Volltextsuche über das Angebot:

23 ° / 11 ° heiter

Navigation:
Google+
HC-Elbflorenz-Trainer Christian Pöhler: „Wir schauen nicht auf die Tabelle“

Handball HC-Elbflorenz-Trainer Christian Pöhler: „Wir schauen nicht auf die Tabelle“

Am vergangenen Wochenende haben die Handballer des HC Elbflorenz mit dem Sieg gegen Erstliga-Absteiger Coburg für eine Sensation gesorgt. Jetzt erwarten die Dresdner am Sonntag mit Eintracht Hagen das Tabellenschlusslicht.

Voriger Artikel
Dresdner Eislöwen mit guter Formkurve aber mangelnder Effizienz
Nächster Artikel
DSC-Damen verlieren in Potsdam im Tiebreak

Freut sich darüber, dass seine Maßnahmen beim HC Elbflorenz fruchten: Trainer Christian Pöhler.

Quelle: Matthias Rietschel

Dresden. Am vergangenen Wochenende haben die Handballer des HC Elbflorenz mit dem Sieg gegen Erstliga-Absteiger Coburg für eine Sensation gesorgt. Jetzt erwarten die Dresdner am Sonntag mit Eintracht Hagen das Tabellenschlusslicht. Wir sprachen mit HCE-Trainer Christian Pöhler über Verletzungspech, Teambildung und warum ihn die Tabelle nicht interessiert.

Herr Pöhler, ist Ihre Mannschaft mit dem Sieg gegen Coburg endgültig in der 2. Bundesliga angekommen?

Wir sind in dieser Liga angekommen, auf jeden Fall. Ich hatte intern für mich vor der Saison aber schon festgelegt, nach dem siebenten Spiel, also dem gegen Essen, die erste Zäsur zu machen und zu schauen, wo wir stehen. Die Niederlage bei TUSEM hat am Ende auch ein wenig das Training zuvor widergespiegelt. Es fehlten die Konzentration und die letzte Spannung. Das war auch schon so nach dem Remis in Schwartau. Da waren wir als Mannschaft noch nicht so gefestigt, dass wir uns gegenseitig einfangen und wieder auf den Boden der Tatsachen runterholen.

Wie ist die Woche nach Essen und vor dem Coburg-Spiel gelaufen?

Wir haben intensiv mit der Mannschaft außerhalb des Feldes gearbeitet, in Gruppen- und Einzelgesprächen. Diese Maßnahmen haben extrem gefruchtet. Dazu kam die Extremsituation mit unseren Verletzungsausfällen. Dadurch mussten wir einfach enger zusammenrücken, das hat die Teambildung beschleunigt. Wir haben den Fokus von der Konkurrenzsituation untereinander hin auf mehr Kommunikation und gegenseitige Unterstützung gelenkt, dass sich also jene Spieler, die auf einer Position agieren, gegenseitig mehr helfen und Tipps geben. Wir wussten, was zum Beispiel solche Jungs wie Nils Gugisch oder Adrian Kammlodt können. Und sie haben es gegen Coburg gezeigt.

Allen voran auch Roman Becvar?

Ja, natürlich. Er hat schon in Essen gut gespielt. Über welche Qualitäten er verfügt, ist bekannt. Doch er war nach seiner schweren Sprunggelenksverletzung, wegen der er ziemlich viel von der Vorbereitung versäumt hat, noch nicht gleich auf seinem Top-Level. Jetzt aber ist er fit und wir werden noch viel Freude mit ihm haben.

Auffällig waren die große Leidenschaft, das Feuer und der Biss der Mannschaft gegen Coburg. Was haben Sie den Jungs vorher eingeimpft?

Wir haben vorher viel analysiert und geschaut, was uns gefehlt hat. Wir wussten, dass wir gegen Coburg angesichts unserer Ausfälle nur bestehen können, wenn wir mit absolutem Willen und einem großen Teamspirit agieren, eine regelrechte Euphorie entfachen. Sicher kam uns dabei auch entgegen, dass einige Spieler unbedingt zeigen wollten, was sie können. Auf jeden Fall haben wir uns mit diesem Erfolg mehr Sicherheit geholt und vielleicht auch bei manchem letzte Zweifel beseitigt. Jetzt geht es darum, Stabilität zu finden.

Jetzt kommt am Sonntag mit Eintracht Hagen das derzeitige Schlusslicht nach Dresden. Wie läuft die Vorbereitung und sind die beiden Punkte fest eingeplant?

Man muss erst einmal klar stellen, dass die Entwicklung sich auch ganz schnell wieder umdrehen kann, wenn man auch nur ein bisschen locker lässt. Auf die Tabelle, das haben wir jetzt so für uns festgelegt, schauen wir überhaupt nicht. Denn das ist alles noch verzerrt und vieles liegt eng beieinander. Das Spiel in Essen, damals ebenfalls am Tabellenende, hat uns das ebenfalls gelehrt. Wir schauen also zuerst auf uns. Wir haben gegen Coburg eine überragende Leistung gebracht und die müssen wir von Spiel zu Spiel bestätigen. Wir haben in den ersten drei Tagen in dieser Woche sehr hart im konditionellen Bereich gearbeitet, denn zuvor hat uns der Spielrhythmus dazu wenig Zeit gelassen. Jetzt arbeiten wir an der direkten Spielvorbereitung.

Was können Sie über den Gegner sagen?

Eintracht Hagen ist eine launische Mannschaft, bei der zuletzt Licht und Schatten extrem wechselten. Zuletzt hat sie ihren ersten Sieg gefeiert und ich denke, da erwartet uns eine knifflige Aufgabe. Aber wenn wir so auftreten wie gegen Coburg, dann bleiben die beiden Punkte bei uns.

Von Astrid Hofmann

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Regionalsport
  • Semperopernball
    Semperopernball

    Alle Infos, alle Highlights, die schönsten Bilder - der Semperopernball in Dresden. mehr

  • 13. Februar

    Ob Gedenken, Täterspuren oder Menschenkette: Alle Infos finden sie in unserem Special zum 13. Februar in Dresden mehr