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Sami Kaartinen trainiert die Dresdner Eislöwen

Eishockey Sami Kaartinen trainiert die Dresdner Eislöwen

Als Spieler war er Publikumsliebling, doch der Finne Sami Kaartinen hat auch als Trainer besondere Qualitäten. Jetzt kehrte der Nordländer für vier Tage nach Elbflorenz zurück, um die Profis und die Talente aus Dresden mit einem speziellen Techniktraining zu überraschen.

Sami Kaartinen (hintere Reihe Vierter von rechts) wurde am Dienstagnachmittag vom Dresdner Eishockey-Nachwuchs begeistert empfangen.

Quelle: Anja Schneider

Dresden. Wenn die Cracks der Dresdner Eislöwen heute einige Muskeln schmerzhaft spüren, von denen sie gar nicht wussten, dass es sie gibt, dann wird Sami Kaartinen zufrieden schmunzeln. Nach über einem Jahr kehrte der finnische Publikumsliebling jetzt für vier Tage zurück an seine ehemalige Wirkungsstätte. Mit einem speziellen Aufwärm- und Technikprogramm brachte er seine Nachfolger am Dienstag auf dem Eis in der Energieverbund Arena mit ungewohnten Übungen ganz schön ins Schwitzen.

Seit seinem Karriereende 2015 widmet sich der 38-Jährige neben bzw. im Rahmen seines Sportstudiums im von ihm mitgegründeten Unternehmen Pro Prospect der individuellen Ausbildung von Eishockeysportlern sowohl im athletischen als auch im technischen Bereich. „Wir bieten alles an, was ein Spieler braucht und haben in unserem Team deshalb auch Ernährungsexperten und Mentaltrainer“, erläutert Kaartinen, der überzeugt ist, dass auch gestandene Profis viele Kleinigkeiten in der Technik verbessern können. Besonders aber liegt ihm die Ausbildung und Entwicklung der Nachwuchsspieler am Herzen. So ging die Initiative für diese Stippvisite in Elbflorenz besonders vom Stammverein der Eislöwen aus, der sich die Kosten mit der Profiabteilung teilt.

Nachdem die Zweitliga-Männer die anstrengende Trainingseinheit hinter sich hatten, unterrichteten Kaartinen und sein Mitstreiter Eetu Qvist die Nachwuchsteams von der U10 bis zur U16. „Je früher die Kids mit der richtigen Technikschulung beginnen, desto besser. Wichtig aber ist zugleich auch die Aus- und Weiterbildung der Trainer“, betont der Ex-Profi, der mit Pro Prospect im Sommer Camps in seiner Heimat Kouvola anbietet. „Da sind maximal zehn Cracks dabei, damit die individuelle Betreuung klappt. Jeder hat je zehn Tests auf dem Eis und dem Land zu absolvieren und die werten wir aus und richten unser Programm für die Woche danach aus“, erläutert Kaartinen, der im kommenden Sommer erstmals ein Camp für 14- bis 16-Jährige geplant hat.

Einer, der dort schon sehr gute Erfahrungen machte, ist Eislöwen-Stürmer Dominik Grafenthin. Der 22-Jährige war in diesem Sommer schon zum zweiten Mal im Camp und schwärmt: „Das hat mir unheimlich viel gebracht. Die Athletik-Übungen sind auf das Eisspezifische abgestimmt. Dazu wird alles per Video aufgenommen und anschließend analysiert. Gerade für jüngere Spieler ist das sehr wichtig, denn im täglichen Mannschaftstraining fehlt einfach die Zeit für die individuelle Arbeit. Deshalb bin ich auch froh, dass er jetzt hier ist, da kann ich das eine oder andere wieder auffrischen“, meinte Grafenthin.

Dass der Bedarf für ein solches individuelles Coaching-System vorhanden ist, zeigt sich auch daran, dass Kaartinen in dieser Saison auch schon beim Erstligisten in Bremerhaven und auch im Schweizer Biel war. „Wir bieten das weltweit an, haben sogar China schon im Blick“, so der Ex-Profi, der von 2009 bis 2015 insgesamt 302 Spiele für die Blau-Weißen absolvierte und es auf 331 Scorerpunkte brachte. „Die Jahre in Dresden waren für mich mit die schönsten überhaupt, zumal ich hier meine Frau Siru geheiratet habe und unsere Kinder Kiira und Oliver auf die Welt kamen“, sagt Kaartinen, der hinzufügt: „Wir haben uns nach zwanzig Jahren Profi-Karriere mit der Familie neu eingerichtet. Alles läuft gut und natürlich verfolge ich die Spiele der Eislöwen. Letzte Saison habe ich fast alles bei Sprade-TV geschaut“, verrät der Finne, dessen Trikot mit der Nummer 10 seit letztem Jahr unterm Hallendach hängt. Und weil er sich in Elbflorenz noch immer heimisch fühlt, will er irgendwann auch wieder einmal mit der ganzen Familie zu Besuch kommen.

Von Astrid Hofmann

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