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Karriereende: Stieglitz kämpft nicht mehr in Dresden

Boxen Karriereende: Stieglitz kämpft nicht mehr in Dresden

Robert Stieglitz wird nicht wie geplant im Juli in Dresden boxen. Wie der 35-Jährige am Dienstag überraschend mitteilte, beendet der frühere Box-Weltmeister seine Karriere mit sofortiger Wirkung. Mehrere Verletzungen zwängen ihn dazu, sagte Stieglitz.

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Robert Stieglitz (Mitte) verkündet am Dienstag in Radebeul sein Karriereende. Trainer Dirk Dzemski (l.) und Promoter Ulf Steinforth hören ihm zu.

Quelle: Foto: Steffen Manig

Radebeul. Wenn die Boxfans am 1. Juli zur nächsten SES-Box-Gala in die neue Dresdner Ballsportarena an der Magdeburger Straße strömen, dann können sie mit Robert Stieglitz einen guten alten Bekannten nur noch außerhalb des Rings erleben. Der dann 36-jährige Ex-Weltmeister wird seinen EM-Titel im Halbschwergewicht nicht mehr verteidigen, er verkündete am Dienstag im Radisson-Blue-Park-Hotel Radebeul sein Karriereende.

„Einige Teile meines Körpers machen nicht mehr mit. Ich mache Platz für eine neue Generation – für Leute wie Dominic Bösel“, sagte Stieglitz. Nach 16 Jahren im Geschäft und 57 Profikämpfen (50 Siege, 2 Unentschieden, 5 Niederlagen) macht der Magdeburger Schluss. Bei seinem letzten Kampf am 18. März in Leipzig gegen den Montenegriner Nikola Sjekloca, den er mit einem glücklichen Remis beendete und so seinen EBU-EM-Titel noch einmal verteidigen konnte, habe er sich nicht mehr wohlgefühlt. Seine Schulter, die schon dreimal operierte Schlaghand, aber auch die Knie schmerzten, gab der Russlanddeutsche zu. Auch im Training merke er, dass das Alter seinen Tribut fordert: „Die Schnelligkeit lässt nach. Kraft ist da, Ausdauer ist da, aber ich bin langsamer geworden.“

Als sich nun eine Titelverteidigung gegen seinen Stallkollegen Bösel abzeichnete, war der Zeitpunkt gekommen, die Handschuhe an den Nagel zu hängen. Gegen seinen Trainingsgefährten wollte er nicht mehr antreten. Der Ex-Champion hofft nun, dass sich Bösel am 1. Juli den niedergelegten EM-Gürtel gegen Karo Murat aus Hamburg sichert. Er habe gern geboxt und wolle nun als Trainer seine Erfahrungen weitergeben, so Stieglitz: „Es war eine tolle Zeit. Was ich erreicht habe, das gönne ich auch Dominic.“

Der Naumburger Bösel verneigte sich noch einmal vor seinem Vorbild: „Mit ihm zu trainieren, war immer toll. Seine Disziplin, sein Fleiß waren bewundernswert. Selbst wenn er in einem Kampf mal unterlegen war, hat er sich durchgebissen.“ Trainer Dirk Dzemski freut sich, dass Stieglitz im Team bleibt. Promoter Ulf Steinforth betonte: „Uns ist klar, dass wir weiter etwas zusammen machen wollen.“

Von Jochen Leimert

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