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Texanerin Madison Bugg will beim Dresdner SC durchstarten

Volleyball Texanerin Madison Bugg will beim Dresdner SC durchstarten

Gerade aus den Staaten eingetroffen, bestreitet Zuspielerin Madison Bugg derzeit ihre ersten Trainingseinheiten beim Volleyball-Bundesligisten Dresdner SC. Die aus Texas stammende US-Amerikanerin richtet daneben ihre Wohnung ein und kämpft zudem mit den Tücken europäischer Autos – sie muss sich noch an ein Schaltgetriebe gewöhnen.

Madison Bugg stammt aus Texas, spielte zuletzt in der Schweiz und trainierte dann mit dem US-Team.
 

Quelle: Dietrich Flechtner

Dresden.  Zeit, durch die Stadt zu schlendern, blieb Madison Bugg in den ersten drei Tagen noch nicht. Dafür aber hat die US-amerikanische Zuspielerin, die in der kommenden Saison neben Mareen Apitz die Fäden bei den DSC-Volleyballerinnen ziehen soll, schon die ersten drei Trainingseinheiten mit ihrem neuen Team absolviert. Erst am Sonntag war der Neuzugang in Klotzsche gelandet. Allerdings nicht allein, sondern in Begleitung von Mama Robin. Sie wird ihrer Tochter bis zum kommenden Dienstag noch zur Seite stehen, sie vor allem ins Autofahren mit Gang-Schaltung einweisen. „Ich kenne nur Automatik, muss mich erst umstellen“, gesteht Madison lachend.

Auch sonst kann sie sicher viele gute Tipps von Mama Robin bekommen, schließlich war diese selbst einst ein Volleyball-Star an der University of Tennessee, startete anschließend ihre Trainerkarriere. Deshalb erübrigt sich fast die Frage, wie Madison zu dieser Sportart kam. „Ich erinnere mich an Fotos, da saß ich mit zwei Jahren im Ballkorb. Ich war ein absolutes Hallenkind“, verrät sie. Mama Robin bekannte sogar einmal, dass sie die Tochter bereits im Alter von drei Wochen mit zum Training in die Halle nahm. Später übte Madison auch unter ihren Fittichen. Übrigens ist auch die jüngere Schwester Avery beim Volleyball gelandet, spielt als Libero. Nur der zwei Jahre jüngere Bruder Logan geht „fremd“, bevorzugt Basketball.

Geboren wurde Madison in Plano/Texas, zu Hause ist die Familie seit vielen Jahren in Raleigh/North Carolina. Madison spielte von 2012 bis 2015 für die renommierte Stanford University in Kalifornien. „Ich hatte viele Videos von ihr mit dem Uni-Team gesehen und das war sehr überzeugend“, erklärt DSC-Trainer Alexander Waibl, warum seine Wahl auf die 23-Jährige fiel. „Sie ist ein Spielertyp, der zu uns passt, sowohl menschlich als auch sportlich. Madi bringt viel Leidenschaft und Emotionen aufs Feld, sie ist schnell und athletisch“, beschreibt der Coach, der die Rollenverteilung zwischen seinen beiden Regisseurinnen so definiert: „Jene, die besser ist, wird spielen. Das betrifft natürlich auch alle anderen Positionen“, stellt er klar.

Erste Europa-Erfahrungen sammelte die 1,83 m große Zuspielerin in der vergangenen Saison beim Schweizer Erstligisten Neuchatel, mit dem sie auch im europäischen Challenge-Cup auf Schwerin traf. Im Sommer trainierte die ehemalige Juniorennationalspielerin mit der US-Auswahl in Anaheim. Warum sie jetzt für zwei Jahre beim DSC unterschrieb, begründet sie so: „Ich weiß, dass die deutsche Bundesliga eine gute Liga ist, in der ich den nächsten Schritt machen und viele Erfahrungen sammeln kann. Und ich habe von vielen Spielerinnen wie Michelle Bartsch oder Kathy Slay nur Gutes über den Klub und die Stadt gehört.“ Sich selbst beschreibt Madison als „abenteuerlustig, intelligent, entspannt und ich lache gern“, fügt sie hinzu.

Der erste Eindruck bestätigt auf jeden Fall, dass sie eine aufgeschlossene, fröhliche und positive Energie ausstrahlende junge Frau ist. Über ihre ersten Auslandserfahrung in der Schweiz sagt sie: „Ich habe viel über mich selbst gelernt, unter anderem, wie man sich ohne Sprache unterhält und wie man die eigene Nervosität überwindet.“ Wenn sie vom Volleyball abspannen möchte, liest sie gern, zuletzt zum Bespiel die Biografie von Tennis-Star André Agassi. Ihre Wohnung in Dresden hat sie US-Amerikanerin schon bezogen. Demnächst sollen die eigenen vier Wände auch einige Pflanzen schmücken. Und das hat einen besonderen Grund: „Während mein Daddy einen grünen Daumen besitzt, bin ich ein Blumenvernichter, bei mir ging alles ein. Ich will ihm jetzt nacheifern“, so zumindest der gute Vorsatz.

Von Astrid Hofmann

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