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Jockey-Sextett bürgt für Spannung

Galopp Jockey-Sextett bürgt für Spannung

Top-Pferde und Top-Jockeys sind beim 2. Galopp-Renntag in Seidnitz garantiert: Allein das mit 52 000 Euro dotierte bwin BBAG Auktionsrennen lockt die Stars der deutschen Rennbahnen am Sonnabend auf das Geläuf im Dresdner Osten.

Auf der Galopp-Rennbahn in Seidnitz wird es heute sicher voll werden.

Quelle: Archiv/soccerfoto

Dresden. Die besten sechs Jockeys liegen derzeit in der deutschen Bestenliste ganz nah beieinander. Filip Minarik führt im Ranking mit 28 Siegen vor dem Ex-Dresdner Alexander Pietsch, der es auf 25 Treffer bringt. Platz drei belegt Andrasch Starke (23). Es folgen Daniele Porcu (22), Eduardo Pedroza (21) und Jozef Bojko (20). Allein deshalb wird es an diesem Sonnabend auf dem Geläuf der Seidnitzer Rennbahn mehr als spannend zugehen. Denn alle sechs Spitzenreiter steigen beim Saisonhöhepunkt im Dresdner Osten in den Sattel und wollen auch ihre Bilanz aufbessern. Dazu bekommen sie in den insgesamt acht Rennen mit 74 Pferden mehrfach Gelegenheit. Die meisten Chancen dürfte der führende Filip Minarik haben, denn er bestreitet fünf Rennen, bei Pedroza sind es vier, die anderen kommen jeweils auf drei Einsätze.

Im Mittelpunkt des Tages steht das mit 52 000 Euro dotierte bwin BBAG Auktionsrennen, für das allerdings nur sieben Vollblüter gemeldet haben. Rennvereinsgeschäftsführer Uwe Tschirch erläutert den Grund: „Es gibt derzeit zu wenig dreijährige Pferde, die reine Sprinter sind und diese Fliegerdistanz über 1200 m gut können.“ Dennoch verspricht sich Tschirch ein hochklassiges Rennen, denn auch wenn die Masse fehle, sei die Qualität der Starter durchaus gegeben. Und nicht nur für ihn ist dabei die dreijährige Stute Scapina, die von Andrasch Starke geritten wird, die Top-Favoritin. Die größte Konkurrenz für sie kommt auch noch aus dem eigenen Stall. Denn Trainer Henk Grewe bringt aus Köln gleich noch Schimmelhengst Farshad mit, der im vergangenen Jahr einer der besten Zweijährigen war und zuletzt im Berliner Auktionsrennen als Vierter eine starke Leistung bot. Mit dieser tollen „Doppelspitze“ wäre ein Stalleinlauf alles andere als eine große Überraschung. Aber auch Mascalino, dessen Besitzer extra aus der Schweiz anreisen, darf nicht außer Acht gelassen werden. Dresdner Vertreter sind in diesem Rennen leider nicht vertreten. Dafür aber im zweiten großen Ereignis an diesem Tag. Im Großen Preis der Freiberger Brauerei, einem mit 22500 Euro dotierten Ausgleich I über 1900 m könnte Tim Rocco, der Stall-Crack von Trainerin Claudia Barsig, einmal mehr seine Klasse unter Beweis stellen und seinen Vorjahressieg wiederholen. Der fünfjährige Wallach, der Tochter Christin Barsig gehört, feierte erst kürzlich in Leipzig einen überragenden Sieg und düpierte mit zwölf Längen Vorsprung die Konkurrenz deutlich. Im Sattel sitzt Robin Weber. Die Gegner dürften insbesondere der vierjährige Hengst Lagoa unter Eduardo Pedroza und Atillio, geritten von Andrasch Starke sein. Vielleicht schafft aber auch der zweite Seidnitzer Vertreter, der fünfjährige Wallach Loulou´s Jackpot aus dem Stall von Lutz Pyritz eine kleine Überraschung.

Einen Dresdner Erfolg erwarten die Insider gleich zum Auftakt des Renntages. Uwe Tschirch meint: „Napadac, der von Stefan Richter trainiert wird, ist der absolute Top-Favorit, der mit Eddy Pedroza einen exzellenten Reiter im Sattel hat.“ Auch im zweiten Rennen des Tages rechnen sich die Lokalmatadoren einiges aus. Claudia Barsig hegt mit Mind Juggler durchaus Sieghoffnungen und Stefan Richter baut auf Cash the Cheque. Gleich fünf Seidnitzer Galopper sind im dritten Rennen im Einsatz. Mit Connected (Barsig), Burschentanz (Pyritz) und Be My Star (Richter) könnte es sogar einen kompletten Dresdner Einlauf geben. Insgesamt werden von den Trainern 18 einheimische Vollblüter in die Startboxen geschickt. Bisher verbuchen die Seidnitzer Trainer 19 Jahrestriumphe. Es ist davon auszugehen, dass bei diesem Renntag der eine oder andere Treffer dazukommt.

Bei einem so tollen Rennprogramm mit Top-Pferden und exzellenten Reitern hofft Uwe Tschirch auch auf einen guten Wettumsatz: „Im Vorjahr wurden in neun Rennen rund 133 000 Euro umgesetzt. Wenn wir diesmal bei 115 000 Euro rauskommen, wären wir zufrieden.“ Denn die Zocker auf der Bahn halten zur Stange, lediglich die Außenumsätze blieben zuletzt unter den Erwartungen, wie der Geschäftsführer erklärt.

Die erste Startglocke läutet wegen der Übertragungen der französischen Wettgesellschaft PMU bereits um 11 Uhr.

Von Astrid Hofmann

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