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Nenad Josipovic will bis Monatsende Klarheit über den Titans-Kader

Basketball Nenad Josipovic will bis Monatsende Klarheit über den Titans-Kader

Mit ihrem neuen Trainer starten die Titans Anfang August in die Vorbereitung auf die neue Spielzeit der Pro B. Nenad Josipovic möchte aber schon bis Ende Juni wissen, wer in seiner Mannschaft spielt. Wenn er das Training aufnimmt, sollen auch alle Medizinchecks abgeschlossen sein. Nichts und niemand soll die Vorbereitung mehr stören.

Der neue Cheftrainer Nenad Josipovic will mit den Dresden Titans wieder Siege einfahren.

Quelle: imago

Dresden. Das Training nimmt die Mannschaft zwar erst am 7. August auf, doch der neue Titans-Trainer Nenad Josipovic möchte frühzeitig wissen, wer dann in der Margon-Arena auftaucht. „Ich hoffe, dass wir den Kader bis Ende des Monats beisammen haben“, sagt der 54-Jährige. Spielerverpflichtungen auf den letzten Drücker sind seine Sache nicht – er möchte schnell Klarheit haben, wer im August zum zwölf Mann umfassenden Spielerkreis zählt: „Ich kann dann im Juli besser schlafen und auch der Verein kann sich in anderen Bereichen auf die Saison vorbereiten.“

Wenn Josipovic mit dem Training beginnt, dann sollen alle medizinischen Tests abgeschlossen sein: „Ich möchte keine Unterbrechungen mehr, wenn die Saisonvorbereitung losgeht.“ Und die wird sicher kein Zuckerschlecken, denn der neue Übungsleiter beschreibt sich selbst als Trainer der alten Schule, der unbedingt ein engagiertes Defensivverhalten sehen möchte. „Wer nicht gut verteidigt, der hat bei mir einen Platz auf der Bank“, stellt der Kroate klar. Ohne harte Arbeit könne man keinen Erfolg haben, meint er. Das gelte für die Spieler genauso wie für ihn selbst.

Basketball bestimmt Josipovics Leben seit 1977: „Da bin ich in meiner Heimatstadt Split in eine Basketball-Halle gekommen und da bin ich heute immer noch – nur die Stadt ändert sich ab und zu. Ich war immer nur Spieler oder Trainer – nie Manager oder so etwas.“ Der frühere U16-, U18- und U20-Nationalspieler, der als Point Guard, Shooting Guard oder Small Forward aktiv war, wechselte mit 28 Jahren in den Trainerberuf und kam 1999 nach Deutschland, wo er beim Oldenburger TB als Jugendtrainer und Assistenzcoach in der Bundesliga Arbeit fand. 2002 war er bei den mittlerweile in EWE Baskets umbenannten Oldenburgern zeitweise Cheftrainer, ehe er wieder im Nachwuchs tätig wurde. 2005 übernahm er den Zweitligisten Bremen Roosters und rettete den Verein vorm Abstieg. Ab der Saison 2007/08 war er Trainer bei der BG Karlsruhe, die damals in der Pro A spielte. Seit dieser Zeit kennt er den heutigen Titans-Geschäftsführer Peter Krautwald, der damals als sein Co-Trainer fungierte. Nach Stationen bei den Saar-Pfalz Braves, erneut im Nachwuchs von Karlsruhe und als Trainer bei der „Zweiten“ des Bürgerfelder TB kam er im Januar 2014 zum dritten Mal nach Karlsruhe, wo er erst als Assistent und in der Saison 2015/16 auch wieder als Cheftrainer der BG tätig war. Bis Oktober 2016 arbeitete er dort, ehe sich der Pro-B-Vertreter von ihm trennte.

In Dresden möchte Josipovic nun wieder Erfolge feiern. „Der Verein braucht Siege, die Zuschauer brauchen Siege und ich auch“, sagt er und kann es noch immer kaum fassen, dass zum Ende der letzten Saison über 2700 Zuschauer zum Spiel gegen Chemnitz kamen. „Nach einer Saison mit nur zwei Siegen ist das unglaublich“, findet er. Die Zuschauer und die Halle in Dresden seien ein großes Plus, das Potenzial für höherklassigen Basketball sei gegeben: „Das war in Karlsruhe anders, da gab es keine Halle.“

Ende Juli wird der in Oldenburg ansässige Coach nach Dresden kommen und hier eine kleine Wohnung beziehen. Seine Frau bleibt in Niedersachsen: „Das ist zwar nicht so gut, aber mal sehen, was die Zukunft bringt.“ Einen Co-Trainer will er auch nicht mitbringen: „Ich hoffe, dass Dainius Pleta weitermacht. Wir hatten sehr gute Gespräche. Er steht hinter meiner Idee. Die Wahrscheinlichkeit ist sehr groß, dass er bleibt. Ich habe mich für ihn entschieden, jetzt muss er sich auch entscheiden.“

Das U16-Team der Titans ist zurück in der Jugend-Bundesliga. Das Team von Trainer René Naumann qualifizierte sich am vergangen Wochenende direkt für die JBBL.

Von Jochen Leimert

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