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HC Elbflorenz kommt dem Aufstieg wieder ein großes Stück näher

Handball HC Elbflorenz kommt dem Aufstieg wieder ein großes Stück näher

Der Drittliga-Tabellenführer aus Dresden ist auf dem Weg in die 2. Bundesliga kaum noch zu stoppen. Gegen Gelnhausen gewann das Team von Trainer Christian Pöhler mit 33:19 und wäre am Sonntag schon beinahe aufgestiegen, doch Verfolger Hildesheim schaffte in letzter Sekunde noch ein 25:25 bei LVB Leipzig.

Kreisläufer Henning Quade war mit sechs Toren zweitbester Elbflorenz-Schütze.

Quelle: Matthias Rietschel

Dresden. Am Sonntag um 16.24 Uhr hatten die Handballer des HC Elbflorenz die Hand wohl schon an einer Sektflasche. Denn beim Spiel des LVB Leipzig gegen Eintracht Hildesheim führte der Gastgeber in der 59. Minute mit 25:24, und Sascha Meiner trat zum Siebenmeter für die Hausherren an. Doch er verwarf und im Gegenzug vollendete der Hildesheimer Nikolaos Tzoufras den letzten Angriff im Spiel zum 25:25-Remis. In Dresden blieben die Korken in der Flasche, und der Wunsch von Tim-Philip Jurgeleit kann in Erfüllung gehen. Der 27-jährige HCE-Spieler hatte am Sonnabend nach dem klaren 33:19-Sieg (13:11) seiner Mannschaft gegen den TV Gelnhausen gesagt: „Ich würde es nicht so gut finden, wenn wir schon morgen Abend durch einen Sieg der Leipziger den Aufstieg perfekt machen. Viel geiler wäre doch, wenn wir das beim letzten Heimspiel am kommenden Wochenende vor unseren Fans schaffen können.“

Zumindest etwas Schützenhilfe leisteten die Messestädter mit dem Unentschieden gegen den ärgsten Verfolger der Dresdner. Denn nun benötigen die Schützlinge von Trainer Christian Pöhler aus den letzten beiden Partien nur noch einen Punkt zum ersehnten Aufstieg. Auch Christian Pöhler verfolgte gestern das Spiel natürlich und meinte anschließend schmunzelnd: „Das ist ein super Ergebnis für uns. Es bringt uns nicht nur einen weiteren Punktvorteil, sondern ich freue mich auf eine schöne Trainingswoche. Spätestens jetzt weiß jeder von den Jungs, dass dieses Derby gegen Leipzig eine heiße Kiste wird. Natürlich wollen wir nicht nur den einen Punkt, sondern einen Sieg.“

Seine Schützlinge machten es am Tag zuvor ihrem Trainer nicht ganz leicht. In der ersten Viertelstunde lief beim HC Elbflorenz wenig zusammen, so dass der Coach mehrfach laut wurde. In der 15. Minute lagen seine Jungs mit 3:6 zurück. Kreisläufer Henning Quade gab später zu: „Wir haben den Gegner keinesfalls unterschätzt, aber wir haben uns nicht an den Plan gehalten, die Vorgaben des Trainers nicht umgesetzt.“ Erst ab der 20. Minute kamen die Hausherren langsam in die Spur. Dabei half auch die Umstellung auf Sieben gegen Sechs im Angriff. Dazu pushte auch Timo Meinl, der beim Siebenmeter für Henrik Ruud Tovas ins Tor kam und den Strafwurf parierte, seine Mannschaft. So konnten die Gastgeber bis zur Pause zumindest einen Zwei-Tore-Vorsprung herausholen. „Die Pausenansprache war kurz, aber laut“, meinte ein völlig heiserer Christian Pöhler nach der Partie. Er hatte das Gefühl, bei seinen Jungs auch die Emotionen herauskitzeln zu müssen, denn die fehlten in den ersten dreißig Minuten. Und seine Worte halfen.

In der zweiten Halbzeit spielte seine Truppe wie aus einem Guss, Meinl parierte weitere zwei Siebenmeter und Gelnhausen geriet völlig unter die Räder des stark aufspielenden Spitzenreiters. Mit dem 21:14 gelang Tim-Philip Jurgeleit der 777. Treffer der laufenden Saison. Mit 14 Toren Vorsprung sicherten sich die Elbestädter am Ende ihren 16. Sieg in Serie und den 24. Erfolg insgesamt. Die rund 600 Zuschauer in der Energieverbund-Arena spendeten minutenlang Applaus. „Vielleicht haben wir durch die Osterpause ein wenig den Rhythmus verloren, sind deshalb etwas zäh ins Spiel gekommen. Aber dann haben wir gezeigt, dass wir es auch anders können“, sagte Jurgeleit, der mit zehn Toren bester Werfer war.

Elbflorenz-Tore: Jurgeleit 10/4, Quade 6, Hruscak 4, Buschmann, de Santis, Hoffmann, Greß, Kammlodt je 2, Boese, Desler, Kretschmer je 1.

Von Astrid Hofmann

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