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Handball-Zweitligist Rödertal will für den HC Leipzig ins Oberhaus nachrücken

Rolle rückwärts Handball-Zweitligist Rödertal will für den HC Leipzig ins Oberhaus nachrücken

Als der HC Rödertal vor knapp einem Monat  die Lizenz für die 1. Bundesliga erhielt, machte der Verein einen Rückzieher. Aus wirtschaftlichen Gründen wollte man das Aufstiegsrecht nicht wahrnehmen. Doch jetzt gibt es offenbar eine komplette „Rolle rückwärts“. Wenn der HC Leipzig keine Lizenz bekommt, will man doch in die erste Liga nachrücken.

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HCR-Präsident Andreas Zschiedrich will nun doch in die Bundesliga.

Quelle: Archiv

Dresden. Als die Zweitliga-Handballerinnen des HC Rödertal vor knapp einem Monat mit Platz drei den Aufstieg in die Beletage geschafft hatten und zudem die Lizenz für die 1. Bundesliga erhielten, machte der Verein einen Rückzieher. Aus wirtschaftlichen Gründen wollte man das Aufstiegsrecht nicht wahrnehmen, hieß es damals. Doch jetzt gibt es offenbar eine komplette „Rolle rückwärts“. Und die hat schon einen kleinen Beigeschmack. Denn HCR-Präsident Andreas Zschiedrich bestätigte gestern gegenüber DNN: „Wenn es dabei bleibt, dass der HC Leipzig keine Lizenz bekommt, dann rücken wir in die erste Liga nach. Dazu gibt es bereits einen Liga-Beschluss, dass wir der Nachrücker sind.“

Zur Erinnerung: Im März hatten die Rödertalbienen den Lizenzantrag für die 1. Bundesliga eingereicht. Als diese jedoch erteilt war, fehlten dem Zweitligisten 20 000 Euro zur Bürgschaft von  50 000 Euro. Zudem erläuterte Zschiedrich damals: „Wir werden den Aufstieg nicht wahrnehmen. Wir brauchten für die erste Liga etwa 200 000 Euro mehr als in dieser Saison. Wirtschaftlich ist das derzeit nicht machbar, die finanziellen Risiken können wir nicht eingehen.“ Danach aber habe sich die Situation geändert. „Es fand sich dann doch noch einer unserer Hauptsponsoren bereit, im Fall des Aufstiegs für die Bankbürgschaft die nötige Sicherheit zu geben und uns auch finanziell zusätzlich unter die Arme zu greifen“, erklärt der HCR-Präsident. Und er verrät: „Wir würden mindestens drei Spielerinnen aus dem Kader des HCL übernehmen. Natürlich kämen sie nur, wenn wir im Oberhaus spielen“, so Zschiedrich, der auch mit der Halle in Großröhrsdorf keine Probleme sieht: „Unserer Halle wurde die Bundesliga-Tauglichkeit bescheinigt.“

Allerdings weist er noch einmal darauf hin, dass man die Entscheidung des Schiedsgerichts abwarten muss. Denn nachdem der Vorstand der Handball-Bundesliga der Frauen (HBF) die Beschwerde des HCL gegen die Lizenzverweigerung abgewiesen hatte, rufen die Leipziger das Schiedsgericht des Deutschen Handball Bundes (DHB) an. Bis heute soll die Klageschrift beim Schiedsgericht eingereicht werden. Wann das Gericht entscheidet, steht noch nicht fest. Zschiedrich: „Das wird dann binnen einer Woche entschieden.“ Zumal am 23./24. Juni bei der Ligatagung der HBF die Spielpläne und alle Regularien für die kommende Saison geklärt werden sollen. Da wäre ein solch offener Fall nur hinderlich.

Astrid Hofmann

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