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Steffi Kriegerstein, Tom Liebscher und die DSC-Volleyballerinnen vorn

Sportgala Dresden Steffi Kriegerstein, Tom Liebscher und die DSC-Volleyballerinnen vorn

Die Dresdner Sportler des Jahres 2016 wurden im Kongresszentrum geehrt – Dynamo-Trainer Uwe Neuhaus, die Schwimmer Louis Dramm, Phil Goldberg und Werner Schnabel gewinnen in den weiteren Kategorien.

Mannschaft des Jahres wurden wie ein Jahr zuvor die Volleyballerinnen des Dresdner SC.

Quelle: Jochen Leimert

Dresden. Für die Dresdner Kanuten Steffi Kriegerstein und Tom Liebscher war der Samstagabend im Dresdner Kongresszentrum ein lohnenswerter, denn die erfolgreichen Rio-Starter wurden vor knapp 1000 Gästen gleich doppelt geehrt. Durften sich die beiden Ausnahmeathleten zu Beginn der Sportgala über den Sportpreis der Landeshauptstadt für Spitzenleistungen im Jahr 2016 freuen, konnten sie später auch die Ehrung als Dresdner Sportlerin und Dresdner Sportler des Jahres 2016 entgegen nehmen. Steffi Kriegerstein setzte sich bei den Damen vor Dreispringerin Jenny Elbe und Wasserspringerin Tina Punzel (beide DSC) durch, während Olympiasieger Tom Liebscher das Rennen vor Speerwerfer Lars Hamann und Wasserspringer Sascha Klein (ebenfalls beide DSC) für sich entschied. Liebscher, der wie Kriegerstein für den Kanu-Club Dresden startet, konnte damit seinen Vorjahreserfolg wiederholen. Er widmete seine Erfolge seinem Trainer Jens Kühn. Beide hoffen auf eine erfolgreiche WM im August in Tschechien. "Wir würden uns freuen, wenn dann ein riesiger Dresdner Fanblock dabei wäre", sagte Steffi Kriegerstein.

Mannschaft des Jahres wurden wie ein Jahr zuvor die Volleyballerinnen des Dresdner SC, die 2016 in einer fantastischen Saison das Double aus Meisterschaft und Pokal gewonnen hatten. Sie ließen u.a. die Fußball-Profis von Zweitliga-Aufsteiger Dynamo Dresden und die DSC-Sportakrobaten hinter sich undkonnten sich damit ein wenig darüber hinwegtrösten, dass sie wenige Stunden zuvor in der Margon-Arena das zweite Play-off-Halbfinalspiel gegen den MTV Stuttgart denkbar knapp mit 2:3 verloren hatten. Erst auf den letzten Drücker schafften sie es auf die Bühne und erhielten dort viel Beifall. Spielführerin Myrthe Schoot war der Frust über die unglückliche Niederlage noch anzumerken: "Es ist hart, weil wir es gefühlsmäßig im Griff hatten."

Bei den Trainern konnte dafür ein Schwarz-Gelber gewinnen: Uwe Neuhaus vereinte die meisten Stimmen auf sich. Der Westfale, der kurz vor der Abfahrt seines Teams zum Auswärtsspiel in Braunschweig Torjäger Stefan Kutschke und Dauerläufer Andreas Lambertz mitgebracht hatte, hatte die SG Dynamo 2016 in einer Saison der Rekorde zum Aufstieg geführt. Vorjahressieger Alexander Waibl schaffte es überraschend nur auf Platz vier, obwohl seine DSC-Volleyballerinnen 2016 eine ihrer erfolgreichsten Spielzeiten beendeten. Neuhaus zollte den Platzierten große Wertschätzung und entschuldigte sich fast, dass der Volkssport Fußball wieder einmal weniger populäre Sportarten in den Hintergrund gedrängt hatte. Dennoch freute er sich sehr über den Aufstieg und die bisher auch fantastisch gelaufene Zweitliga-Saison: "Ich glaube, wir haben sehr viele Leute glücklich gemacht." In Braunschweig werde die Mannschaft versuchen, die Erfolgsgeschichte fortzuschreiben und mit einem Sieg das Aufstiegsrennen noch spannender zu machen. Auf die Frage von Moderator Thorsten Kutschke, was denn passiere, sollte die SGD bei der Eintracht gewinnen, antwortete Neuhaus: "Dann brennt hier alles!"

Am Sonnabend wurden im Kongresszentrum die Dresdner Sportler des Jahres 2016 geehrt. Mehr als 1000 Gäste besuchten die Veranstaltung.

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Louis Dramm vom Dresdner Delphine e.V., der gerade bei einem Wettkampf in Holland weilt, gewann in der Nachwuchswertung vor Leichtathlet Jonathan Schmidt vom DSC und Kletter-Ass Johanna Holfeld vom Sächsischen Bergsteigerbund. Bei den Sportlern mit Handicap landete Schwimmer Phil Goldberg überraschend auf Platz eins. Er bekam die meisten Stimmen vor Reiter Steffen Zeibig und Handbikerin Christiane Reppe, die bei den Paralympics Silber und Bronze bzw. sogar Gold gewonnen hatten. Goldberg war selbst überrascht, hatte nicht mit seinem Sieg, sondern einem von Reppe gerechnet: "Ich habe großen Respekt vor ihr."

Bei den Seniorensportlern setzte sich Schwimmer Werner Schnabel durch. Der 80-Jährige vom USV TU Dresden verwies Gewichtheber Harald Herberg und Wasserspringer Alexander Gorski auf die Plätze. Mehr als 5000 Dresdner hatten sich an der Umfrage von Stadtsportbund und DNN beteiligt, ihr Votum floss zu zwei Dritteln in die Wertung ein. Ein Drittel entfiel auf das Votum der Dresdner Sportredaktionen, von Stadt und Vertretern der Ostsächsischen Sparkasse, die die Gala und die Umfrage wieder großzügig unterstützten.

Jochen Leimert

Dresden Kongresszentrum 51.0587 13.731398
Dresden Kongresszentrum
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