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Pechvogel Filip Trojan hofft bei Dynamo Dresden auf neue Chance

Pechvogel Filip Trojan hofft bei Dynamo Dresden auf neue Chance

"Ich weiß gar nicht mehr, wann ich das letzte Mal gespielt habe", scherzt Filip Trojan. Einen Monat ist es zwar erst her, dass er bei Dynamos 0:3 gegen den FSV Frankfurt eine Halbzeit lang auf dem Platz stand, aber das kommt ihm wie eine Ewigkeit vor.

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Filip Trojan hat unter Anleitung von Athletiktrainer Christian Canestrini ein hartes Rehabilitationsprogramm absolviert und fühlt sich wieder richtig fit.

Quelle: Lutz Hentschel

Seit Donnerstag vergangener Woche steht der 30-Jährige nun wieder voll im Mannschaftstraining und er kann seinen fünften Pflichtspieleinsatz in dieser Saison kaum erwarten. "Ich freue mich auf Sonntag und hoffe, dass mich der Trainer braucht", sagte der Tscheche mit Blick auf das anstehende Heimspiel gegen den SC Paderborn.

Gegen die gleichfalls im Tabellenkeller steckenden Ostwestfalen möchte er der Mannschaft helfen, im achten Anlauf endlich den ersten "Dreier" der Saison einzufahren. Er sei bereit, fühle sich so gut wie seit Beginn der Saisonvorbereitung nicht mehr. "Ich habe zwei Wochen gut mit Christian Canestrini gearbeitet. Vielleicht war das für mich sogar wichtiger als alles andere", meint Trojan. Im Sommer kam er etwas schwer in Tritt, mit seinem Zaubertor beim 4:0 im Flutspiel gegen den Hamburger SV schien der Bann dann gebrochen. Ein Irrtum - wie die gesamte Mannschaft rutschte der Linksaußen in ein Leistungsloch. Am 18. August gegen Frankfurt erwischte ihn dann das Verletzungspech: "Ich habe einen Schlag auf den Fuß bekommen. Das war eigent- lich nicht schlimm. Ich habe danach normal trainiert, am Donnerstagabend nach dem Spiel aber wieder was gemerkt. Am Freitag konnte ich nicht mehr laufen."

Aus einer Prellung wurde eine Entzündung an einer Sehne am großen Zeh, "eine Woche konnte ich keinen Fußballschuh anziehen, weil das immer weh getan hat", blickt Trojan ungern zurück. "Dann wurde ich auch noch krank, bekam eine Grippe. Da kam viel zusammen. Ich bin so froh, dass das alles jetzt vorbei ist. Mir geht es so gut, als ob nichts gewesen wäre."

In den kommenden Tagen will sich der Pechvogel beim neuen Trainer Olaf Janßen weiter als Alternative für den Offensiv-Verbund anbieten. Unter dem Nachfolger von Ex-Coach Peter Pacult habe sich einiges gewandelt, so Trojan. Janßen habe sich bei ihm nach seinem Befinden erkundigt und nicht nur deshalb einen guten ersten Eindruck hinterlassen: "Er ist anders als die Trainer vorher. Er redet viel mit uns, fragt viel. Das ist ganz nett. Es tut allen Spielern gut, wenn sie gefragt werden und wenn man viel mit ihnen kommuniziert." Das übertrage sich auf die Mannschaft, glaubt Trojan: "Man merkt auf dem Platz, dass wir mehr miteinander reden."

Das 1:1 in Düsseldorf schaute er sich von zu Hause aus mit der Familie an, "obwohl ich Fußballgucken vorm Fernseher eigentlich gar nicht mag - wenn ich selber nicht spielen kann, ist das schlimm". Er sei immer froh, wenn das Spiel dann vorbei ist, "weil ich klatschnass bin und lieber gern geholfen hätte". Schon deshalb könne er sich derzeit schwer vorstellen, später einmal als Trainer zu arbeiten. Mitgefiebert hat er auch am vergangenen Sonntag und sich über den verdienten 1:1-Ausgleich durch Tobias Müller gefreut. "Man hat schon gesehen, dass vieles in die richtige Richtung geht", so sein Fazit.

Trojan hofft, dass Dynamo nun die nächste Hürde nimmt und die Fans versöhnt: "Paderborn ist ein schwerer Gegner, aber wir spielen zu Hause und haben das letzte Mal 2:1 gewonnen, als es auch um sehr viel ging." Nur zu gern würde er am Sonntag seinem Kumpel und Ex-Mitspieler Pavel Fort, der beim letzten Duell mit Paderborn noch dabei war, per Telefon einen Erfolg melden. Der Stürmer spielt seit Sommer bei Slovan Bratislava, das in der slowakischen Eliteliga die Tabelle anführt. Nach fünf Saisontoren und zwei Vorlagen in acht Spielen "ist Pavel gut drauf", weiß Trojan und hofft, dass es auch bei ihm und Dynamo Stück für Stück wieder bergauf geht.

Torhüter Benjamin Kirsten weilt zu einer Routine-Untersuchung in der Schweiz und wird heute zurück erwartet.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 18.09.2013

Jochen Leimert

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