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Pucks statt Bälle im Dresdner Stadion

Historisches Winter Derby Pucks statt Bälle im Dresdner Stadion

In wenigen Tagen verwandelte sich das Fußball-Stadion von Drittliga-Spitzenreiter Dynamo Dresden in eine Eisarena. Denn an diesem Samstag fliegen Pucks statt Bälle. Beim Derby zwischen den Dresdner Eislöwen und den Lausitzer Füchsen treffen erstmals zwei DEL2-Teams unter freiem Himmel aufeinander.

Quelle: dpa

Dresden. In wenigen Tagen verwandelte sich das Fußball-Stadion von Drittliga-Spitzenreiter Dynamo Dresden in eine Eisarena. Denn an diesem Samstag fliegen Pucks statt Bälle. Beim Derby zwischen den Dresdner Eislöwen und den Lausitzer Füchsen treffen erstmals zwei Eishockey-Teams der 2. Bundesliga unter freiem Himmel aufeinander. Nachdem die DEL bereits 2013 in Nürnberg und 2015 in Düsseldorf zwei Winter-Games organisierte und dabei je über 50 000 Zuschauer in die Stadien lockte, soll ein solches Event jetzt auch in der zweithöchsten deutschen Spielklasse etabliert werden.

„Es ist an der Zeit, dass auch wir solche Projekte in die Hand nehmen. Wir wollen mit dieser Event-Serie den Eishockeysport an besonderen Plätzen zelebrieren und damit überregional weiter nach vorn bringen“, erklärte DEL2-Geschäftsführer René Rudorisch. Für die Austragung mussten die Verantwortlichen der Eislöwen umfangreiche Bewerbungsunterlagen einreichen, überzeugten mit ihrem Konzept und bekamen den Zuschlag.

„Der Standort steht für Tradition und Leidenschaft, die auch in schwierigen Zeiten immer Bestand hatten. Gerade was die Strahlkraft für den Eishockeysport im östlichen Teil unseres Landes angeht, ist Dresden der richtige Ort für diese Premiere“, betonte Rudorisch, der in dieser Woche die Aufbauarbeiten im Stadion begutachtete: „Ich bin sicher, wir erleben ein Highlight.“ Davon ist auch Eislöwen-Stürmer Steven Rupprich überzeugt, der 2013 mit den Nürnberg Ice Tigers bereits ein Winter-Game erlebte: „Schon beim Einlaufen ins Stadion wird der Adrenalinspiegel steigen.“

Für das Event im Dynamo-Stadion rollten seit 22. Dezember 22 Sattelzüge, beladen mit über 300 Kubikmeter Sand für den Unterbau und vielen Tonnen Material an. Insgesamt 90 Kilometer Rohre wurden verlegt, damit 20 000 Liter Wasser gefrieren können und eine bis zu elf Zentimeter dicke Eisfläche entsteht. Dazu wurden 165 Meter Bande installiert. Drei Stromgeneratoren und zwei Eismaschinen sind im Einsatz.

Die Eislöwen, die für die Organisation extra eine eigene GmbH gegründet haben, planen mit Kosten von rund 600 000 Euro. Darin enthalten sind jeweils fünfstellige Beträge, die sie an die DEL2 als Gebühr und an den Spielpartner in Weißwasser entrichten müssen. „Wir gehen davon aus, dass wir schwarze Zahlen schreiben“, erklärte Eislöwen-Geschäftsführer Volker Schnabel, der mit 32 000 Fans rechnet.

Besondere Brisanz erhält das Derby durch die Trainer-Wechsel. So löste der durch manche Skandale aufgefallene Bill Stewart nach sieben Jahren den Dresdner Coach Thomas Popiesch ab. In Weißwasser übernahm fast zeitgleich nach der ebenfalls knapp siebenjährigen Ära von Dirk Rohrbach Stewarts kanadischer Landsmann Paul Gardner das Zepter. Pikant: Gardner hatte im Dezember 2008 Stewart, der 2001 mit den Adler Mannheim deutscher Meister geworden war, als Chefcoach der Hamburg Freezers beerbt.

Auf viele bekannte Gesichter können sich die Fans auch im Rahmenprogramm beim „Spiel der Legenden“ zwischen ehemaligen Nationalspielern der DDR und der BRD freuen. So schnürt unter anderen der Präsident des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB), Franz Reindl, die Schlittschuhe.

dpa

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