwar. Dennoch schickt der Verein mit Tina Punzel, Louisa Stawczynski und Timo Barthel drei schlagkräftige Wasserspringer zur Europameisterschaft nach Kiew.

Sie vertreten Dresden in Kiew: die Wasserspringer Timo Barthel, Tina Punzel und Louisa Stawczynski (v. l.).

Quelle: DSC

Dresden. Obwohl mit Sascha Klein (springt nur WM) und Martin Wolfram (verletzt) bei der Europameisterschaft der Wasserspringer kommende Woche in Kiew die beiden erfahrensten DSC-Springer fehlen, ist der Verein gleich dreifach bei den Titelkämpfen vertreten. Wenn an diesem Mittwochvormittag der Flieger von Berlin in Richtung Ukraine abhebt, nehmen darin Tina Punzel, Louisa Stawczynski und Timo Barthel Platz. Und ihr Trainer Boris Rozenberg ist überzeugt: „Wenn sie ihre Leistungen zeigen, können sie alle Edelmetall mitbringen.“

Vielstarterin Tina Punzel

Der Olympia-Siebenten traut der Erfolgscoach sogar mehrere Medaillen zu. „Tina entscheidet selbst darüber, wie oft sie auf das Podest springt“, sagt Rozenberg zuversichtlich. Immerhin hat die 21-Jährige, die 2013 schon einmal Europameisterin vom Dreimeterbrett war, gleich vier Chancen. Sie wird im Einzel vom Einmeter- und Dreimeterbrett antreten, im Synchron vom Dreimeterbrett mit der Leipzigerin Friederike Freyer und gemeinsam mit dem Berliner Lou Massenberg im Mixed vom Brett. Zum Glück sind die Beschwerden mit dem verletzten Knöchel, die Tina Punzel in der Vorbereitung lange ausgebremst hatten und auch die Rückenprobleme auskuriert. „Ich war vor den deutschen Meisterschaften schon weitestgehend schmerzfrei. Und die Titelkämpfe in Berlin haben mich auch bestärkt, dass ich selbst mit wenig Vorbereitung meine Wettkampfserie abrufen kann“, zeigt sich die Dresdnerin ebenfalls optimistisch, wenngleich sie ihre Ziele etwas vorsichtiger formuliert als ihr Trainer. „Ich möchte schon sehr gern mit einer Medaille heim kommen“, sagt Punzel vor ihrer fünften EM-Teilnahme, „am liebsten natürlich auch mit einer im Einzel.“

Timo Barthel will WM-Ticket

Der ehemalige Junioren-Europameister Timo Barthel startet zum dritten Mal bei einer EM. Im vorigen Jahr belegte er vom Turm einen sehr guten sechsten Platz. „Das möchte ich gern bestätigen“, so der 20-Jährige, für den es dabei auch um die Fahrkarte zur WM nach Budapest geht. Weil ihm der geforderte Schwierigkeitsgrad noch fehlte, muss er in Kiew überzeugen. Ein Start im Turm-Synchron könnte noch dazu kommen, darüber wird aber erst vor Ort entschieden. Weil er kürzlich von zwei Typen tätlich angegriffen wurde und sich dabei eine Platzwunde am Auge zuzog, musste er eine Woche mit dem Training pausieren. „Aber auch letztes Jahr hatte ich vor der EM Trainingsausfall, doch das Team und die ganze EM-Atmosphäre haben mich gepusht. Deshalb bin ich auch diesmal zuversichtlich“, so Barthel.

Erstarkte Louisa Stawczynski

Ihre Vereinsgefährtin Louisa Stawczynski hat Tina Punzel zuletzt ordentlich Druck gemacht. Bei den Deutschen Meisterschaften in Aachen schnappte die 20-Jährige mit einer blendenden Vorstellung den Titel vom Einmeterbrett vor der Nase weg. Für die ehemalige Junioren-Europameisterin ist es bereits die zweite EM-Teilnahme bei den Großen. Im vergangenen Jahr in London erkämpfte sie vom Einmeterbrett schon einen guten sechsten Platz. „Unter die Top-Sechs möchte ich diesmal erneut“, hält die gebürtige Berlinerin den Ball ebenfalls flach. Boris Rozenberg traut ihr noch ein wenig mehr zu. „Ich bin zuletzt schnellkräftiger geworden“, sieht sie den Grund für ihre Leistungssteigerung.

Von Astrid Hofmann

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