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Frühjahrspreis der Steher eröffnet Jubiläumssaison in Heidenau

Radsport Frühjahrspreis der Steher eröffnet Jubiläumssaison in Heidenau

Mit dem Frühjahrspreis der Steher beginnt am Sonnabend die neue Saison auf der Radrennbahn in Heidenau. Das Beton-Oval wird in diesem Jahr 90 Jahre alt. Einmal mehr wird hier am 17. Juni die Deutschen Derny-Meisterschaft ausgetragen.

Auf der Heidenauer Radrennbahn sind die Steher wieder aktiv.

Quelle: Archiv/Carola Fritzsche

Heidenau. Am Sonnabend wird mit dem traditionellen „Frühjahrspreis der Steher“ die neue Saison auf der Radrennbahn in Heidenau eröffnet. Zur Auftakt-Veranstaltung erwarten die Organisatoren unter anderen solche bekannten Fahrer wie Robert Bickel aus Irschenberg oder den Leipziger Daniel Harnisch. Mit diesem Wettkampf fällt der Startschuss in eine besondere Saison, denn die Bahn feiert in diesem Jahr ihren 90. Geburtstag. Höhepunkt der Feierlichkeiten in der Jubiläumssaison wird die Deutsche Derny-Meisterschaft am 17. Juni sein. Zum Abschluss finden am 30. September die Sächsischen Stehermeisterschaften statt.

Auf der traditionsreichen Bahn wurde in den letzten 90 Jahren Radsport-Geschichte geschrieben. Bereits 1925 ging die Initiative zum Bau eines Radsport-Stadions vom Arbeiter-Turn- und Sportverein und dem Arbeiter-Radfahrerbund aus. Ein Jahr später wurde der Bau auf dem 22 000 Quadratmeter großen Gelände an der Müglitz beschlossen. Eigentlich sollte ein Jahr später im Juli 1927 die feierliche Eröffnung sein, doch wegen eines verheerenden Hochwassers musste die Einweihung um einen Monat verschoben werden. Bis 1933 erlebten die Zuschauer hier zahlreiche nationale und internationale Profi- und Amateurrennen. Nachdem die Anlage (Stadion und Bahn) 1945 durch Fliegerbomben beschädigt wurde, erlebte das Oval nach der Wiedereröffnung 1951 ihre Blütezeit. Der Zuschauerrekord stammt noch aus jener Zeit: Am 10. Juni 1952 kamen 12 800 Besucher zum Radrennen. Später wurde die Bahn mehrfach überholt.

Im Jahr 1990 übernahm die neugegründete Radsportabteilung des DSC unter Leitung von Manfred Deckert durch einen Pachtvertrag die Pflege der Radrennbahn. Der heute 80-Jährige kann sich an so manche lustige Begebenheit erinnern. So erzählt der langjährige Trainer und ehemalige DSC-Abteilungsleiter, wie er zu Wendezeiten auf „Einkaufstour“ ging: „Wir wollten auf der Bahn unbedingt Steherrennen organisieren und als Schrittmachermaschinen brauchten wir AWOs. Geld hatten wir natürlich nicht. Ich wusste aber, dass auf der Berliner Winterbahn noch welche unbenutzt in einer Ecke stehen. Also bin ich mit einem LKW viermal in die Hauptstadt gefahren, bis ich die sechs Maschinen endlich mitnehmen konnte. Kostenfrei, versteht sich. Und sie sind heute noch im Einsatz“, lacht Deckert. Und weil die Bahn natürlich in die Jahre kam, musste er auch selbst zur Mörtelkelle greifen. „Weil der Beton immer bröckliger wurde, habe ich vor jedem Rennen die Bahn ausgebessert, die Fugen aufgehackt und neu mit Beton verfüllt“, berichtet er. Zum 70. Geburtstag der Bahn veranlasste die Stadt Heidenau eine teilweise Sanierung. Nach dem verheerenden Hochwasser der Müglitz 2002 war die Bahn endgültig hinüber. Ab Herbst 2003 begann die Rekonstruktion, im Mai 2005 wurde die Bahn neu eröffnet. Ab 2001 übernahm der SSV Heidenau als neuer Mieter die Anlage.

Von Astrid Hofmann

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