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Marktwert-Analyse bei Dynamo Dresden: Potés Aktien steigen, Eilhoffs Kurs stürzt ab

Marktwert-Analyse bei Dynamo Dresden: Potés Aktien steigen, Eilhoffs Kurs stürzt ab

Was ist ein Spieler wert? Was bringt oder kostet er, wenn er aus einem laufenden Vertrag ver- oder herausgekauft wird? Fragen, die Manager und Trainer täglich beschäftigen, wenn eine neue Saison vorbereitet wird.

Dresden . Dresden (DNN). Was ist ein Spieler wert? Was bringt oder kostet er, wenn er aus einem laufenden Vertrag ver- oder herausgekauft wird? Fragen, die Manager und Trainer täglich beschäftigen, wenn eine neue Saison vorbereitet wird. Viele Faktoren fließen in die Bewertung eines Spielers ein: neben den Leistungsdaten u.a. Alter, Vertragsdauer, Verletzungsanfälligkeit, Flexibilität oder Werbewirksamkeit. Deutsche Spieler sind auf dem deutschen Markt oftmals teurer, weil sich viele Fans leichter mit ihnen identifizieren. Torjäger kosten oft mehr als Verteidiger, weil sie mehr für Spektakel stehen. Seit 2002 erarbeitet das Hamburger Internet-Portal www.transfermarkt.de mit seinen Usern Marktwerte in- und ausländischer Profis. In dieser Woche wurden sie wieder einmal aktualisiert.

Spitzenreiter weltweit ist der Argentinier Lionel Messi vom FC Barcelona mit einem geschätzten Marktwert von 100 Millionen Euro, gefolgt von Portugals Nationalmannschaftskapitän Cristiano Ronaldo (Real Madrid) mit 90 Millionen Euro. Andres Iniesta (FC Barcelona) und Wayne Rooney (Manchester United) teilen sich Rang drei (jeweils 65 Millionen Euro). Als bester Deutscher wird derzeit Mario Gomez vom FC Bayern mit 42 Millionen Euro auf Rang zehn geführt. Summen, bei denen jedem Fan schwindlig wird.

Weit entfernt von diesen Regionen werden jene Spieler gehandelt, die in der 2. Bundesliga Dienst tun. Teuerster Zweitliga-Profi in Deutschland war am 24. Juni 2012 Pirmin Schwegler vom Erstliga-Aufsteiger Eintracht Frankfurt mit einem Marktwert von fünf Millionen Euro vor Kevin Volland (1860 München) und Sebastian Jung (Eintracht Frankfurt), die mit je 3,5 Millionen eingestuft werden.

Immerhin fünf Profis, die noch bis Ende dieses Monats offiziell beim Tabellenneunten Dynamo Dresden unter Vertrag stehen, können auf einen sechsstelligen Marktwert verweisen: Die Stürmer Mickael Poté und Zlatko Dedic, Mittelfeldspieler Filip Trojan sowie die Innenverteidiger Romain Brégerie und Vujadin Savic kommen jeweils auf eine Million Euro. Der bei OGC Nizza chancenlose und nach Le Mans verliehene Poté machte im Jahresvergleich von den fünf Topleuten den größten Sprung und verbesserte sich um 400 000 Euro. Das sind satte 67 Prozent.

Auch für Wolfgang Hesl hat sich der Wechsel nach Dresden gelohnt. Der vom Hamburger SV verschmähte Keeper kam im August 2011 mit einem Marktwert von 300 000 Euro an die Lennéstraße und geht nun - auf 750 000 Euro geschätzt - zum Bundesliga-Aufsteiger Greuther Fürth. Hätten die Franken den Oberpfälzer bei Dynamo herauskaufen müssen, wäre das für sie teuer geworden. Weil er aber kündigen konnte, geht er ablösefrei. Hesls ebenfalls im vergangenen Sommer nach Dresden gewechselter Torwartkollege Dennis Eilhoff ist indes der große Verlierer. Sein Marktwert lag vor einem Jahr noch bei einer Million Euro (Top-Wert April 2009 2,5 Millionen), seitdem stürzte der mehrfach an der Hand operierte Ex-Bielefelder auf nur noch 300 000 Euro ab. Ob er seine Karriere fortsetzen kann, ist fraglich. Kein gutes Jahr war das abgelaufene auch für Lars Jungnickel, Jens Möckel und Alexander Schnetzler. Wer nicht spielt, sich nicht zeigen kann, für den geht es - ob selbst verschuldet oder nicht - gnadenlos abwärts.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 29.06.2012

Jochen Leimert

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