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Lars Hamann wirft neue Bestleistung

Leichtathletik Lars Hamann wirft neue Bestleistung

Das harte Training hat sich für Lars Hamann ausgezahlt. Der Dresdner Speerwerfer erzielte am Sonnabend in Offenburg sehr gute 86,71 Meter im ersten Versuch und konnte sich somit über eine neue persönliche Bestleistung freuen. Nach geschaffter WM-Norm trat er am Sonntag noch einmal in Dresden an – und zeigte erneut starke Würfe.

Lokalmatador Lars Hamann gewann die Dresdner Konkurrenz im Speerwerfen mit 81,29 Metern.

Quelle: Claudia Trache

Dresden. Ein tolles Wochenende liegt hinter Lars Hamann. Am Sonnabend stellte der DSC-Athlet beim Speerwurf-Meeting in Offenburg mit 86,71 Metern eine neue persönliche Bestleistung auf und drang damit auf Platz sieben der aktuellen Weltbestenliste vor. Um fast einen Meter konnte der Dresdner seine alte Bestmarke steigern und als Tageszweiter insgesamt viermal über 80 Meter werfen. Nur der Mannheimer Andreas Hofmann schleuderte den Speer noch weiter – auf 88,79 Meter. Geknackt haben die WM-Norm von 83 Metern somit beide. Einen Tag nach seinem Coup konnte Hamann nochmals überzeugen. Trotz der Reisestrapazen ließ er es sich nicht nehmen, beim Jugendmeeting seines Vereins im Heinz-Steyer-Stadion erneut an den Start zu gehen. Bei schwierigen äußeren Bedingungen warf er noch einmal gute 81,29 Meter und gewann die Konkurrenz.

Mit seiner Siegerweite war er durchaus zufrieden, denn er hatte sich vorgenommen, nach dem starken Auftritt tags zuvor noch einmal die 80-Meter-Marke zu übertreffen. Dass er am Sonntag mit dem Versuch über 81,21 Meter sogar ein zweites Mal diese Marke knackte, spricht für seine stabile Form. Die Zuschauer auf der inzwischen fertiggestellten und nun freigegebenen Nordtribüne honorierten diese Leistung. Sie wussten zu schätzen, dass der Dresdner Topathlet seine Fans nicht im Stich gelassen hatte. „Es ist eine Frage der Ehre, hier zu starten“, so der 28-Jährige, „es hat Spaß gemacht. Dass es geregnet hat, war nicht ganz so günstig, aber es ging noch.“

Der Leichtathletik in Dresden zu mehr Aufmerksamkeit zu verhelfen, das war auch ein Anliegen vieler Stars von einst. Der DSC hatte prominente Athleten eingeladen und sie kamen auch. So folgten unter anderem Heike Drechsler, Marlies Göhr und Renate Stecher der Einladung des Gesamtleiters Michael Gröscho. Renate Stecher war vor 44 Jahren im Steyer-Stadion Weltrekord über 100 Meter gelaufen. 10,8 Sekunden – so schnell war bis dahin keine andere Läuferin gewesen. Sie erinnert sich noch gern an die tolle Atmosphäre, die im Stadion früher herrschte. Am Sonntag freute sie sich, dass beim Jugendmeeting wieder so viele Athleten dabei waren. Über 300 Teilnehmer aus 64 Vereinen gingen am Start – das konnte sich wahrlich sehen lassen.

Auch frühere Dresdner Weltklasse-Athleten wie Siebenkämpferin Ramona Raulf, Weitspringer Max Klauß, Marathonläufer Jörg Peter, Mittelstreckler Andreas Busse, 400-Meter-Hürdenläuferin Heike Morgenstern und Weitspringer Fritz Köppen schauten vorbei. Die Wiedersehensfreude war nicht nur unter den Ehemaligen groß, auch der eine oder andere ältere Zuschauer schwelgte in Erinnerungen und kam mit den Ehrengästen ins Gespräch. Doch auch die jüngeren Athleten fanden es toll, dass ehemalige Weltrekordler bei ihrem Meeting zugegen waren.

Die prominenten Gäste sahen auch einige gute Leistungen und erfüllte Normen für die Deutschen Jugendmeisterschaften. Einen starken Eindruck hinterließ Leonie Herrmann vom gastgebenden DSC 1898. Über die 80 Meter Hürden siegte sie in 11,74 Sekunden und unterbot damit klar die Norm für die Deutschen Meisterschaften der Jugend U16. Ihre 5,46 Meter im Weitsprung sicherten ihr gleichfalls die Norm. Beim 800-Meter-Harbig-Lauf startete Jonathan Schmidt nach längerer Verletzungspause in die Bahnlaufsaison. Der deutsche U18-Meister über die 1500 Meter vom vergangenen Jahr war mit seinem Saisoneinstand allerdings nicht zufrieden. In 1:56,38 Minuten wurde er Zweiter und blieb dabei drei Sekunden über seiner Bestzeit. Am Freitag geht er in Karlsruhe bei der 2. Langen Laufnacht über die 1500 Meter an den Start. Für Speerwerfer Lars Hamann steigt der nächste Wettkampf am kommenden Sonnabend, dann fordert er mit frischem Selbstvertrauen bei den Halleschen Werfertagen die Konkurrenz heraus.

Von Claudia Trache

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