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Neuzugang Marco Hartmann freut sich auf das Abenteuer Dynamo Dresden

Neuzugang Marco Hartmann freut sich auf das Abenteuer Dynamo Dresden

Sieben Jahre lang spielte er beim Halleschen FC, heute beginnt für den gebürtigen Thüringer Marco Hartmann eine neue Ära: Der defensive Mittelfeldspieler hat seinen ersten Arbeitstag bei Dynamo Dresden.

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Sein Lehramtsstudium hat Marco Hartmann beendet, jetzt will er sich nach sieben Jahren in Halle bei Dynamo durchbeißen.

Quelle: WORBSER-Sportfotografie

Vorab telefonierten díe DNN mit dem 25-Jährigen.

Frage: Sind Sie schon in Dresden, haben Sie schon eine Bleibe gefunden?

Marco Hartmann: Ich bin gestern angereist. Ich wohne erst einmal in einer Übergangswohnung, die der Verein organisiert hat, weil ich meine erst Mitte Juli bekomme.

Heute ist Trainingsauftakt bei Peter Pacult. Was erwarten Sie denn vom Abenteuer Dynamo?

Ich freue mich riesig auf etwas Neues, etwas Anderes. Nach sieben Jahren in einem Verein kehrt eine gewisse Routine ein, da will man etwas Neues erleben. Die Zweite Liga ist ein andere Maßstab für mich, ich will mich auch da durchsetzen.

Mitspieler und Trainer mit Dynamo-Erfahrung hatten Sie in Halle einige. Haben sie Ihnen zugeraten?

Alle waren sehr angetan, haben mir zum Wechsel gratuliert. Sowohl Trai-ner Sven Köhler als auch Maik Wagefeld haben mir gesagt, dass es der richtige Schritt und Dynamo ein Top-Verein ist.

Sie haben früh auch für die Dritte Liga unterschrieben. Waren Sie so sicher, dass Dynamo die Zweite Liga hält?

Zum einen war ich mir sicher, dass Dynamo drin bleibt. Als ich unterschrieben habe, sah es auch noch besser aus als am Saisonende. Zum anderen hätte ich auch kein Problem damit gehabt, für Dynamo in der Dritten Liga zu spielen. Ich komme zwar aus der Dritten Liga, doch Dynamo wäre für mich auch da ein Schritt nach vorn gewesen.

Wie erging es Ihnen während der Relegation?

Das Heimspiel habe ich live im Stadion verfolgt. Das war schon hart, da hängt ja für einen selbst etwas dran. Es war wirklich nicht einfach, ich habe mir noch etwas Verstärkung gesucht, ein paar Freunde mitgenommen. Das war Nervenkitzel pur - mit einem guten Ausgang.

Hatten Sie schon Kontakt mit dem Trainer?

Ja, ich habe mit ihm telefoniert. Ich hatte während der letzten Wochen auch regelmäßig Kontakt zu Christian Canestrini. Wir haben uns abgestimmt.

Wie schwer waren denn die Hausaufgaben, das Tandem Pacult/Canestrini ist ja für seine Vorbereitung berühmt-berüchtigt?

Das war alles im Rahmen. Ich denke, dass kann man problemlos durchstehen.

In 30 Spielen haben Sie in der vergangenen Saison vier Tore geschossen. Sind Sie ein guter Schütze aus der zweiten Reihe? Oder wie haben Sie die Tore gemacht?

Meist bei Standards beim Einlaufen - mit dem Kopf, aber auch mit dem Fuß. Aus der zweiten Reihe eher nicht, das ist eine Sache, an der ich arbeiten kann und muss.

Welcher ist Ihr stärkerer Fuß?

Der rechte.

Auf welchen Positionen haben Sie außerdem Erfahrungen gesammelt?

Ich habe im Männerbereich anfangs Linksverteidiger gespielt, bin in der Jugend aber Innenverteidiger gewesen. Im Männerbereich bin ich später auf die Sechs gerutscht, da habe ich die letzten Jahre gespielt.

Sie haben nebenher auf Lehramt studiert - welche Fächer und wie weit sind Sie?

Mit Mathematik und Sport für das Gymnasium bin ich fertig. Nächsten Donnerstag müsste ich das Zeugnis bekommen.

Wie haben Sie die Doppelbelastung gemeistert?

Ich hatte zu Beginn meiner Männerlaufbahn viele kleinere Verletzungen, da konnte ich mein Studium vorantreiben. Als ich Stammspieler in Halle wurde, waren nur noch Reste des Studiums zu bewältigen, die ich dann auch ein bisschen gestreckt habe. So konnte ich das in Ruhe zu Ende bringen. Im Frühjahr hatte ich meine Prüfung, jetzt ist alles vorbei.

Hatten Sie früher schon Berührungspunkte mit Dynamo?

Ich komme ja aus dem Osten, da ist der Verein ein Begriff - auch wenn Leinefelde kein klassisches Dynamo-Gebiet ist. Ich habe in der B-Jugend auch mal gegen Dynamo gespielt, das war noch in Mühlhausen.

Dynamo beginnt die Saisonvorbereitung heute 11 Uhr mit einer Laufeinheit im Steyer-Stadion, am Nachmittag wird Cheftrainer Peter Pacult mit einem Laktattest den Fitnesszustand seiner Schützlinge überprüfen.

22 Profis inklusive der Rückkehrer Toni Leistner (Hallescher FC) und Cüneyt Köz (Münster) werden anwesend sein. Fehlen werden neben Zlatko Dedic die U19-Spieler Paul Milde, Franz Pfanne und Marvin Stefaniak, die sich auf die Aufstiegsspiele zur Junioren-Bundesliga gegen Eintracht Braunschweig vorbereiten.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 20.06.2013

Interview: Jochen Leimert

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