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Handball für Groß und Klein: Visionen des Aufsteigers HC Elbflorenz

Handball Handball für Groß und Klein: Visionen des Aufsteigers HC Elbflorenz

Das futuristische Bild der neuen, hochmodernen BallsportARENA in Dresden passt zur rasanten sportlichen Entwicklung des HC Elbflorenz 2006 Dresden. „Nichts ist unmöglich, wir haben viele Visionen und mit Uwe Saegeling auch einen Visionär, der enorm viel schon auf dem Weg gebracht hat“, sagte Cheftrainer Christian Pöhler.

Der HC Elbflorenz nach dem Aufstieg

Quelle: Steffen Manig

Dresden. Das futuristische Bild der neuen, hochmodernen BallsportARENA in Dresden passt zur rasanten sportlichen Entwicklung des HC Elbflorenz 2006 Dresden. „Es ist ein Verein mit vielen Facetten. Nichts ist unmöglich, wir haben viele Visionen und mit Uwe Saegeling auch einen Visionär, der enorm viel schon auf dem Weg gebracht hat“, sagte Cheftrainer Christian Pöhler wenige Tage nach dem Zweitliga-Aufstieg im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur. Sein Credo dabei: „Immer step by step. Wir haben einige Ausbaustufen im Plan, doch alles muss unter dem Motto stehen: Spitzensport bei den Senioren - Leistungssport bei den Junioren.“

Dafür seien laut Pöhler noch viele Strukturverbesserungen an der Elbe notwendig. „Wir wollen in Dresden etwas bewirken, irgendwann sollen eigens ausgebildete Talente in der ersten Männermannschaft spielen“, meinte der gebürtige Berliner, der mit seinen 34 Jahren bereits mit reichlich Erfahrung ausgestattet ist. Er brachte in dieser Saison das Kunststück fertig, nach einem völlig verkorksten Saisonstart (Abstiegsplatz) mit 17 Siegen in Serie doch noch aufzusteigen. „Nach dem katastrophalen Anfang war es schwierig, an den Aufstieg zu glauben, aber es ist einfach sensationell, wie die Mannschaft immer weiter zusammengewachsen ist und wie Trainer und Spieler eine Einheit wurden“, lobte Saegeling das Team.

Pöhler weiß als ehemaliger Bundesliga-Co-Trainer in Delitzsch von Uwe Jungandreas und auch als früherer Landestrainer in Sachsen-Anhalt, was im Handball nötig ist: Ein stabiler, leistungsorientierter Unterbau mit einer zweiten Mannschaft. Die derzeitige Elbflorenz-Reserve ist als Aufsteiger in die Mitteldeutsche Oberliga eher „eine verkappte Drittliga-Mannschaft.“ Der Verein will mit Pöhler die Umgebungsbedingungen mit Schule, Internat und Trainingshalle inklusive festem Wochenablauf verbessern. Es soll nach Leipzig und Aue ein drittes Leistungszentrum in Sachsen entstehen.

Dafür muss der Leuchtturm, die erste Männermannschaft, genug Strahlkraft haben, um neben Fußball-Zweitligist Dynamo Dresden und den Bundesliga-Volleyballerinnen vom Dresdner SC wahrgenommen zu werden. „Wir haben eine gute Mischung im Kader und auch die Neuzugänge werden uns noch einmal verstärken“, meinte Pöhler, der mit Torhüter Mario Huhnstock einen erstligaerfahrenen Keeper vom HC Erlangen verpflichtete.

Im Hintergrund kann er sich auf Präsident Uwe Saegeling verlassen, der als Hauptsponsor auch die Grundlagen im wirtschaftlichen Bereich legte. Seit der Unternehmer 2011 den Verein übernahm, versucht man aufzusteigen. Selbst erfahrene Trainer wie die ehemaligen Magdeburger DDR-Nationalspieler Holger Winselmann und Peter Pysall versuchten es in Dresden - vergeblich. Nur Pöhler schaffte es gleich in seiner Premierensaison.

Nun wartet mit der eingleisigen 2. Bundesliga ein anderes Kaliber. Deutlich mehr Spiele, mehr Auswärtskilometer, ein größerer Kader und Konkurrenten mit deutlich mehr Etat. Elbflorenz erhöht sein Budget um 300 000 Euro auf insgesamt 1,4 Millionen Euro und rechnet mit einem Zuschauerschnitt von rund 1500 Fans pro Heimspiel. „Ziel ist ganz klar, in der 2. Liga anzukommen und möglichst frühzeitig in sicheres Fahrwasser zu kommen“, meinte Saegeling und betonte: „Wir sind ein ganz junger Verein und nicht so vermessen, dort Überflieger zu sein. Wir wollen demütig unsere Arbeit machen.“

Die Grundlagen dafür hat er selbst gelegt. Am Freitag eröffnet die von ihm mit rund 15 Millionen Euro finanzierte BallsportARENA, das neue Wohnzimmer der Elbflorenzer. Damit hat sich der Club unabhängig von öffentlichen Hallenzeiten gemacht, was vor allem auch der Nachwuchsarbeit zugute kommen soll. Nun muss nur noch der Handball in Dresden ankommen. „Die Werbemaschinerie ist schon angelaufen, wir wollen aus den Spielen Events machen und diesen schönen dynamischen Sport für die Dresdner und auch für Fans aus der Region erlebbar machen“, sagte Saegeling.

Von Frank Kastner und Gerald Fritsche, dpa

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