Volltextsuche über das Angebot:

28 ° / 14 ° Regenschauer

Navigation:
Google+
Nur Kampf und Krampf: Dynamo Dresden bleibt Tabellenletzter

Nur Kampf und Krampf: Dynamo Dresden bleibt Tabellenletzter

Wer auch immer heute Abend bei einer großen Gremiensitzung den vakanten Job des Dynamo-Cheftrainers angetragen bekommt, der ist nicht zu beneiden. Der neue Mann muss ein Arbeitstier mit starken Nerven, hoher Motivation und neuen Ideen sein, um den verunsicherten Tabellenletzten aus der Krise zu führen.

Voriger Artikel
DFB-Pokal der Frauen_ Fortuna Dresden-Rähnitz trotz 0:4 "riesig präsent"
Nächster Artikel
Trainerfrage bei Dynamo Dresden fast gelöst: Gremien beraten am Abend über neuen Coach

Der Ingolstädter Torhüter André Weis (r.) pariert einen Kopfball von Mohamed Amine Aoudia (2.v.l.). Dynamos Adnan Mravac und die Ingolstädter Feldspieler Danny da Costa, Marvin Matip und Alfredo Morales schauen zu.

Quelle: Thomas Eisenhuth, dpa

Denn auch nach dem 6. Spieltag sind die Schwarz-Gelben weiter ohne Sieg. Das 1:1 (1:1)-Unentschieden gegen den FC Ingolstadt machte auch wenig Hoffnung, dass die Rote Laterne im Glückgas-Stadion schon bald verlischt.

"Einen Punkt zu holen, ist sicher besser als gar nix, aber natürlich wollten wir mehr", klagte Romain Brégerie nach dem Abpfiff von Schiedsrichter Harm Osmers aus Hannover. Sebastian Schuppan meinte enttäuscht: "Wir haben Chancen, es ist nicht hoffnungslos, aber es war natürlich ein wichtiges Spiel, in dem wir drei Punkte benötigt hätten."

Wieder einmal boten die Schwarz-Gelben vor 22 674 Zuschauern (Saison-Minusrekord) aber über weite Strecken nur Kampf und Krampf, ihre wenigen guten Chancen konnten sie bis auf eine nicht nutzen. Von Beginn an präsentierten sich die Dresdner anfällig in der Abwehr: Torhüter Benjamin Kirsten, der wieder den Vorzug vor Nico Pellatz erhalten hatte, musste schon in der 5. Minute gegen Ingolstadts langen Sturmtank Philipp Hofmann retten. Hofmann war es auch, der in der 11. Minute einen Abwehrfehler der Dresdner zum 1:0 für die Oberbayern nutzte: Romain Brégerie hatte ihm unfreiwillig einen Kopfball zugespielt, der blonde Angreifer aus 24 Metern abgezogen. Die Kugel schlug im langen Eck ein, Kirsten streckte sich vergebens.

Ein Auftakt nach Maß für die Gäste, die zuvor in der 7. Minute zweimal richtig Schwein gehabt hatten, denn Sebastian Schuppan (Kopfball) und Anthony Losilla (Fernschuss) waren jeweils an André Weis gescheitert, der den gerade Vater werdenden Ingolstädter Stammkeeper Ramazan Öczan glänzend vertrat.

Immerhin ließ sich Dynamo vom wiederholten Missgeschick nicht umwerfen und verzweifelte nicht. "Die Einstellung der Mannschaft hat gestimmt", war Menze mit der kämpferischen Vorstellung seiner Mannen vor der Pause zufrieden. Sie rannten auch, was das Zeug hielt und kamen in der 24. Minute auch zum verdienten Ausgleich: Robert Koch setzte sich auf der linken Seite, wo er für den verletzten Tobias Kempe aufgelaufen war, mit einem Haken schön durch und flankte in die Mitte, wo Christoph Menz in seiner besten Szene mit dem rechten Fuß das 1:1 gelang. Sonst war von Menz wenig zu sehen, eine Dauerlösung auf dem rechten Flügel wird er ganz sicher nicht.

Viel mehr als den Ausgleich brachten die Gastgeber aber nicht zustande, weil ihnen einfach die Ballsicherheit fehlte. Kombinationen sahen die Fans kaum einmal, die beweglichen Ingolstädter gingen früh drauf und fingen viele Pässe ab. Und in der Hintermannschaft blieb der Tabellenletzte weiter wacklig. Gleich zweimal musste Kirsten im Gewühl gegen Tamas Hajnal klären, als seine Vorderleute den Ball nicht aus der Gefahrenzone bekamen.

Mohamed Amine Aoudia hätte dennoch das Ergebnis noch vor der Pause freundlicher gestalten können, doch erst ging sein Kopfball nach Zuspiel Kochs vorbei, dann wehrte Roger einen weiteren ab (45., 45.+1). Wieder ging es ohne das erhoffte Erfolgserlebnis in die Kabine.

Nach dem Seitenwechsel kehrte Langeweile ein. Der glücklose Zlatko Dedic bekam in der 59. Minute den Ball nach einem Fiel-Freistoß im Strafraum nicht unter Kontrolle, während Kirsten gegen Andreas Buchner (61.) und Hofmann (63.) klären musste. Dynamo fand kaum noch Anspielstationen, das Spiel der Dresdner war viel zu statisch. Es fehlte an Bewegung und Mut zum Risiko. "Etwas verflacht", beschrieb Menze das Spiel seiner Truppe in dieser Phase. Das war noch vornehm ausgedrückt. Nur einen Geistesblitz gab es noch, der zum Sieg hätte führen können: Brégerie spielte Losilla toll in den Lauf, doch der blieb am guten Weis hängen (83.).

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 02.09.2013

Jochen Leimert

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Regionalsport
  • Semperopernball
    Semperopernball

    Alle Infos, alle Highlights, die schönsten Bilder - der Semperopernball in Dresden. mehr

  • 13. Februar

    Ob Gedenken, Täterspuren oder Menschenkette: Alle Infos finden sie in unserem Special zum 13. Februar in Dresden mehr