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Max von der Wippel sagt den Titans ade

Basketball Max von der Wippel sagt den Titans ade

Jahrelang hat Max von der Wippel für die Titans gespielt, jetzt wechselt er nach Coburg. Leicht fällt ihm der Umzug nicht: „Es war keine Entscheidung gegen Dresden, sondern die Chance eines neuen Kapitels“, betont der Center, der im letzten Spieljahr in 27 Ligapartien durchschnittlich 2,7 Punkte sowie 2,1 Rebounds erzielen konnte.

Max von der Wippel (r.) bei einem Spiel der Titans gegen den Mitteldeutschen BC.

Quelle: Archiv/soccerfoto

Dresden. Zwei Wochen lang hat er sich mit seiner Freundin Sarah auf Teneriffa erholt, für ein paar Tage geht es nun noch auf Städtetour durch Deutschland, dann steht für Basketballer Max von der Wippel ein Umzug an. Mitte Juli packt er nach fünf Jahren in Dresden seine Sachen und macht sich auf ins fränkische Coburg. In der 40 000-Einwohner-Stadt unterhalb der berühmten Veste wird der Center künftig für den BBC Coburg in der Pro B spielen.

Die Titans hätten ihren dienstältesten Spieler gern behalten, doch der will jetzt mit 23 mal etwas Neues ausprobieren. „Die letzten beiden Jahre waren nicht so ideal für mich. Ich freue mich auf ein neues Konzept, neue Trainer und neue Leute“, sagt der Bankkaufmann, der anders als in Dresden künftig als Vollprofi Basketball spielen kann. Einen höheren Trainingsumfang erwartet der gebürtige Leipziger in Franken zwar nicht, doch er ist froh, demnächst mehr Zeit für die Regeneration zu haben, weil er nicht mehr täglich zum Dienst bei der Ostsächsischen Sparkasse antreten muss. „Ich bin gespannt, wie sich mein Körper weiterentwickelt, wenn ich mehr Zeit habe, mich zu erholen und mehr auf meine Ernährung zu achten“, sagt der 2,06 Meter große Athlet. In Coburg erhofft sich von der Wippel mehr Einsatzzeit und „eine größere Rolle“ als im letzten Jahr, wo er hinter Robert Sturner oder Jervon Pressley nur zweite oder dritte Wahl war. Rückblickend sagt er: „Vielleicht kam das Jahr in der Pro A zu früh für mich.“ Trotz der negativen Erfahrung, in der zweithöchsten Spielklasse mit den Titans nur zwei Spiele gewonnen zu haben, glaubt er dennoch, etwas Positives aus diesem schwierigen Jahr mitnehmen zu können: „Es gibt dir mentale Stärke, wenn du immer wieder versuchen musst, dich zu pushen. Außerdem weiß ich jetzt, wie physisch und schnell das Spiel in dieser Liga ist.“

In die Pro A zurückzukehren, das ist sein Ziel – und in Coburg gibt es einen Plan, nach dem Aufstieg in die Pro B in den kommenden Jahren auch noch eine Etage höher zu klettern. Die Bedingungen seien dort sehr gut, so von der Wippel. Nur ein Beispiel: Die 2011 eingeweihte HUK-Coburg-Arena bietet 3500 Plätze.

Leicht fällt dem Sachsen der Abschied aus Dresden aber keineswegs. Die Lebensqualität in der Stadt sei hoch, die Sparkasse habe ihn sehr unterstützt und auch viele Mannschaftskameraden und die Anhänger werde er vermissen: „Die Chemie im Team war unter uns deutschen Spielern schon sehr gut. Bei den Fans hatte ich auch ein gutes Standing, die Wertschätzung war immer da.“ Dennoch wolle er sich mal in ungewohnter Umgebung neu beweisen, nicht mehr einer der alteingesessenen Spieler sein, um den Jahr für Jahr ein neues Team aufgebaut wird. Dass die Coburger schon mehrfach bei ihm anfragten, habe auch seine Entscheidung auch beeinflusst.

Dass seine Freundin in Coburg auch eine Stelle als tiermedizinische Fachangestellte in Aussicht hat, das rundet den Wechsel für den Basketballer ab. Schon jetzt freut sich Max von der Wippel aber auf den Tag, wenn er gegen seinen alten Verein spielen darf. Momentan sieht es so aus, als ob der Pro-A-Absteiger in die Südstaffel der Pro B eingereiht wird.

Von Jochen Leimert

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