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Poté legt sich fest: Ich bleibe bei Dynamo Dresden

Poté legt sich fest: Ich bleibe bei Dynamo Dresden

Seine Bewegungen sind wieder flüssig, im entscheidenden Moment explosiv. Seine Ausstrahlung ist positiv und voller Selbstvertrauen. Verflogen sind die Momente des Zweifelns, verflogen die des Haderns.

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Bleibt ein Dresdner: Mickael Poté.

Quelle: F. Dehlis

Mit drei Toren in zwei Testspielen hat Dynamo-Kapitän Mickael Poté in Österreich unter Beweis gestellt, dass er sich nach seiner schweren Verletzung im März auf einem guten Weg befindet. Dass er diesen auch in Zukunft bei Dynamo fortsetzt, steht nun endgültig fest. "Ich habe mich entschieden, in Dresden zu bleiben. Ich habe einige Angebote abgelehnt und konzentriere mich nun voll und ganz auf mein Punktspiel-Comeback und die neue Saison", sagt der Franzose. So weit der Trainer es zulässt, ist die gemeinsame Zukunft des "Traum-Duos" Poté und Zlatko Dedic also gesichert. "Ich fühle mich hier mit meiner Familie einfach unheimlich wohl. Mein Sohn Kaïs kommt im August auf die Internationale Schule, wo bereits meine Tochter Daniya lernt", erklärt der 28-Jährige weiter. Zudem wird der Fünfjährige am diesem Sommer in einer Mannschaft der Soccerarena selbst die Töppen schnüren.

Schwere Monate liegen hinter dem Nationalstürmer des Benin. Am 18. März geriet er im Spiel gegen den 1. FC Köln erst in einen Pressschlag mit Stürmer Stefan Maierhofer, danach stand er noch einmal auf und schoss in Richtung Tor. Dabei zog er sich einen knöchernen Ausriss des Innenbandes im rechten Knie zu. Auf Krücken hievte er sich mit versteinerter Miene in der Halbzeit in den Krankenwagen, nur wenig später kam die niederschmetternde Diagnose. Es folgte eine Operation in Augsburg und eine monatelange Rehabilitation. "Ich habe erst sehr viel mit Physiotherapeut Tobias Lange, dann mit Christian Canestrini gearbeitet. Die Anfangsphase war extrem schwer, ich konnte mich nicht einmal alleine anziehen oder waschen, meine Frau musste mir bei allem helfen", erinnert er sich.

Während andere ihren Urlaub in der Sonne genossen, joggte der Stürmer schon wieder durch den Großen Garten, machte erste Versuche am Ball. Der ohnehin schon demütige Mensch Mickael Poté lernte während seiner Verletzung eine weitere Lektion: "Als ich nicht trainieren konnte, auf Krücken zum Spiel musste, der Mannschaft nicht helfen konnte. Da wurde mir klar, was es für ein Geschenk ist, jeden Tag auf dem Platz stehen zu dürfen, überhaupt Fußballer sein zu können", schätzt er sein Glück heute noch höher als vorher.

Momentan fühlt er sich nach der intensiven Arbeit in der Reha und der Vorbereitung körperlich besser denn je. Der angefachte Konkurrenzkampf mit vier anderen Stürmern (Aoudia schon eingerechnet) stört den Franzosen nicht. "Es ist gut so, mit Druck entwickeln wir uns alle weiter", sagt er. Ob er mit Zlatko Dedic auflaufen wird, entscheidet natürlich der Trainer, doch Poté weiß, "dass wir schon über Automatismen verfügen. Aber nicht jede Saison ist gleich, deswegen sollte man keine Wunderdinge von uns erwarten."

Ausgerechnet gegen Köln wird er nun wohl sein Comeback in der 2. Liga geben. Der Kreis schließt sich.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 12.07.2013

Tina Hofmann

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