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Kenianer Dickson Kurui läuft vom Bahnhof an den Start und zum Sieg

19. Piepenbrock Dresden-Marathon Kenianer Dickson Kurui läuft vom Bahnhof an den Start und zum Sieg

„Er kam, sah und siegte“ – dieser Slogan traf beim Kenianer Dickson Kurui im wahrsten Sinn des Wortes zu. Der 27-Jährige gewann nach aufregender Anreise die 19. Auflage des Dresden-Marathons in souverän Manier. Dabei wäre seine Teilnahme fast ins Wasser gefallen.

Der Kenianer Dickson Kirui läuft beim Dresden-Marathon als Sieger ins Ziel.
 

Quelle: Steffen Manig

Dresden.  „Er kam, sah und siegte“ – dieser Slogan traf beim Kenianer Dickson Kurui im wahrsten Sinn des Wortes zu. Der 27-Jährige gewann nach aufregender Anreise die 19. Auflage des Dresden-Marathons in souverän Manier. Dabei wäre seine Teilnahme fast ins Wasser gefallen. Er kam mit dem Zug direkt aus Frankfurt/Main an die Elbe. Doch wegen einer toten Frau auf den Gleisen bei Zeithain war der gesamte Verkehr umgeleitet oder per Bus organisiert worden. So musste Kurui vom Bahnhof Dresden-Neustadt bis zum Start in der Pieschener Allee joggen. Nach dem etwas ungewöhnlichem „Warmlaufen“ bekam er von den Organisatoren schnell seinen Chip und die Startnummer und mit fünfminütiger Verspätung konnte das Feld auf den Kurs geschickt werden. Trotz dieser ungewöhnlichen Umstände spulte der versierte Straßenläufer, der auch schon zweimal den Citylauf gewann, die 42,195 Kilometer herunter und lief nach 2:24:14 Stunden ins Ziel. Zwar erreichte er nicht annähernd die Rekordzeit seines Landsmannes Kyen Joseph Munywoki, der im Vorjahr mit 2:10:21 Stunden einen grandiosen Streckenrekord aufstellte, aber zumindest die 2000 Euro Siegprämie sicherte er sich locker. Und konnte sich entspannt auf die Rückreise machen.

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Der Kenianer Dickson Kurui läuft beim Dresden-Marathon als Sieger ins Ziel.

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Umjubelter Zweiter wurde der Dresdner Lokalmatador Marc Schulze, der 2:36:14 Stunden benötigte. „Eigentlich wollte ich unter 2:30 laufen, aber ich habe mich auf der ersten Hälfte von den Halbmarathonläufern ein wenig verleiten lassen und bin sehr schnell angegangen. Bis zur Hälfte war ich noch auf Kurs Richtung 2:25. Dem Tempo musste ich aber dann richtig Tribut zollen. Vielleicht machte sich auch bemerkbar, dass ich vor zwei Wochen nochmal eine kleine Erkältung hatte. Jedenfalls kam in der zweiten Hälfte ein richtiger Knick und vor allem die letzten zehn Kilometer gingen richtig schwer. Aber an jeder Ecke standen irgendwelche Leute, die meinen Namen riefen und das hat mich gepusht und motiviert, diesen zweiten Platz zu halten“, erklärte der 32-Jährige lächelnd. Dabei hatte er schon vor dem Rennen allen Grund zum Strahlen, denn vier Tage zuvor war er zum zweiten Mal Vater geworden. Nach der vierjährigen Tochter Leah verstärkte Söhnchen Noah die junge Familie. „Eigentlich sollte er eine Woche später kommen. So war es aber gut, da musste ich mir während des Rennens keine Gedanken machen, dass es losgeht“, meinte Schulze, der schon im Frühjahr den Oberelebe-Marathon gewonnen hatte und nun erstmals auch beim Dresden-Marathon die volle Distanz bewältigte. Zugleich aber schloss der Softwareentwickler mit diesem zweiten Platz auch seine leistungssportliche Karriere. „Demnächst steht für mich die Familie im Vordergrund und das Laufen betreibe ich nur noch als Hobby. Statt sechs- bis siebenmal werde ich nur noch drei- bis viermal in der Woche trainieren“, verriet er. Einen Marathon will er nun nicht mehr laufen. Gestern durfte sich der gebürtige Berliner gleich über drei Sonderprämien freuen, denn er war nicht nur bester Europäer, sondern auch bester Deutscher und bester Sachse.

Als Dritter lief der Tscheche Tomas Mika (2:38:03) über die Ziellinie. Bei den Frauen gab es sogar einen tschechischen Doppelerfolg. Es gewann Tereza Durdiakova in 2:49:08 Stunden vor Dagmar Rychnovska (2:55:24) und der Radebeulerin Grit Stich (3:03:20).

Zufrieden zeigte sich auch Cheforganisator Peter Eckstein, der insgesamt 7400 Teilnehmer verzeichnen konnte. Im nächsten Jahr will er sich mit seinem Team noch einiges für die Jubiläumsauflage einfallen lassen.

Von Astrid Hofmann

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