Volltextsuche über das Angebot:

8 ° / 2 ° Regen

Navigation:
Google+
Lars Hamann hofft auf den großen Wurf

Leichtathletik Lars Hamann hofft auf den großen Wurf

Am Sonntag steigt im Heinz-Steyer-Stadion das DSC-Jugendmeeting. Dort möchte der Dresdner Lokalmatador Lars Hamann zeigen, was er drauf hat. Bereits einen Tag zuvor ist er in Offenburg im Einsatz. Der DSC hat am Sonntag aber auch noch andere heiße Eisen im Feuer.

Die DSC-Athleten Jonathan Schmidt (l.) und Lars Hamann posieren vor der neuen Zuschauertribüne im Heinz-Steyer-Stadion für die Kamera.

Quelle: Matthias Rietschel

Dresden. Das Jugendmeeting im heimischen Heinz-Steyer-Stadion am kommenden Sonntag sollte für DSC-Speerwerfer Lars Hamann eigentlich der scharfe Start in die Saison werden. Doch nun ist der 28-Jährige bereits am Sonnabend in Offenburg gefordert. „Dort wirft die gesamte deutsche Elite, da muss natürlich auch ich präsent sein“, erklärt der Dresdner, warum er nun gleich einen „Doppelstart“ absolviert.

Zwei seiner Konkurrenten haben ihm am vergangenen Wochenende schon ein „dickes Brett“ vorgelegt. Olympiasieger Thomas Röhler aus Jena ließ bei seinem ersten Start in Katar gleich die Muskeln spielen und verbesserte mit 93,90 Metern den deutschen Rekord von Raymond Hecht aus dem Jahr 1995 um 1,30 Meter. Beim gleichen Wettkampf verbesserte auch der Ex-Dresdner Johannes Vetter mit 89,68 Metern seine persönliche Bestleistung und kratzte an der 90-Meter-Marke.

„Geschockt bin ich davon nicht, denn ich habe ja mit ihnen gemeinsam die Trainingslager auf Lanzarote in zuletzt in Südafrika bestritten. Aber der Hammer sind diese Weiten schon“, gesteht Hamann, der im vergangenen Jahr fünfmal die Olympia-Norm überbot und wegen der starken Konkurrenz im eigenen Land trotzdem die Spiele in Rio verpasste. Zumindest zu Saisonbeginn hat sich das deutsche Spitzen-Quintett, zudem noch der Mannheimer Andreas Hofmann und der Julian Weber aus Mainz gehören, auf ein Quartett verringert, denn Weber muss eine Ellbogenverletzung auskurieren. Will Hamann sein Ziel, die Teilnahme an der WM im August in London in die Tat umsetzen, muss er zumindest einen der drei verbliebenen Konkurrenten ausschalten. Nur ein Trio darf beim Saisonhöhepunkt starten. Die Norm von 83 Metern dürfte für den Elbestädter also nicht das vorrangige Problem sein.

„Ich fühle mich schon in der Lage, am Wochenende in die Nähe meiner Bestweite von 85,79 Metern zu werfen“, zeigt sich der Schützling von Trainerin Katharina Wünsche zuversichtlich. Die große Konkurrenz im eigenen Lager sei eine ständige Motivation und verhindere, dass man sich auf „ein Ruhekissen zurückzieht“, gewinnt der zweimalige WM-Teilnehmer der Situation die positive Seite ab. Dass die deutschen Speerwerfer außerhalb des Wettkampfes ein gutes Team bilden, zeigten sie zuletzt mit einem gemeinsamen Video, in dem sie sich mit freien Oberkörpern präsentierten. „Das war ein Spaß und als Werbung für unseren Sport gedacht“, so Hamann, der sich beim Heim-Meeting am Sonntag eigentlich mit Ex-Weltmeister Matthias de Zordo duellieren wollte. Der sagte jedoch wegen Verletzung ab. Mit dem jungen 80-Meter-Werfer Bernhard Seifert (Potsdam) hat er jedoch auch so einen starken Konkurrenten.

Während Olympia-Teilnehmerin Jenny Elbe wegen einer Knieverletzung die Teilnahme am Meeting absagen musste, hat sich Nachwuchsläufer Jonathan Schmidt viel vorgenommen. Der deutsche U18-Meister über 1500 Meter startet im Steyer-Stadion über 800 Meter. Nach einem Ermüdungsbruch ist der Schützling von Katja Hermann erst im März wieder voll ins Training eingestiegen, gibt sich aber kämpferisch: „In meinem Wohnzimmer will ich natürlich gut abschneiden. Mein Ziel sind in diesem Jahr die U20-Meisterschaften und vielleicht die U20-EM“, erklärt der 17-Jährige.

Von Astrid Hofmann

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Regionalsport
  • Semperopernball
    Semperopernball

    Alle Infos, alle Highlights, die schönsten Bilder - der Semperopernball in Dresden. mehr

  • 13. Februar

    Ob Gedenken, Täterspuren oder Menschenkette: Alle Infos finden sie in unserem Special zum 13. Februar in Dresden mehr