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Sebastien Sagne sorgt für Auftakt-Sieg der Monarchs

Football Sebastien Sagne sorgt für Auftakt-Sieg der Monarchs

Knapp ein Jahr nach einer üblen Verletzung hat sich Sebastien Sagne zum Mann des Tages gekrönt. Mit vier Touchdowns in der ersten Spielhälfte, jeweils nach Pässen des neuen Quarterbacks Garrett Safron, brachte der 23-jährige Wide Receiver die „Königlichen“ am Sonnabend beim 62:17-Heimerfolg gegen Hildesheim auf die Siegerstraße.

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Sebastien Sagne war mit vier Touchdowns in Hälfte eins gegen Hildesheim der Mann des Spiels.

Quelle: Frank Dehlis

Dresden. „Solche Geschichten schreibt nur der Fußball“, heißt es ja. Der „amerikanische Fußball“ also offensichtlich auch. Da macht Sebastien Sagne knapp ein Jahr nach einer üblen Verletzung wieder sein erstes American-Football-Pflichtspiel für die Dresden Monarchs und wird gleich zum Mann des Tages. Mit vier Touchdowns in der ersten Spielhälfte, jeweils nach Pässen des neuen Quarterbacks Garrett Safron, brachte der 23-jährige Wide Receiver die „Königlichen“ am Sonnabend beim ungefährdeten 62:17-Heimerfolg gegen die Hildesheim Invaders auf die Siegerstraße.

Damit knüpfte der finnische Nationalspieler, dessen Vater aus dem westafrikanischen Senegal stammt, nahtlos an die vergangene Saison an. Damals konnte er 19 Pässe zu Touchdowns veredeln und war erfolgreichster Fänger der Monarchs. Und das, obwohl schon Ende Juli beim Spiel gegen Hamburg eine ausgekugelte Schulter für ihn das vorzeitige Saisonaus bedeutete. Eine Operation und eine lange Pause folgte und vorübergehend war unklar, ob er seine Karriere überhaupt fortsetzen kann. „Die Schulter fühlt sich super an, so als hätte ich nie eine Operation gehabt. Alles ist wieder gut“, kann Sagne nun aber Entwarnung geben.

Erst am 28. April kehrte er nach Dresden zurück. Zeit für eine ausgiebige Vorbereitung blieb da natürlich nicht. „Er kannte unsere Offense ja noch von der letzten Saison, hat sich nun schnell mit unserem neuen Quarterback zusammengefunden. Und seine Erfahrung ist auch wichtig, er hat ja schon eine Saison in der GFL gespielt“, erzählt Cheftrainer John Leijten. Die Reha nach der Schulter-OP sei gut verlaufen. „Das war ein sehr gutes Spiel von ihm“, lobt Leijten den „flinken Finnen“.

Gerade mal 25 Sekunden waren im ersten Viertel gespielt, als der erste weite Ball über die Distanz von 78 Yard von Safron auf Sagne flog. Der fing und vollendete zum ersten Touchdown. Vom anschließenden Hildesheimer Fieldgoal zum 7:3 ließen sich die Monarchs nicht beirren. Kurz vorm ersten Seitenwechsel führte erneut die Kombination Safron–Sagne zum Erfolg. Mit 14:3 endete das erste Viertel. Sagne spielte mit viel Risiko und einmal stockte den 1930 Zuschauern im Dresdner Heinz-Steyer-Stadion sogar der Atem: „Der Quarterback hat ein bisschen zu weit geworfen und da bin ich in die Werbebande gerannt. Ich bin aber lebendig wieder rausgekommen“, beschreibt Sagne die Szene, bei der er kopfüber zu Boden fiel und dabei fast in den DJ-Wagen rauschte. „Ich habe es zum Glück nicht gesehen. Als Headcoach ist man auch ein bisschen der Vati von 50 Spielern. Wenn nach so einer Aktion alles ok ist, bin ich schon erleichtert“, so Leijten.

Der nächste Versuch war dann wieder erfolgreich und die Monarchs erhöhten nach Sagnes drittem Touchdown des Tages auf 21:3. Kurz danach eroberte William James den Ball und lief damit in die Endzone. Ebenfalls im zweiten Viertel folgten sogar noch Sagnes vierter Streich und ein Touchdown von Joseph Bergeron. Der vielsagende Spielstand zur Halbzeit lautete 42:3 für die Monarchs. Im dritten Abschnitt kamen die Gäste dann zu ihrem ersten Touchdown, ehe Florian Finke aus 32 Yard ein Fieldgoal gelang. Dann kam auch der zweite „flinke Finne“ Micky Kyei zu zwei Touchdowns. Mit einem weiteren Fieldgoal erhöhte Florian Finke zum 62:10, den Schlusspunkt aber setzten die Invaders durch einen Touchdown ihres Runningbacks Reggie Bullock.

„Das war ein sehr guter Anfang“, bilanziert John Leijten, bevor es schon in zwei Wochen erneut gegen die Hildesheimer geht – dann allerdings auswärts. Das nächste Heimspiel steht am 27. Mai gegen die Berlin Adler auf dem Plan. Und danach geht es am 3. Juni schon zum Spitzenspiel bei den New Yorker Lions. Matchwinner Sebastien Sagne gibt bis dahin schon mal die Marschrichtung vor: „Wir müssen weiter hart an uns arbeiten und noch einige kleine Dinge verbessern. Dann können wir auch Braunschweig schlagen.“

Von Stefan Schramm

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