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Leistungsträger verlassen die Dresden Titans

US-Duo Leistungsträger verlassen die Dresden Titans

Die 67:97-Heimpleite der Dresden Titans am Dienstag gegen die Nürnberg Falcons war ein Tiefschlag – nun müssen die Fans des Dresdner Basketball-Zweitligisten schon den nächsten verdauen. Wie der Verein am Freitag mitteilte, sind die beiden US-Profis Randal Holt und Jervon Pressley ab sofort nicht mehr mit von der Partie.

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Aufstiegsheld Randal Holt und die Titans gehen nach der Dresdner Niederlage gegen Nürnberg nun etwas abrupt getrennte Wege.

Quelle: M. Rietschel

Dresden. Die 67:97-Heimpleite der Dresden Titans am Dienstag gegen die Nürnberg Falcons war ein Tiefschlag – nun müssen die Fans des Dresdner Basketball-Zweitligisten schon den nächsten verdauen. Wie der Verein am Freitag mitteilte, sind die beiden US-Profis Randal Holt und Jervon Pressley ab sofort nicht mehr mit von der Partie. Die Verantwortlichen der Titans hätten sich mit ihnen „einvernehmlich auf eine sofortige Vertragsauflösung“ geeinigt, wie es hieß. „Nach der desolaten Niederlage gegen Nürnberg hatten wir am Mittwoch ein langes Gespräch mit dem gesamten Team und dem Trainerstab. Im Zuge dessen sind wir gemeinsam mit Randal und Jervon zu dem Entschluss gekommen, dass eine weitere Zusammenarbeit nicht mehr möglich ist“, erklärt Titans-Geschäftsführer Peter Krautwald die Entscheidung.

Demnach haben sich die beiden Amerikaner bereits von ihren Mannschaftskollegen verabschiedet. Dabei wiegt besonders der Abgang von Randal Holt schwer. Der 25-Jährige war im Januar 2016 aus den USA zu den „Elberiesen“ gewechselt und hatte maßgeblichen Anteil daran, dass die Dresdner Korbjäger ins Playoff-Halbfinale der 2. Basketball-Bundesliga ProB vordrangen. Das reichte schließlich zum Aufstieg am Grünen Tisch in die ProA. Seine durchschnittlich 22 Punkte und sechs Assists pro Partie waren für die Titans Grund genug, den Vertrag im Mai um ein Jahr zu verlängern. Der Aufbauspieler, der schon zuvor im Dress der Weißenhorn Youngstars überzeugt hatte, prägte die Erfolgssaison, konnte in der aktuellen Spielzeit aber nur sehr selten die entscheidenden Akzente setzen. Für Center Jervon Pressley war Dresden indes die erste Profistation in Europa, nachdem der 23-Jährige für sein College (Hampton University) aufgelaufen war. Bei den Titans war Pressley jedoch vom Verletzungspech verfolgt und absolvierte nur zehn von möglichen 19 Saisonspielen.

Beide vorzeitige Abgänge erhöhen die Siegchancen der Titans in den verbliebenen zehn Hauptrundenspielen der ProA sicher nicht, dürften aber wenigstens die sich abzeichnende finanzielle Misere – der Verein hatte unter anderem mit einem deutlich höheren Zuschauerschnitt kalkuliert – etwas abmildern. Für den Rest der Saison wolle man sich der Realität stellen. „Solange der Klassenerhalt rechnerisch noch möglich ist, werden wir alles dafür geben. Aber viel wichtiger ist für uns, dass wir als Mannschaft wieder zu einer Einheit zurückkehren, die bis zum letzten Hemd alles geben will. So ein Auftritt wie am Dienstag können und werden wir nicht tolerieren“, so Peter Krautwald weiter. „Wir nehmen die Spieler nun in die Pflicht, Herz und Leidenschaft für ihren Sport zu zeigen, so dass Fans, Partner und auch die zahlreichen Helfer rund ums Team auch unabhängig von Ergebnissen wieder stolz auf sie sein können.“

Obschon ein Sieg des Schlusslichts beim Tabellendritten in Kirchheim eher unwahrscheinlich erscheint: Auch mit einer engagierteren Leistung können die Titans an diesem Sonnabend ab 19.30 Uhr Wiedergutmachung gegenüber ihrer Anhängerschaft betreiben. Und es gibt keineswegs nur schlechte Vorzeichen: Trainer Liam Flynn kann auf den wiedergenesenen David Sturner zurückgreifen, der am Dienstag wegen Knieproblemen kurzfristig pausieren musste. Im Hinspiel, dem ersten ProA-Match der Titans-Vereinsgeschichte, unterlagen die Dresdner daheim den Knights mit 90:92 durch einen Wurf in letzter Sekunde. Vielleicht lässt sich ja in Kirchheim sogar etwas Selbstvertrauen wiedergewinnen, denn kommende Woche Sonntag möchte man sich gegen die RheinStars Köln in der Margon-Arena für den desolaten Heimauftritt vom Dienstag rehabilitieren.

Von Stefan Schramm

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