Volltextsuche über das Angebot:

7 ° / 4 ° stark bewölkt

Navigation:
Google+
Lausitzer Füchse stecken in der Krise

Eishockey Lausitzer Füchse stecken in der Krise

Die Stimmung bei den Lausitzer Füchsen ist in diesen Tagen so schlecht wie lange nicht mehr. Die 2:5-Derbyniederlage bei den Crimmitschauern offenbarte einmal mehr gnadenlos die Schwächen, die den Ostsachsen derzeit zu schaffen machen. Doch Trainer Hannu Järvenpää bittet die Anhänger um Geduld.

Trainer Hannu Järvenpää ist zuversichtlich, dass er mit der Mannschaft noch die Kurve kriegt.

Quelle: Gunnar Schulze

Weißwasser. „Ich gebe mein Wort, dass wir unsere Anhänger in dieser Saison noch glücklich machen werden.“ Nach dem 2:5 beim Derby am Sonntag in Crimmitschau lehnte sich EHC-Trainer Hannu Järvenpää weit aus dem Fenster. Zu weit? Fakt ist, dass der erhoffte Befreiungsschlag im Fuchsbau auch am vergangenen Wochenende ausblieb. Zwar besiegten die Blau-Gelben in einer stark umkämpften Partie den ESV Kaufbeuren mit 4:3 nach Verlängerung. Im Sahnpark aber verschliefen die Ostsachsen mal wieder den Spielbeginn und lagen schon zur ersten Sirene mit 0:2, später gar 0:3 zurück.

Für den Aufwand, den die Blau-Gelben betrieben, war der Ertrag mit zwei Wochenend-Zählern dürftig. Derweil Järvenpää den Blick zurück in die erfolgreiche letzte Spielzeit nicht zulässt („Ich habe mit den Jungs zu arbeiten, die da sind. Und die, die weg sind, helfen uns nicht mehr.“), sehnen sich die EHC-Anhänger nach dem Sturm Swinnen, Hayes, Svoboda zurück, der immer für Tore gut war und so manch enges Spiel entschied. Und exakt da hapert es momentan am meisten. Die Weißwasseraner sind mit 39 erzielten Treffern (im Schnitt 2,4 pro Spiel) das harmloseste Team der Liga. Die Tordifferenz ist mit -23 zudem die schlechteste der DEL2. Hinten selten dicht und vorne ohne den nötigen Torhunger – das kann kaum zu Siegesserien reichen.

Insofern kommt die Spielpause während des Deutschland-Cups am nächsten Wochenende gerade zur rechten Zeit, um sich neu zu sammeln und gegebenenfalls auch punktuelle Veränderungen im Kader vorzunehmen. Denn dem sehr jungen Aufgebot fehlen einfach die Führungsspieler, die Kaltschnäuzigkeit im Abschluss beweisen und in der Lage sind, die Mannschaft mitzureißen. Definitiv nicht abzusprechen sind den Oberlausitzern Moral und Einsatzwillen. Sowohl gegen Kaufbeuren als auch bei den Eispiraten waren die Füchse zwei Drittel lang besser. „Es ist schwer zu erklären, warum es nach zwei überlegen geführten Spielabschnitten nicht zu Punkten reichte. Unstrittig ist es eben auch nicht leicht, wenn man immer wieder Rückständen hinterher laufen muss“, sagte Roberto Geiseler nach dem 2:5 am Sonntag.

Was man sich in der Lausitz aber nicht wegreden lassen will, sind die Fortschritte der letzten Wochen. Zwar blieb Zählbares dennoch eine Rarität. Für Geiseler steht jedenfalls fest: „Das Zusammenspiel als Team ist besser geworden. Mag es auch bisher nicht perfekt sein, alle arbeiten defensiv und stabilisieren so die Abwehr. Auch die Laufwege stimmen zunehmend. Wir wollen natürlich weiter nach oben und werden die Pause intensiv nutzen.“

Von Sebastian Matthieu

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Regionalsport
  • Semperopernball
    Semperopernball

    Alle Infos, alle Highlights, die schönsten Bilder - der Semperopernball in Dresden. mehr

  • 13. Februar

    Ob Gedenken, Täterspuren oder Menschenkette: Alle Infos finden sie in unserem Special zum 13. Februar in Dresden mehr